Hartplatz statt Kunstrasen: Patrick Schreiber (links) gewann das Hinspiel mit Germania Dörnigheim 4:1. Die Marköbeler um Mirko Djordjevic hoffen, sich auf dem heimischen Aschenplatz revanchieren zu können. Archivfoto: TAP

Fußball

Gruppenliga: Marköbel will den Dörnigheimern die Punkte klauen

Fußball. Unterschiedliche Voraussetzungen vor dem Kreisderby in der Gruppenliga Frankfurt Ost: Wenn am Sonntag um 15 Uhr Germania Dörnigheim bei der SG Marköbel antritt, kann ein Trainer aus dem Vollen schöpfen, der andere muss bei seiner Aufstellung aufgrund vieler Verletzter kreativ werden.

Von Frank Schneider

Den Spieltag eröffnet bereits am heutigen Freitagabend die abstiegsbedrohte SG Bruchköbel, die ab 20 Uhr bei Spitzenreiter SV Pars Neu-Isenburg gefordert ist.

Die SG Marköbel geht personell auf dem Zahnfleisch. Im jüngsten Auswärtsspiel zogen sich André Naumann (Muskelfaserriss) und Yasir Bashir (Ellenbogenbruch) schwere Verletzungen zu. Für sie ist genauso wie für Can Kayalar und Niklas Oppermann das Fußballjahr gelaufen. Aus gesundheitlichen Gründen sind zudem vor dem Heimspiel gegen Germania Dörnigheim die Einsätze von Mark Wesenberg, Benjamin Marx und Maximilian Vogler ungewiss.

„Wir sind gegen Dörnigheim absoluter Außenseiter, auch wenn wir im Hinspiel bei der 1:4-Niederlage unter Wert geschlagen worden sind“, sagt Marköbels Trainer Wolfram Rohleder. Witterungsbedingt wird die Partie auf dem Hartplatz ausgetragen werden – womöglich wird das den technisch beschlagenen Maintalern nicht sonderlich schmecken.

Unterschiedliche Ausgangslagen

Durch das eifrige Punktesammeln einiger Kellerkinder ist der Vorsprung der SGM auf die Abstiegsränge etwas geschmolzen, ein Abrutschen soll bis zur Winterpause vermieden werden. „Wir müssen uns in den verbleibenden Partien noch ein paar Punkte klauen, was schwer genug wird“, erklärt Rohleder.

Für Dörnigheim ist die Ausgangslage weitaus angenehmer. Nur zwei Zähler hinter Spitzenreiter SV Pars Neu-Isenburg nimmt der offensivstarke Aufsteiger den zweiten Tabellenplatz ein. Allerdings hat die Elf von Spielertrainer Hicham Abdessadki mit dem VfB Oberndorf, den Sportfreunden Seligenstadt und der SG Rosenhöhe drei hartnäckige Verfolger im Kreuz sitzen. „Das ist ein schweres Gemetzel da oben“, beschreibt Dörnigheims Sportlicher Leiter Jochen Kostiris die Situation in der Spitzengruppe.

Froh sei er darüber, dass seine Mannschaft bislang im Kampf um die ersten Plätze mitmischt. Die gute Platzierung soll in die Winterpause gerettet werden. „In Marköbel wartet auf uns ein unbequemer Gegner“, ahnt Kostiris, dass es in Hammersbach die Punkte nicht im Schongang geben wird. Nach Ablauf der Sperre von Maximilian Walter ist der Kader komplett.

Auf die SG Bruchköbel wartet ein dicker Brocken

Nach der 0:2-Niederlage bei den Sportfreunden Seligenstadt wartet auf die SG Bruchköbel der nächste Brocken. Die Partie beim heimstarken SV Pars Neu-Isenburg ist mit die härteste Nummer, die eine Mannschaft der Gruppenliga Frankfurt Ost im Laufe einer Saison bewältigen muss. „Es ist egal, irgendwann muss eh jeder gegen jeden spielen“, sagt SGB-Trainer Claus Schäfer. Allen Umständen und personellen Sorgen zum Trotz will er bis zur Winterpause mit seinem Team noch den einen oder anderen Punkt ergattern, damit die Ausgangslage im Tabellenkeller nicht zu schlecht wird.

„Die Truppe des SV Pars hat enorme technische Fähigkeiten und verfügt über genügend Spielwitz, um in engen Räumen zu kombinieren“, so Schäfer. Trotz der Niederlage in Seligenstadt sah der neue SGB-Coach am vergangenen Wochenende positive Ansätze. Personell sieht es vor dem schweren Match in Zeppelinheim nicht rosig aus. Die Grippewelle grassierte in Bruchköbel. So fällt Michel Völke krankheitsbedingt neben den Langzeitverletzten und Felix Tugend aus – auch bei Tobias Müller wird es mit einem Einsatz eng. Ebenso bei Rico Fleischer, der über Probleme mit dem Hüftbeuger klagt. „Ausfälle dürfen keine Ausrede und kein Grund zum Jammern sein. Diejenigen, die da sind, müssen das Spiel rocken“, betont Schäfer.

Hanauer kommen langsam in Form

Türk Gücü Hanau befindet sich auf dem Weg nach oben. Nach dem Sieg bei Bayern Alzenau II wollen die Grimmstädter mit den Sportfreunden Oberau den nächsten Neuling auf dessen eigenen Platz besiegen. „Das gibt ein spannendes Spiel, beide Teams wollen unten rauskommen“, sagt Tim Müller. Der wichtige 2:0-Erfolg in Alzenau bestätigte Türk Gücüs Spielertrainer in der Ansicht, dass sein Team immer besser in Form kommt.

Mit zwei Torvorlagen feierte der eingewechselte Neuzugang Pascal Hernandez ein tolles Debüt. Er ist in Oberau genauso wie Mohamad Aalaoui und Justin Netzband ein Kandidat für die Startelf. Hinter den Einsätzen von Halil Korkmaz und Turgay Dikmen stehen Fragezeichen. Überdies bestätigte das Ergebnis einer MRT-Untersuchung, dass Ali Karan bis zum Start in die Wintervorbereitung pausieren muss.

Steinheims Trainer fordert den absoluten Willen

Der Trainer des SVG SteinheimJürgen Baier will im Vorfeld des Spiels bei Tabellennachbar Kickers Obertshausen nichts von einem Mittelfeldduell wissen: „Es geht ans Eingemachte, ab Platz sechs spielen alle Mannschaften gegen den Abstieg.“ Die 2:3-Niederlage in Bad Orb nach vorheriger 2:0-Führung wurmte den Ex-Profi. „Es geht jetzt auch um den Willen, Spiele unbedingt gewinnen zu wollen“, unterstreicht Baier.

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