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Gruppenliga: Kurz-Doppelpack sorgt für Sieg über Niederrodenbach

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Fritz-Walter-Wetter beim Rodenbacher Abstiegs-Knaller: Oberrodenbachs Ole Geberbauer nutzt den rutschigen Rasen zu einer Grätsche. Statt des Balls erwischt er aber nur den Niederrodenbacher Karim Hinz. Foto: TAP
Fritz-Walter-Wetter beim Rodenbacher Abstiegs-Knaller: Oberrodenbachs Ole Geberbauer nutzt den rutschigen Rasen zu einer Grätsche. Statt des Balls erwischt er aber nur den Niederrodenbacher Karim Hinz. Foto: TAP

Fußball. Eintracht Oberrodenbach hat seine Vormachtstellung im Ort behauptet und auch das Rückspiel gegen Germania Niederrodenbach gewonnen. Im Kampf um den Klassenerhalt der Gruppenliga Frankfurt Ost waren das drei wichtige Zähler für die Eintracht, während es für die Germania immer enger wird.

Von Frank Schneider

Der JSK Rodgau und Germania Großkrotzenburg haben im Meisterkampf Siege ein, der diesmal spielfreie Verfolger Türk Gücü Hanau hoffte vergeblich auf Ausrutscher. Spitzenreiter Rodgau hielt den zuletzt starken VfR Wenings mit 3:1 in Schach, mit dem gleichen Ergebnis siegte Germania Großkrotzenburg bei der SG Marköbel.Der Tabellenvierte SG Bruchköbel gab beim 0:1 in Klein-Krotzenburg die Punkte ab und auch der SVG Steinheim verlor bei einem Kellerkind – 1:2 bei der SG Altenhaßlau/Eidengesäß.

Die fußballerische Nummer eins

Eintracht Oberrodenbach – Germania Niederrodenbach 3:2 (1:0): Die fußballerische Nummer eins in Rodenbach heißt derzeit Eintracht Oberrodenbach. Die Truppe der beiden Trainer Andreas und Thomas Jäger gewann auch das zweite Gruppenliga-Derby der Saison gegen Germania Niederrodenbach und hat nach dem knappen 3:2-Erfolg im Gegensatz zum Gegner beste Chancen auf den Klassenerhalt.

Während die Germania mit 23 Punkten auf dem vorletzten Platz kleben bleibt, schraubte die Eintracht ihr Punktekonto auf 29 Zähler hoch und nimmt vier Spieltage vor Schluss einen Nichtabstiegsplatz ein. Es war das erwartet knappe und umkämpfte Match vor knapp 300 Zuschauern. „Wir hatten eigentlich mit ein paar mehr Besuchern gerechnet, doch kurz vor dem Spiel kam ein heftiger Regenschauer runter“, berichtete Oberrodenbachs Vorsitzender Helmut Reinert.

Der 1:0 Halbzeitstand kam durch einen Treffer von Rodeny Kurz zustande. Der Eintracht-Torjäger nahm in der 36. Minute den Ball nach einem weiten Pass von Faruk Samur auf und schob die Kugel sicher ein.

Gute Chancen nach der Pause

In Hälfte zwei gab die Germania den Takt vor und zu guten Chancen. Das 1:1 von Marcel Fuchs nach guter Einzelleistung (55.) war demnach folgerichtig. Wenig später hätte Dejan Gesch die Breideband-Elf sogar in Führung bringen können. Der nächste Jubel brandete aber wieder im Lager der Oberrodenbacher auf. Wieder setzte Samur Kurz gut in Szene. Diesmal schob der Stürmer zum mitgelaufenen Ronny Barthelmie rüber, der schließlich zum 2:1 vollendete (66.).

Mit feiner Schusstechnik zirkelte Dejan Gesch in der 72. Minute den Ball aus 20 Metern zum erneuten Ausgleich in den Winkel. Kurz zuvor hatte der Niederrodenbacher Karim Hinz bereits das 2:2 aus dem Fuß.

Zum Derbyhelden avancierte jedoch Kurz, da er mit seinem zweiten Treffer in der 82. Minute das umjubelte 3:2 erzielte. Kurz fiel nach einem Schuss von Adrian Gütermann und der anschließenden Abwehr von Niederrodenbachs Torwart Julian Scharlau der Ball genau vor die Füße.

"Es ging sehr fair zu"

„Beide Mannschaften haben sich nichts geschenkt. Sportlich ging es trotzdem sehr fair zu, was auch an der sehr guten Schiedsrichterin gelegen hat“, meinte Oberrodenbachs Trainer Andreas Jäger, der mit seinem 3:2-Ergebnistipp im Vorfeld goldrichtig lag. Jäger freute sich über das effektive Ausnutzen der Torchancen, ließ aber auch nicht unerwähnt, dass die Gäste das ein oder andere Mal Pech im Abschluss hatten.

„Das Hinspiel hat Oberrodenbach gewonnen, das Rückspiel haben wir verloren. Deshalb tut diese Niederlage besonders weh. Wir waren die fußballerisch bessere Mannschaft mit der deutlichen Mehrzahl an klaren Chancen“, stöhnte Germania-Trainer Jochen Breideband. Angesichts der immer bedrohlicher werdenden Tabellensituation schmerzte das Ergebnis im Prestigeduell doppelt. „Hinten machen wir leichte und gravierende Fehler, vorne nutzen wir unsere Möglichkeiten nicht konsequent genug. Diese Konsequenz hatte Oberrodenbach.

Unsere Einstellung hat gestimmt, das Ergebnis nicht. Als Trainer muss ich mich natürlich hinterfragen, warum sich unsere Fehlermuster ständig wiederholen“, sprach Niederrodenbachs Trainer nach der bitteren Derbyniederlage Klartext.

Oberrodenbach: Philipp – Müller (73. Kolodziej), Robok, Geberbauer (85. Kotyza), Samur, Steier, Schilling, De Carvalho, Gütermann, Barthelmie, Kurz (89. Kraut)Niederrodenbach: Scharlau – Wissenbach (81. Protzmann), Gepel, Goldmann, Gesch, Bach, Hinz (80. S. Bekirov), Klimas, Akcay (70. Kröhl), Fuchs, Bulut.Tore: 1:0 Kurz (35.), 1:1 Fuchs (54.), 2:1 Barthelmie (66.), 2:2 Gesch (72.), 3:2 Kurz (82.) – Schiedsrichterin: Stadler (Fulda) – Zuschauer: 290 – Beste Spieler: geschlossene Mannschaftsleistungen

Zunächst ausgeglichener Beginn

SG Marköbel – Germania Großkrotzenburg 1:3 (0:1): Nach ausgeglichenem Beginn lag die Kugel gleich nach der ersten Torannäherung im Netz. Gästespieler Tim Franz, der beste Spieler auf dem Feld, war mit einem Flachschuss erfolgreich (13.). Marköbel agierter mit einer defensiven Ausrichtung hatte durch Außenverteidiger Johannes Maisch seine beiden besten Chancen im ersten Abschnitt. Auch in der 65. Minute trat Maisch in Aktion, doch Gästeschlussmann Jens Schlund kratzte dessen Kopfball von der Linie. Drei Minuten später erhöhte Dennis Kalb aus kurzer Distanz – was die Vorentscheidung bedeutete.

Tim Franz verwandelte in der 75. Minute einen von Michel Völke an Daniel Erbe verursachten Strafstoß zum 0:3. Der SGM gelang durch den eingewechselten Manuel Gibaja-Lofink zumindest noch der Ehrentreffer. „Es war ein verdienter Sieg für Germania Großkrotzenburg, der allerdings um ein Tor zu hoch ausgefallen ist“, meinte SGM-Sprecher Adolf Möller.

Marköbel: Sticher – Naumann (65. Kayalar), Maisch (70. Schabet), Außenhof, Vetchel, Kuhl, M. Völke, N. Gibaja-Lofink, Meinzer, Gerken (80. M. Gibaja-Lofink), KargesGroßkrotzenburg: Schlund – Scholz, Blam, Becker, Maicher, Franz (90.+2 Hosemann), M. Filbrich, Nolde, Kalb (80. Hertzke), Schörner, Erbe (84. Woitynek)Tore: 0:1 Franz (13.), 0:2 Kalb (68.), 0:3 Franz (75./FE), 1:3 M. Gibaja-Lofink (85.) – Schiedsrichter: Koc (Schlüchtern) – Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Karte für Großkrotzenburgs Schörner (86.) – Zuschauer: 120 – Beste Spieler: Vetchel, Außenhof, Karges / Schlund, Franz

Ein Foulelfmeter entscheidet

Germania Klein-Krotzenburg – SG Bruchköbel 1:0 (1:0): Ein von Filippo Serra in der 18. Minute verwandelter Foulelfmeter entschied ein über weite Strecken ausgeglichenes Spiel. Dorian Ahouandjinou sah als Verursacher des Strafstoßes die Gelbe Karte. In der 26. Minute leistete sich der Bruchköbeler Leistungsträger ein taktisches Foul, womit die Partie für ihn beendet war. Trotz Überzahl waren die Gastgeber in erster Linie um die Absicherung des eigenen Tores bemüht.

Die SGB spielte gut mit, lief aber in einige Konter, die jedoch von Seiten der Germania-Akteure teilweise fahrlässig vergeben wurden. Auch in der zweiten Hälfte waren die Ausgleichsbemühungen der Gäste nicht von Erfolg gekrönt. Die Truppe von Coach Wolfgang Kaufmann brachte den knappen Vorsprung über die Zeit und buchte drei immens wichtige Punkte im Abstiegskampf ein.

Bruchköbel: Dauth – Barcik, Dickerhoff, Fleischer, Rohner, Ahouandjinou, Lehr, Nacci (39. Özkan), Tugend, Arslan (56. Grujicic), Kühn – Tor: 1:0 Serra (18./FE) – Schiedsrichter: Haase (Frankfurt) – Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Karte für Ahouandjinou (26.) – Zuschauer: 160 – Beste Spieler: Schuschkleb, T. Kaufmann / Kühn, Dauth

Schwach agierende Gäste

SG Altenhaßlau/Eidengesäß – SVG Steinheim 2:1 (1:1): Gegen schwach agierende Gäste ergriff das Schlusslicht den letzten Strohhalm im Kampf um den Klassenerhalt. Auf Seiten der Gäste war Sportchef Bernd Hartmann restlos bedient. „Eigentlich habe ich gedacht, dass es für uns nicht noch schlimmer kommen kann, doch das war Not gegen Elend. Hoffentlich ist die Saison bald vorbei.“

Dabei hatte es gut für Steinheim begonnen: Nach schnellem Angriff über Außen erzielte Payam Khederzadeh bereits nach drei Minuten das 0:1. Die Hausherren gaben nicht auf glichen in der 38. Minute nach einem Konter zum 1:1 aus. Torschütze war Christoph Geiger. Er war es auch, der in der 66. Minute nach einer Kopfballverlängerung freistehend am langen Posten die Kugel zum 2:1 über die Linie drückte.

Beim SVG hatte der 60-jährige Coach Jürgen Baier mit dem Trikot mit der Nummer 30 auf der Bank Platz genommen. Von einer Selbst-Einwechslung sah der Ex-Profi ab. „Jürgen wollte sich angesichts unserer schwachen Leistung nicht blamieren“, meinte Hartmann.

Steinheim: D. Hartmann – Fischer, Emge, Brighache, Camara, Arnold, Khederzadeh, Krikser, Bacher, J. Hartmann (75. Breitgraf), Hauschild (75. Reifenberger) – Tore: 0:1 Khederzadeh (3.), 1:1 und 2:1 C. Geiger (38./66.) – Schiedsrichter: Wiesner (Frankfurt) – Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rote Karten für die Steinheimer Arnold und Emge (75./89.) – Zuschauer: 50 – Beste Spieler: C. Geiger / –

SG Nieder-Roden – VfB Oberndorf 2:2 (0:0):Tore: 1:0 Jäger (50.), 1:1 Thomas (75./FE), 2:1 Friedrichs (90.), 2:2 Helmchen (90.+3) – Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Karte für Nieder-Rodens Gensemüller (87.), Zuschauer: 150

JSK Rodgau – VfR Wenings 3:1 (1:1):Tore: 0:1 Ionescu (3.), 1:1 Neteoui-Flores (25.), 2:1und 3:1 Freitag (76./86.) – Zuschauer: 70

Kickers Obertshausen – SV Pars Neu-Isenburg 3:1(1:0):Tore: 1:0 Bott (26.), 2:0 Cwielong (47.), 2:1 El Makrini (80.), 3:1 Goldammer (83.) – Besonderes Vorkommnis: Rote Karte für den Neu-Isenburger Sahinler (75.) – Zuschauer: 110.

FC Dietzenbach – SG Rosenhöhe Offenbach 3:4 (0:2):Tore: 0:1 Fakic (14.), 0:2 Fazio (43.), 0:3 und 0:4 Fakic (54./74.), 1:4 und 2:4 Hammad (87., FE/89.), 3:4 Amallah (90.+4) – Besondere Vorkommnisse: Rote Karte für Dietzenbach Sinan Yasin (65.). Gelb-Rote Karte für Dietzenbach El Aadmi (80.) – Zuschauer: 70

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