Angeschlagen: Roland Pauna (rechts) kann Türk Gücü Hanau am Sonntag im Spiel gegen Germania Klein-Krotzenburg um Neu-Trainer Stefan Lutz nicht helfen. Archivfoto: TAP

Fußball

Gruppenliga: Respekt vor Trainerfuchs

Fußball. Für Türk Gücü Hanau läuft es bisher in der Gruppenliga Frankfurt Ost nicht wunschgemäß. Trotz eines leichten Aufwärtstrends hängt das Team von Spielertrainer Tim Müller in der Abstiegsregion fest. Am Sonntag steht das wichtige Spiel bei Schlusslicht Germania Klein-Krotzenburg an.

Von Frank Schneider

Dort hat mit dem Großkrotzenburger Stefan Lutz zu Beginn dieser Woche ein neuer Coach die Arbeit aufgenommen. Mit einem 1:6 gegen den neuen Tabellenzweiten Germania Dörnigheim verlief der Einstand von Lutz aber alles andere als nach Plan. „Das wird ein Alles-oder-Nichts-Spiel“, glaubt Tim Müller. Ausgerechnet am Sonntag muss der Türk-Gücü-Spielertrainer auf etliche Stammkräfte verzichten. Unter anderem müssen die Offensivkräfte Roland Pauna und Mohamad Aalaoui ersetzt werden.

„Wir wollen trotzdem unbedingt gewinnen, um uns Luft zu verschaffen und den positiven Trend fortzusetzen“, so Müller. Sehr gefährlich sei es bei einem Gegner anzutreten, der mit dem Rücken zur Wand steht, glaubt Müller. „Der Trainerwechsel wird dort auch fruchten, denn Stefan Lutz hat sehr viel höherklassige Erfahrung“, findet Müller. Mut macht ihm die Tatsache, dass sein eigenes Team von den letzten vier Partien nur eine verloren hat.

Ein Formanstieg ist ausgemacht, auch wenn zuletzt beim 0:0 gegen den VfR Wenings die Chancenverwertung miserabel war. „Solche Spiele gibt es. Umso wichtiger ist dann, dass wenigstens hinten die Null steht“, so der Spielertrainer.

Bei der SG Marköbelsteigt das Derby gegen die SG Bruchköbel. Beide Teams rangieren in der hinteren Tabellenhälfte und brauchen die Punkte dringend. SGM-Coach Wolfram Rohleder misst dem Prestigeduell jedoch keine besondere Bedeutung zu. „Für mich ist das ein Spiel wie jedes andere. Klar spielen wir gegen einen Verein aus der Nachbarschaft, doch so viele heiße Duelle hat es ja in der Vergangenheit nicht gegeben, weil Bruchköbel in einer höheren Liga gespielt hat.“

Auch von einem Duell im Abstiegskampf mag Rohleder nicht reden, denn er sieht den aktuell schlechten Tabellenplatz der SG Bruchköbel als Momentaufnahme. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie dauerhaft unten drin bleiben. Vielmehr gehe ich davon aus, dass dort irgendwann der Knoten platzt und sie in der Tabelle nach vorne rücken.“

"Nur über den Kampf"

Das möchte Wolfram Rohleder freilich auch mit der eigenen Elf. Im Kader gibt es für Sonntag einige Fragezeichen, unter anderem hängt das Mitwirken des bislang besten Torschützen Can Kayalar noch am seidenen Faden. Niklas Oppermann und Marvin Schneider fallen sicher aus, Daniel Schabet rückt nach seinem Urlaub dagegen wieder in den Kader der Hammersbacher.

„Wir müssen gewinnen, viele Ausrutscher dürfen wir uns nicht mehr erlauben“, fordert Bruchköbels Trainer Albert Repp von seinem Team eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zur 0:3-Heimniederlage gegen Dörnigheim. „In Marköbel geht es nur über den Kampf. Wenn es schon spielerisch zurzeit nicht wie gewünscht läuft, dann muss zumindest der Wille vorhanden sein“, spricht Repp vor dem Derby von einer „Einstellungssache“. Die Personallage bei der SGB ist weiterhin angespannt. Leistungsträger wie Marius Lehr und Dorian Ahouandjinou stehen noch nicht zur Verfügung. Michel Völke weilt noch im Urlaub und wird somit das Match bei seinem ehemaligen Verein verpassen.

Bei Germania Dörnigheim läuft der Offensivexpress auf Hochtouren. „Technisch, taktisch und läuferisch war das ein ganz starker Auftritt“, lobte Klein-Krotzenburgs Trainer Stefan Lutz am Donnerstagabend die mit 6:1 siegreichen Gäste aus Maintal. Wermutstropfen aus Dörnigheimer Sicht war die Rote Karte für Torwart Christian Marggraf kurz vor Schluss. Für ihn wird am Sonntag gegen den SVG Steinheim der A-Jugendliche Colin Strnad zwischen die Pfosten rücken.

„Er hat im Training gute Leistungen gezeigt und genießt unser vollstes Vertrauen“, sagt Dörnigheims Sportlicher Leiter Jochen Kostiris. Bei den Feldspielern steht das Comeback von Gjorgi Trajanov bevor, auch bei Ugur Erdogan nähert sich die verletzungsbedingte Pause dem Ende entgegen. „Wir sind jetzt drei Spiele in Folge ungeschlagen und wollen gerne eine kleine Serie starten“, deutet Kostiris an, dass gegen die starken Steinheimer eine Punkteteilung das Minimalziel ist.

Beim SVG Steinheimhofft Trainer Jürgen Baier, dass er mit der gleichen Startelf beginnen kann, die zuletzt im Heimspiel gegen Klein-Krotzenburg (5:0) überzeugte. Unter der Woche im Kreispokalmatch bei der Spvgg. Dietesheim mussten die Steinheimer einige erfahrene Leistungsträger ersetzen und kassierten prompt eine 0:3-Niederlage. Vor Gegner Dörnigheim hat Baier großen Respekt.

„Wir müssen hinten gut stehen und die Räume eng machen, aber auch gleichzeitig mutig nach vorne spielen.“ Seine Begründung: Die Offensive der Maintaler sei so stark, dass bei einer passiven Taktik Gegentore kaum vermeidbar seien. Mit Emanuel Becker (16 Saisontore) stellt Dörnigheim den treffsichersten Spieler.

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