Schwerwiegender Ausfall: Can Kayalar (rechts) fällt bei der SG Marköbel im Derby gegen den SVG Steinheim aus. Der Stürmer hat sich einen Kapseleinriss und eine Zerrung des Kreuzbandes zugezogen. Archivfoto: TAP

Fußball

Gruppenliga: Marköbeler fehlt im Derby gegen Steinheim verletzt

Fußball. Die Sportfreunde Seligenstadt befinden sich derzeit in der Gruppenliga Frankfurt Ost im Dauerstress.

Von Frank Schneider

Nach dem 7:1-Husarenstreich am Mittwochabend im Auswärtsspiel beim SVG Steinheim eröffnet das Team von Coach Thomas Epp am Samstag mit einem neuerlichen Match in der Fremde, diesmal beim VfR Wenings, den Wochenendspieltag. Die zuletzt spielfreien Kicker der SG Rosenhöhe treten am Sonntag bei den Sportfreunden Oberau an.

Bei der SG Bruchköbel hat der Rücktritt von Trainer Albert Repp in dieser Woche die Schlagzeilen bestimmt. „Meine Aufgabe ist es, erstmal wieder Ruhe reinzubringen“, sagt Abteilungsleiter Oliver Gust, der die nach vielen Misserfolgen psychisch angeknackste Truppe in den Trainingseinheiten auf das wichtige Heimspiel gegen die SG Nieder-Roden vorbereitete.

Keine einfache Aufgabe für Gust, der parallel noch den geeigneten Repp-Nachfolger finden muss. Sein eigenes Trainerintermezzo soll nur von kurzer Dauer sein. Der Sportchef stuft das Potenzial der eigenen Truppe höher ein, als es der aktuelle drittletzte Tabellenplatz ausdrücken mag, sagt aber auch: „Die Tabelle lügt schließlich nicht.“

„Sie spielen schnellen und starken Tempofußball mit hohem Pressing“

Heißt übersetzt: Auf den Gruppenligakader der SGB wartet viel Arbeit, um sportlich wieder in die Spur zu kommen. Dass Michel Völke wieder zur Verfügung steht, wird als kleiner Hoffnungsschimmer gewertet, zudem warten die Verantwortlichen sehnlich auf das Comeback von Offensiv-Aktivposten Dorian Ahouandjinou. Urlaubsbedingt wird Marius Dickerhoff gegen Nieder-Roden fehlen.

Türk Gücü Hanau ist seit drei Spielen ungeschlagen, kam aber aufgrund vieler Unentschieden noch nicht so richtig weg vom Fleck. Im Heimspiel gegen den starken Neuling Germania Dörnigheim soll daher dreifach gepunktet werden, wenngleich allen im Lager der Hanauer die Schwere der Aufgabe bewusst ist.

„Sie spielen schnellen und starken Tempofußball mit hohem Pressing“, lobt Tim Müller den Gegner aus Maintal. Angst habe seine Elf vor der Germania aber nicht, zumal deren 3:5 gegen Steinheim zuletzt gezeigt hat, dass auch eine glänzend besetzte Mannschaft verwundbar ist. „Wir sind gut vorbereitet auf das, was uns erwartet. Trotz einiger unglücklicher Spielverläufe zeigt der Trend bei uns klar nach oben“, erklärt der Spielertrainer von Türk Gücü Hanau.

„Gegen Marköbel müssen wir jetzt volle Lotte loslegen“

Germania Dörnigheim will dagegen beweisen, dass die jüngste 3:5-Niederlage gegen Steinheim nur ein Ausrutscher war. „Wir waren gegen eine starke Steinheimer Mannschaft vielleicht nicht ganz bei Kräften, doch wir rappeln uns wieder auf“, sagt Dörnigheims Spielertrainer Hicham Abdessadki. Für das Spiel bei Türk Gücü Hanau steht wohl ein breitaufgestellter Kader zur Verfügung, da mit Ugur Erdogan ein weiterer Offensivakteur wieder einsatzfähig ist.

Für den ambitionierten SVG Steinheim war die 1:7-Niederlage am Mittwochabend gegen die Sportfreunde Seligenstadt ein Schockerlebnis. „Man kann ein Spiel verlieren, doch der Auftritt war einfach nur schlecht“, blickt Steinheims Coach Jürgen Baier zurück.

Nach gutem Beginn seien in der zweiten Hälfte die Köpfe nach unten gegangen. „Gegen Marköbel müssen wir jetzt volle Lotte loslegen und unser Spiel wieder durchziehen“, fordert der Übungsleiter im nächsten Heimspiel Wiedergutmachung. Die gegen Seligenstadt schmerzlich vermissten Fouad Brighache und Sherif Camara stehen der Baier-Elf wieder zur Verfügung.

„Gegen Steinheim werden wir in der Defensive mehr gefordert werden“

Die SG Marköbel buchte beim 2:0-Derbysieg gegen die SG Bruchköbel wichtige Punkte ein und wird auch am Pfaffenbrunnen das Feld nicht kampflos räumen. Die Diagnose der Verletzung von Stürmer Can Kayalar sorgte bei den Hammersbachern derweil für lange Gesichter. Wegen eines Kapseleinrisses und einer Zerrung des Kreuzbandes ist für Kayalar das Fußballjahr wohl gelaufen. „Wenigstens muss er nicht operiert werden“, sagt Marköbels Spielausschuss-Vorsitzender Manfred Eckhardt.

Fehlen wird in Steinheim auch Christian Karges, der an einer Leistenzerrung laboriert. Angeschlagen ist zudem Benjamin Marx, sein Einsatz entscheidet sich kurzfristig. „Gegen Steinheim werden wir in der Defensive mehr gefordert werden, als dies zuletzt gegen die SG Bruchköbel der Fall war“, mutmaßt Eckhardt. Aufgrund der deutlichen Niederlage des SVG gegen Seligenstadt sei eine wütende Reaktion der Gastgeber zu befürchten.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema