Herkulesaufgabe: Felix Sticher (am Ball) und seine Teamkameraden der SG Marköbel reisen mit argen personellen Nöten am Sonntag nach Langen. Aber auch der Gegner kann nicht mit einer voll besetzten Bank prahlen. Archivfoto: TAP

Fußball

Gruppenliga: SG Marköbel hat weitere Ausfälle zu beklagen

Fußball. In der Gruppenliga Frankfurt Ost geht es Schlag auf Schlag. Durch die Niederlage von Tabellenführer SV Pars Neu-Isenburg bei der SG Rosenhöhe Offenbach ist die Spitzengruppe der Gruppenliga Frankfurt Ost näher zusammengerückt.

Von Frank Schneider

In der hinteren Tabellenhälfte haben mit der SG Marköbel, der SG Bruchköbel und Türk Gücü Hanau drei Hanauer Kreisvereine mit Siegen mächtig Boden gut gemacht.

Die SG Bruchköbel hat die jüngsten beiden Heimspiele gegen die Büdinger Kreisvertreter VfR Wenings und Sportfreunde Oberau jeweils knapp mit 2:1 gewonnen. „Knapp nur vom Ergebnis. Wir hätten beide Partien höher gewinnen können, wenn wir unsere Torchancen konsequenter ausgenutzt hätten“, meinte SGB-Trainer Albert Repp. Auch am Sonntag genießt sein derzeit ersatzgeschwächtes Team Heimrecht. Mit Germania Dörnigheim fühlt eines der gut gestarteten Teams im Kreisderby den Bruchköbelern auf den Zahn.

„Wir wollen dranbleiben und unsere Heimspiele gewinnen, wissen natürlich auch um die Offensivstärke des Gegners“, erklärt Repp. Dass einige Leistungsträger wie etwa Marius Lehr, Dorian Ahouandjinou, Michel Völke oder Felix Tugend seinem Team derzeit verletzungsbedingt nicht zur Verfügung stehen, schmeckt dem erfahrenen Übungsleiter nicht.

Personell nicht vollzählig

Auch Germania Dörnigheim kann personell nicht aus dem Vollen schöpfen. Die Maintaler haben einige Langzeitverletzte im Kader, darunter den vom Verbandsligisten SC 1960 Hanau verpflichteten Stürmer Ugur Erdogan. Immerhin kehrt der erfahrene Patrick Schreiber nach erfolgreich absolvierten Gehversuchen im B-Team ins Aufgebot des Aufsteigers zurück. Germania-Spielertrainer Hicham Abdessadki prognostiziert einen engen Spielausgang und verweist auf die Heimstärke der SGB. „Sie werden aus ihren beiden letzten Heimsiegen bestimmt einiges an Schwung mitnehmen“, glaubt Abdessadki. Nichtsdestotrotz werde sein Team auf Sieg spielen. „Einen Punkt wollen wir mindestens entführen“, erklärt der Mittelfeldspieler.

Nach dem wichtigen 3:2-Sieg gegen den FSV Bad Orb will Türk Gücü Hanau im neuerlichen Heimspiel gegen den VfR Wenings nachlegen und in der hinteren Tabellenhälfte weiteren Boden gutmachen. „Wir sind einfach froh, dass wir uns selbst mal wieder belohnt haben. Da wollen wir am Sonntag weitermachen“, erklärt Hanaus Spielertrainer Tim Müller, der als zweifacher Vorlagengeber maßgeblich am Heimsieg gegen die Kurstädter beteiligt war. Der Coach wähnt sein Team seit dem torlosen Remis gegen Oberndorf auf dem richtigen Weg, auch die neu zusammengestellte Viererkette mit Sascha Jakicevic als Abwehrchef funktioniere sehr gut.

„Im Zentrum werden wir langsam schnell und spielstark und die Außenspieler verrichten wahnsinnige Arbeit“, lobt Müller. Bei aller Euphorie warnt er aber auch vor dem VfR Wenings. „Uns erwartet ein sehr unangenehmer Gegner, aber in unserer aktuellen Form bleiben die Punkte in Hanau“, denkt Tim Müller.

Wiedergutmachung ist angesagt

Beim SVG Steinheim ist Wiedergutmachung für die jüngste 1:2-Niederlage beim VfR Wenings angesagt. „Das war eine blöde Niederlage, die uns überhaupt nicht ins Konzept gepasst hat“, sagt Steinheims Trainer Jürgen Baier. Gegen Schlusslicht Klein-Krotzenburg sieht er sein Team unter Zugzwang. „Wir müssen dreifach punkten, sonst rutschen wir selbst hinten rein“, rechnet Baier vor. Personell sind beim SVG alle Mann an Bord.

Bei der SG Marköbel ist das aktuell nicht so. Zwei Tage vor dem Spiel beim 1. FC Langen hatte Coach Wolfram Rohleder gerade mal elf verfügbare Erstmannschaftsspieler auf dem Zettel stehen. Dass jetzt mit dem in Wenings zwei Mal erfolgreichen Can Kayalar und Routinier Benjamin Marx noch zwei weitere Stammkräfte ausfallen, begeistert Rohleder nicht. „Ich denke, das geht momentan vielen Vereinen ähnlich. Durch die vielen Spiele ist die Belastung sehr hoch und dadurch auch das Verletzungsrisiko“, erklärt der SGM-Trainer. Das 3:0 in Wenings sei durch eine sehr gute Mannschaftsleistung zustande gekommen. Angesichts der Personallage ist eine solche auch in Langen erforderlich. „Wir wissen, dass wir dort vor einer Herkulesaufgabe stehen“, so Rohleder.

Die Gastgeber wollen zum Abschluss der zweiten englischen Woche nacheinander nochmals alle Kräfte mobilisieren. Nach der klaren 0:3-Niederlage gegen Obertshausen setzt Langens Sportchef Pedram Navidi auf den Charakter seiner Jungs und hofft auf eine Reaktion. Gegner Marköbel ist freilich nicht zu unterschätzen. „Sie sind der Liga-Dino. Wenn man irgendwo weiß, wie es in der Gruppenliga funktioniert, dann in Marköbel“, so Navidi. Von den zahlreichen angeschlagenen Spielern könnte am ehesten Martin Deuker in den Kader des FCL zurückkehren.

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