Marvin Laubach und der FC Erlensee sind in der Gruppenliga noch nicht richtig in Schwung gekommen. Bereits am Donnerstag ist der Aufsteiger beim FSV Bischofsheim gefordert. Archivfoto: TAP

Erlensee

Gruppenliga: Von Panikmache keine Spur

Fußball. Der FSV Bischofsheim und der 1. FC Erlensee warten in der Gruppenliga Frankfurt Ost noch auf ihren ersten Saisonsieg. Vor dem direkten Aufeinandertreffen im vorgezogenen Spiel am Donnerstagabend um 19 Uhr am Fechenheimer Weg in Bischofsheim ist in beiden Lagern von Panikmache aber keine Spur.

Von Frank Schneider

Trotz des Fehlstarts gab es jeweils gute Ansätze zu beobachten, die den Trainern Michael Raudnitzky (Bischofsheim) und Tobias Heilmann (Erlensee) Mut machen.

Niederlagen sind ungewohnt für FC Erlensee

Für viele Spieler des 1. FC Erlensee ist das Gefühl, Spiele zu verlieren, eines, das sie lange Zeit nicht kannten. In der Aufstiegssaison gewannen die Jungs von Coach Heilmann in der Kreisoberliga Hanau alle Punktspiele im Jahr 2017 und holten sich folglich auf souveräne Art und Weise den Meistertitel. „Wir können das schon einordnen und wussten, dass unser Lauf in der Gruppenliga nicht so einfach weiter gehen wird“, erklärt Tobias Heilmann. Von zwei Niederlagen zum Auftakt war der junge Trainer aber auch nicht ausgegangen, zumal in der Vorbereitung vieles glatt lief und die prestigereichen Turniere um Buchberg- und Hammerbach-Cup souverän gewonnen wurden.

Eiskalt erwischtIm ersten Punktspiel gegen den SVG Steinheim wurden die Erlenseer indes eiskalt erwischt, fanden beim 2:5 weder in die Zweikämpfe noch zur gewohnten Form. In Großkrotzenburg zeigte das Team dann zunächst ein anderes Gericht, führte zur Pause verdient mit 2:0 und stand am Ende eines packenden Gruppenliga-Spiels doch wieder mit leeren Händen da. Die erfahrenen Großkrotzenburger drehten in Überzahl (Erlensees Sven Franek sah nach gut einer Stunde Gelb-Rot) in der Schlussphase das Match. Eine bittere Erfahrung für den FCE. Zu lange dürfen die Fußballer des Aufsteigers den verlorenen Punkten jedoch nicht nachtrauern, denn bereits an diesem Donnerstag steht beim FSV Bischofsheim das nächste Kreisderby an. „Bei uns wird keiner unruhig, wir müssen uns eben erst an die neue Liga gewöhnen“, sagt Tobias Heilmann.

Heilmann von Qualität seiner Truppe überzeugtGelassene Worte aus dem Munde eines Übungsleiters, der von den Qualitäten seines Kaders total überzeugt ist. Im Juniorenbereich schafften es die Fußballer der Blau-Weißen bis auf die Hessenliga-Ebene und nun wollen sie auch im Seniorenbereich für Furore sorgen. Der Kreisoberliga-Titel – da waren sich viele einig – wird erst der Anfang gewesen sein. In den nächsten Wochen brauchen die hochgelobten Kicker jedoch Punkte, sonst wird es tabellarisch ungemütlich. „Es gilt, in Bischofsheim die letzten Prozentpunkte herauszuholen. Auch dort erwartet uns keineswegs ein schlechter Gegner“, so Heilmann. Er glaubt, dass die Tagesform den Ausschlag geben wird. Heilmann: „Bei Wochenspielen ist das so eine Sache, wie die Spieler damit zurechtkommen, wenn sie direkt von der Arbeit auf den Sportplatz kommen.“ Mit Stürmer Daniel Januschka muss er weiter auf einen der erfahrenen Spieler verzichten. Neuzugang Tim Schultheis ist mit 24 Jahren derzeit der zweitälteste Akteur des Gruppenligisten. Im Vergleich zum Sonntag bleibt der Kader des FC Erlensee unverändert, Robin Münk ist weiterhin verletzt.

"Frösche" wollen nachlegenDer FSV Bischofsheim hat den ersten Punkt schon eingebucht. Gegen die Sportfreunde Seligenstadt holten die „Frösche“ trotz 80-minütiger Unterzahl einen 0:2-Rückstand auf. Trainer Michael Raudnitzky war demnach mit dem Auftritt seiner Truppe sehr zufrieden, Jubelstürme sind von ihm aber keine überliefert. „Vor einem Jahr hatten wir aus zwei Spielen vier Punkte, jetzt einen. Wir müssen also etwas aufholen.“ Raudnitzky ahnt, dass die Runde knüppelhart wird. „Alle Aufsteiger sind gut, ich erwarte keinen der Neulinge ganz hinten.“ Folglich stuft er auch Erlensee als starken Gegner ein. Die Punkte sollten trotzdem am Donnerstagabend im Maintaler Stadtteil bleiben.

Sejdovic rückt nachTalha Ercan wird nach seiner umstrittenen Roten Karte gesperrt fehlen, dafür rückt Harid Sejdovic wohl in die Anfangself. „Erlensee scheint noch nicht so gefestigt zu sein, vielleicht liegt darin unsere Chance.“ Umgekehrt muss sich die junge Elf des FSV aber auch erstmal finden. Von den A-Junioren in den Seniorenkader gewechselten Spielern seien Jonas Gatzka und Philipp Hess schon am weitesten. Beide sind auf dem Weg, nach dem erfolgten personellen Umbruch unumstrittene Stammspieler zu werden. Auch André Rosenberger und Patrick Köster spielen in den Planungen von Michael Raudnitzky eine wichtige Rolle. Offen ist derzeit das Torwartrennen. Der junge Jamal El Maged hat derzeit gegenüber Volkan Öztürk die Nase vorne.

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