Tief durchatmen: Daniel Schilling und Eintracht Oberrodenbach sind im Kampf um den Klassenerhalt zum Siegen verdammt. Archivfoto: tap

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Gruppenliga: Oberrodenbach ist gegen Neu-Isenburg gefordert

Fußball. Während sich der Gruppenliga Frankfurt Ost Spitzenreiter Germania Großkrotzenburg und der JSK Rodgau ein Fernduell um die Meisterschaft liefern, sind drei Spieltage vor Schluss noch insgesamt sechs Mannschaften in den Abstiegskampf verstrickt. Darunter die beiden Rodenbacher Teams.

Von Frank SchneiderSpitzenreiter Germania Großkrotzenburg steht beim FC Dietzenbach auf dem Prüfstand. Beide Teams stehen unter Druck. Der FC Dietzenbach muss gewinnen, um seine Chance auf den Klassenerhalt zu wahren, die Germania hätte nur bei einem Dreier den Aufstieg weiterhin in den eigenen Händen. Der FCD lässt derweil nichts unversucht und präsentiert für die letzten drei Spiele mit Mario Rhein (zuletzt Spvgg. Neu-Isenburg) noch einen hessenligaerfahrenen Defensivspieler als Aushilfe. Im Sommer wird Rhein dann zum FC Langen wechseln. „Großkrotzenburg ist Favorit, doch wir versuchen mit großer kämpferischer Basis dagegenzuhalten. Eigentlich müssen wir die verbleibenden drei Spiele gewinnen“, erläutert FCD-Sportchef Werner Marquardt. Kapitän Rames Dallal kehrt in den Kader des Tabellendrittletzten zurück.

„Wir kämpfen uns so durch und können seit Wochen nicht mit unserer besten Mannschaft spielen“, sagt unterdessen Großkrotzenburgs Coach Matthias Filbrich. Mit Julien Nolde, Dennis Arnold, Philipp Hertzke und Tobias Meub fallen auch am Sonntag wieder wichtige Akteure aus. Daniel Erbe ist angeschlagen, wird aber auf die Zähne beißen. „Uns erwartet in Dietzenbach eines der schwersten Spiele überhaupt. Ich gehe davon aus, dass unser Gegner alles riskieren wird“, so Filbrich.

Lob vom Niederrodenbacher Trainer

Für Verfolger JSK Rodgau sind im Heimspiel gegen Germania Niederrodenbach drei Punkte Pflicht, doch es reist ein Team an, dass durch den überraschenden Sieg gegen Türk Gücü Hanau plötzlich wieder Lunte im Abstiegskampf gerochen hat. „Wir gehen als Favorit ins Spiel und wollen nicht dieselben Fehler machen, die zuletzt Türk Gücü Hanau in Niederrodenbach passiert sind“, betont JSK-Trainer Andreas Humbert, der mit einem Sieg die Chancen auf Platz eins wahren will. Der angeschlagene Savvas Konstantinidis könnte eine Pause verordnet bekommen.

Niederrodenbachs Trainer Jochen Breideband war von der Art und Weise, wie sein Team beim 3:1 gegen Türk Gücü Hanau aufgetreten ist, sehr angetan. Jedoch könnte der Sieg zu spät gekommen sein. Die Germania benötigt weiterhin eine Siegesserie. „Die Ausgangslage ist ähnlich wie in der Vorwoche. Auch in Rodgau erwartet keiner etwas von uns“, hofft Breideband auf eine neuerliche Überraschung. Der Einsatz von Niklas Kröhl hängt am seidenen Faden, Karim Hinz fällt sicher aus. Dafür kehren mit Mirko Bach, Marcel Fuchs und Onur Bulut drei andere Spieler ins Niederrodenbacher Aufgebot zurück.

Abstiegschance für Türk Gücü scheinen dahin

Eintracht Oberrodenbach führt mit 32 Punkten auf Rang elf die Liste der noch gefährdeten Teams an. Am drittletzten Spieltag genießt das Team der beiden Trainer Thomas und Andreas Jäger gegen den spielstarken, jedoch bereits gesicherten SV Pars Neu-Isenburg Heimrecht. „Im Hinspiel waren wir chancenlos, doch die vergangenen Spiele sollten uns eigentlich Selbstvertrauen gegeben haben“, hofft Andreas Jäger auf Zählbares. Bis auf Sascha Eckhardt und Maximilian Hüttel stehen der Eintracht alle Spieler zur Verfügung.

Durch die Niederlage in Niederrodenbach und das Urteil des Regionalsportgerichts (drei Punkte Abzug, siehe Meldung auf dieser Seite) sind die Aufstiegschancen des Tabellendritten Türk Gücü Hanau dahin. Gegner SG Rosenhöhe will sich für den schwachen Auftritt beim 0:3 gegen Eintracht Oberrodenbach rehabilitieren. „Wir wollen unsere starke Heimbilanz behalten und die unnötige Hinspielniederlage wettmachen“, ist Türk Gücüs Spielertrainer Tim Müller auf Sieg gepolt. Müller ist wie Trainerkollege Dominik König angeschlagen, auch hinter dem Einsatz von Torwart Sercan Schlüssler steht noch ein Fragezeichen. Sein Ausfall wäre bitter, da Stamm-Keeper Burak Tok noch eine Rotsperre abbrummt.

Gedrängel im Mittelfeld

Beim SVG Steinheim zeigte die Formkurve zuletzt wieder leicht nach oben, was sich freilich nicht in Punkten niederschlug. Bis auf Rang neun sind die Steinheimer mittlerweile abgerutscht. Mit der SG Bruchköbel trifft die Baier-Elf nun auf eine Mannschaft, für die es ebenfalls tabellarisch um nichts mehr geht. „Unsere zweite Mannschaft kann den Aufstieg in die Kreisliga A nicht mehr erreichen, unser Gruppenliga-Trainer Jürgen Baier kann daher ab sofort wieder personell aus dem Vollen schöpfen, da keine Spieler mehr abgestellt werden müssen“, erzählt SVG-Sportchef Bernd Hartmann. Bruchköbel hat zwar keine Aufstiegschance mehr, doch nach dem Urteil gegen Türk Gücü Hanau ist der Sprung auf Platz drei wieder möglich.

Das Tabellenmittelfeld ist dicht besiedelt. Gerade mal sechs Punkte trennen den Tabellenfünften vom -zehnten. Mittendrin die SG Marköbel als Sechster (45 Punkte) und die SG Nieder-Roden (Platz acht, 43 Punkte). Für beide geht es im direkten Duell um eine möglichst gute Platzierung. Gerettet sind beide schon seit Wochen. Die SGM muss Sven Wesenberg und Maximilian Vogler ersetzen.

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