Gespannter Blick Richtung Tabellenspitze: Luca Walke (rechts) kann mit dem FC Erlensee den Rückstand auf Spitzenreiter Rodgau verkürzen - vorausgesetzt, man schlägt diesen. Moritz Schlögel und Germania Großkrotzenburg wollen mit einem Sieg bei der SG Rosenhöhe Offenbach vorne dabei bleiben. Archivfoto: Häsler

Fußball

Gruppenliga: Spannung an der Spitze

Fußball. Dieser Spieltag hat es in sich: Am Gründonnerstag sind in der Gruppenliga Frankfurt Ost die aktuell vier bestplatzierten Teams unter sich.

Von Frank Schneider

Während Spitzenreiter JSK Rodgau die Form des 1. FC Erlensee prüft, treffen die SG Rosenhöhe Offenbach und Germania Großkrotzenburg in einem direkten Verfolgerduell aufeinander. Auch im Tabellenkeller geht es um wichtige Punkte. Am Ostermontag geht die Punktspielhatz dann weiter, insgesamt fünf Nachholpartien sind am Feiertag terminiert.

Mit 51 Punkten führt Rodgau derzeit das Klassement an. Die Jügesheimer wollen am morgigen Donnerstag im Heimspiel mit dem 1. FC Erlensee den wohl am stärksten eingeschätzten Rivalen distanzieren. Aktuell hat der FCE bei einem weniger ausgetragenen Spiel sechs Punkte Rückstand. „Wir sollten das Spiel zumindest nicht verlieren“, beschreibt FCE-Übungsleiter Tobias Heilmann die Ausgangslage. Er geht davon aus, dass Rodgau aus einer stabilen Grundordnung heraus auf offene Räume spekulieren wird. „Die Rodgauer Mannschaft ist individuell stark besetzt, da kann uns einiges erwarten“, stuft Heilmann das Spitzenspiel als harte Prüfung für seine junge Truppe ein.

Verfolger des Spitzenreiters gesuchtIn der Partie Rosenhöhe gegen Germania Großkrotzenburg wird der erste Verfolger des Spitzenreiters gesucht. Beide Teams überzeugten am Wochenende nicht restlos. Die SG Rosenhöhe verlor bei Türk Gücü Hanau trotz einer 1:0-Führung in der Schlussphase noch mit 1:2, die Germania kam beim FSV Bad Orb zu einem 1:0-Arbeitssieg. „Die Konstellation ist super interessant. Wir können als großer Sieger oder aber auch als Riesenverlierer aus diesem Spieltag gehen“, sagt Germania-Trainer Christian Schönig. Auf Innenverteidiger Philipp Blam wird keines der beiden Szenarien zutreffen, er weilt in Urlaub.

Türk Gücü Hanau befindet sich trotz Punktabzügen in Lauerstellung und hat nach dem 2:1 gegen die SG Rosenhöhe Blut geleckt. Am heutigen Mittwoch geht es gegen Kickers Obertshausen, am Ostermontag steht das Nachholspiel beim Schlusslicht SV Somborn an. „Wenn wir diese Spiele gewinnen, ist noch etwas drin. Wir hoffen, dass es für uns noch um etwas geht, wenn wir im späteren Saisonverlauf auf die Topteams der Liga treffen“, berichtet Blerim Petrovci. Die Trainingseindrücke stimmen ihn positiv, zudem hofft der TG-Trainer, dass alle Schichtarbeiter ihren Dienst zugunsten des wichtigen Matchs gegen Obertshausen tauschen konnten. Verletzungsbedingte Ausfälle hat Türk Gücü keine zu beklagen.

Daniel Schabet wird fehlenKnifflige Aufgaben hat die abstiegsbedrohte SG Marköbel über Ostern zu lösen. Am Donnerstag führt die Reise zum SV Altwiedermus. Aus Sicht der Hammersbacher eine unglückliche Ansetzung. Zum einen muss die Partie mangels Flutlicht auf der SVA-Sportanlage auf dem Kunstrasenplatz des Ronneburger Jugendzentrums ausgetragen werden, zum anderen erwartet die zweite Mannschaft der SGM vor heimischer Kulisse den Nachbarn KSV Langen-Bergheim zum A-Liga-Derby. „Ich vermute, dass uns nur wenige Fans nach Altwiedermus begleiten werden und einige lieber das Reservespiel zu Hause schauen“, vermutet SGM-Coach Wolfram Rohleder. Wie auch am Ostermontag, an dem seine Elf in Erlensee antreten muss, ist die SGM nicht in der Favoritenrolle. Punkte im Abstiegskampf könnten die Marköbeler nach der 0:1-Heimniederlage gegen den SVG Steinheim dennoch gut gebrauchen. Aus Urlaubsgründen fehlt weiter Daniel Schabet.

Der FSV Bischofsheim war zuletzt aufgrund von Ausfällen und einer Spielverlegung spielfrei und ist ohne eigenes Zutun auf einen Abstiegsplatz abgerutscht. Am Donnerstag steht das Schlüsselspiel beim ebenfalls abstiegsbedrohten Aufsteiger 1. FC Langen an. „In solchen Spielen zählen die Punkte doppelt“, verweist FSV-Trainer Michael Raudnitzky auf die Bedeutung des Spiels. Defensiv-Ass Gjorgi Trajanov steht nicht zur Verfügung, Philipp Hess ist verletzt. Am seidenen Faden hängt noch das Mitwirken von Michael Uhlein.

Zum Punkten verdammt ist der FC Hochstadt. Nach zwei knappen 0:1-Niederlagen gegen die Topteams aus Altwiedermus und Rodgau zählt im dritten Heimspiel in Folge gegen den Tabellenvorletzten FSV Bad Orb nur ein Sieg. Marius Lehr weilt im Urlaub und Neuzugang Burak Hasret wird wegen eines Nasenbeinbruchs längere Zeit fehlen. Die Rotsperre von Torjäger Metin Oymak ist zwar abgelaufen, doch der Routinier klagt genauso wie Verteidiger Michele Pascarella über Leistenschmerzen.

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