Für Türk-Gücü-Spielertrainer Dominik König (rechts) ist die Saison nach einer schweren Verletzung gelaufen. Er fehlt seinem Team nicht nur am Sonntag gegen Neu-Isenburg. Marköbels Noah Gibaja Lofink freut sich auf die Partie in Bruchköbel. Archivfoto: TAP

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Gruppenliga: Spielertrainer König fehlt Türk Gücü lange

Fussball. Germania Großkrotzenburg möchte am Sonntag in der Gruppenliga Frankfurt Ost einen großen Schritt in Richtung Herbstmeisterschaft machen. Die Mannschaft von Trainer Matthias Filbrich benötigt dazu einen Sieg bei Eintracht Oberrodenbach.

Von Frank Schneider

Die Verfolger VfB Oberndorf (in Dietzenbach) und Türk Gücü Hanau (gegen Pars Neu-Isenburg) sitzen der Germania nämlich im Nacken. Am übernächsten Wochenende kommt es dann beim Hinrunden-Finale zum Kracher gegen Türk Gücü Hanau. Aus Hanauer Sicht rückt an diesem Wochenende das Derby zwischen der SG Bruchköbel und der SG Marköbel in den Fokus. Ein Punktspiel zwischen beiden Teams hat es lange Zeit nicht gegeben, da die SG Bruchköbel in den vergangenen Jahren oberhalb der Gruppenliga beheimatet war.

SGB peilt Revanche für Pokalniederlage an

Bruchköbels Trainer Albert Repp geht davon aus, dass sein Team die 1:2-Niederlage gegen den SVG Steinheim umgehend ausmerzen möchte. „Da haben wir sehr unverdient verloren, eine schwache Chancenverwertung wurde uns zum Verhängnis“, erinnert sich der Übungsleiter an mehrere ausgelassene Großchancen. Torwart Yannik Dauth laboriert seit besagter Partie an einer Kapselverletzung und wird voraussichtlich von Janis Gräfe vertreten. Für den angeschlagenen Marco Kappes wird das Kreisduell noch zu früh kommen. „Wir werden vermutlich auf dem Kunstrasen spielen, da unser Rasenplatz genauso wie anderswo in einem sehr schlechten Zustand ist“, berichtet Repp. Bis zur Winterpause will er mit seinem Team noch einige Punkte einsammeln, um an der Spitzengruppe dranzubleiben. Drei Zähler gegen Marköbel und die Revanche für die 0:1-Pokalniederlage aus der Vorsaison sind angepeilt, doch Albert Repp weiß um die Schwere der Aufgabe. „Wir dürfen den Gegner nicht unterschätzen, die letzten Ergebnisse der SGM geben ja dazu auch keinen Anlass.“

Vergangenen Sonntag überzeugte die SG Marköbel trotz etlicher Ausfälle mit einem 3:0-Sieg bei der SG Nieder-Roden. „Wir freuen uns auf das Spiel, ein Derby ist ja immer etwas Besonderes“, meint SGM-Coach Wolfram Rohleder. Ein Wiedersehen gibt es mit Giuseppe Nacci und Jan Strüter, die im Sommer von Marköbel nach Bruchköbel gewechselt waren. Rohleder hofft, dass seine Elf auch gegen einen gut organisierten Gegner offensive Akzente setzen kann und muss neben dem letztmals gesperrten Daniel Schabet noch auf André Naumann, Michael Meinzer und Sven Wesenberg verzichten.

Türk Gücü muss lange auf Spielertrainer Dominik König verzichten

Für Türk Gücü Hanau war die 1:2-Niederlage bei der SG Rosenhöhe doppelt bitter. Spielertrainer Dominik König zog sich einen Riss der Achillessehne zu und wird heute operiert. Der Mittelfeldspieler wird einige Monate ausfallen. Im Heimspiel gegen den SV Pars Neu-Isenburg will der Tabellendritte auch für König drei Punkte einfahren. „Wir wollen als einzige Mannschaft zu Hause ungeschlagen bleiben“, erklärt Königs Spielertrainerkollege Tim Müller, wohlwissend um das spielerische Vermögen des Gegners aus Neu-Isenburg. Hinter den Einsätzen von Kerem Yücel und Tezcan Günes stehen noch Fragezeichen.

Spitzenreiter Germania Großkrotzenburg hat Respekt vor der Offensivstärke von Aufsteiger Eintracht Oberrodenbach. „Sie schießen fast immer ein bis zwei Tore und haben mit Rodney Kurz einen guten Angreifer in ihren Reihen“, sagt Germania-Coach Matthias Filbrich. Auch ohne die Urlauber Julien Nolde und Dennis Arnold sowie den krankheitsbedingt fehlenden André Althaus will der Spitzenreiter mit einem Sieg seine Position festigen. „Wir müssen uns im Vergleich zu den letzten beiden Spielen steigern, wenn wir gegen Großkrotzenburg mithalten wollen“, sagt Oberrodenbachs Trainer Andreas Jäger. Personell ist bei der abstiegsbedrohten Eintracht alles im Lot. Aufgrund der schlechten Wetterprognose ist eine Verlegung der Partie auf den Hartplatz an der Oberrodenbacher Hainmühle denkbar.

Niederrodenbach braucht drei Punkte

Der SVG Steinheim ist kommendes Wochenende spielfrei und schließt daher im Heimspiel gegen den VfR Wenings seine Vorrunde ab. Und das mit dem klaren Ziel, die 30-Punkte-Marke voll zu machen. „Ein Sieg zu Hause gegen Wenings sollte möglich sein, dann wären wir über dem Soll“, erklärt Steinheims Sportchef Bernd Hartmann. Der 2:1-Sieg in Bruchköbel gab Selbstvertrauen, hatte aber auch negative Aspekte. So brach sich Außenbahnspieler Alexey Kolchak das Schlüsselbein. Auch Routinier Fouad Brighache ging angeschlagen aus dem Duell gegen den Ex-Verbandsligisten.

Ein sehr wichtiges Spiel hat Aufsteiger FC Germania Niederrodenbach vor der Brust. Im Kellerduell bei der SG Altenhaßlau/Eidengesäß geht es um den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze. Bei sechs Zählern Rückstand zum rettenden Ufer zählt für die Germania beim fünf Zähler besser dastehenden direkten Konkurrenten eigentlich nur ein Sieg. Zuletzt beim 0:1 gegen Rodgau traten die Rodenbacher wieder stabil auf, doch im Spiel nach vorne ist die Elf von Jochen Breideband aktuell nicht gruppenligatauglich. Vielleicht platzt ja auf dem Altenhaßlauer Kunstrasenplatz „Am Steines“ in der Offensive der Knoten. Marcel Fuchs, Mirko Bach und David Klimas kehren in den Kader zurück. Tim Wissenbach verletzte sich dagegen am Dienstagabend im Training und droht mit Verdacht auf Innenbandabriss längere Zeit auszufallen.

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