Das Jahr begann für Germania Dörnigheim mit dem Gewinn des Hallenmasters, es folgten die Kreisoberliga-Meisterschaft und eine starke Hinserie in der Gruppenliga. Archivfoto: TAP

Fußball

Gruppenliga: Krönt die Germania Dörnigheim ihr Traumjahr?

Fußball. Für Germania Dörnigheim endet am Sonntag ein überaus erfolgreiches Fußballjahr. Beginnend mit dem Gewinn des Hanauer Hallenmasters, über den souveränen Meistertitel in der Kreisoberliga Hanau, fegten die Maintaler mit ihren Offensivqualitäten auch durch die Gruppenliga.

Von Frank Schneider

Theoretisch könnte die Elf von Spielertrainer Hicham Abdessadki sogar als Spitzenreiter überwintern. Aber nur, wenn der aktuelle Ligaprimus SV Pars Neu-Isenburg im Heimspiel gegen Türk Gücü Hanau patzt und die Germania ihr alles andere als einfaches Auswärtsspiel beim FC Bayern Alzenau II siegreich gestaltet.

DörnigheimsSportlicher Leiter Jochen Kostiris hat Respekt vor der anstehenden Aufgabe bei der auf Rang sechs vorgerückten Zweivertretung des Regionalligisten. „Wir treffen auf eine junge und taktisch sehr gut geschulte Mannschaft, wollen dort aber wenigstens einen Punkt mitnehmen“, so Kostiris. Auf den erfahrenen Abwehrrecken Gerrit Friedel muss die Germania aus privaten Gründen verzichten. Auf Platz eins schielt Kostiris derweil nicht. „Wir wollen unsere Hausaufgaben machen und schauen nicht auf andere“, sagt der Sportliche Leiter.

Türk Gücü selbstbewusst gegen Spitzenreiter

Für den Spielertrainer von Türk Gücü Hanau, Tim Müller, ist der von vielen prognostizierte Heimsieg des SV Pars gegen sein Team keineswegs klar. Vielmehr wähnt er beide Teams aktuell auf Augenhöhe. „Wir sind ebenso wie Pars seit vier Spielen ungeschlagen und genauso wie unser Gegner spielerisch stark.“ Wie im Hinspiel (2:4) rechnet Müller mit einer engen und attraktiven Partie.

„Damals war Pars einfach etwas abgezockter. Wenn wir unsere Chancen effektiv nutzen, dann ist am Samstag etwas drin“, blickt der Türk-Gücü-Coach der Auswärtsfahrt optimistisch entgegen. Djahfar Nuri (Urlaub) und Müller selbst (Knieverletzung) werden nicht auf dem Spielberichtsbogen auftauchen, hinter dem Einsatz von Sascha Jakicevic steht ein dickes Fragezeichen. Ahmet Dilki kehrt kehrt dagegen ins Aufgebot der Hanauer zurück.

Bruchköbel gegen formstarke SG Rosenhöhe

Die SG Bruchköbel setzte mit einem 5:0-Sieg gegen Langen ein Ausrufezeichen im Abstiegskampf. „Der Trend ist bei uns absolut positiv“, stellt Neu-Trainer Claus Schäfer fest. Um weiter Boden gutzumachen und vielleicht vor Weihnachten die Abstiegsränge zu verlassen, muss nun gegen die SG Rosenhöhe Offenbach ein weiterer Heimsieg her. Eine Herkulesaufgabe, schließlich zählt der Tabellendritte derzeit zu den formstärksten Teams in der Gruppenliga. „Wir wollen im letzten Spiel des Jahres nochmal alles mobilisieren und die Kräfte bündeln“, spekuliert Schäfer zumindest auf einen Teilerfolg.

Das Selbstvertrauen im Lager der SGB ist spürbar gestiegen. „Unsere Gegner zuletzt waren auch keine Laufkundschaft“, macht der Übungsleiter seinem Team Mut. Rico Fleischer und Fatih Özkan sind angeschlagen, ihre Einsätze demnach fraglich.

SVG im ersten Spiel nach der Ära Baier

Beim SVG Steinheim schlüpft der Sportliche Leiter Bernd Hartmann nach der Trennung von Coach Jürgen Baier für ein Spiel in die Rolle des Interimscoachs. In der Partie beim 1. FC Langen geht es um wichtige Punkte – für beide Mannschaften. Langen rutschte in den vergangenen Wochen in die Abstiegszone ab, ein ähnliches Schicksal wollen die Steinheimer vermeiden.

„Wir sind nicht blauäugig und wissen, was in dieser Liga alles passieren kann. Für mich ist das aktuell schon Abstiegskampf“, sagt Hartmann, dessen Team auf dem neunten Tabellenplatz steht. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang beträgt nur drei Punkte. „Wir wollen in Langen zumindest nicht verlieren“, nennt Hartmann sein Minimalziel. Personell kann der SVG aus dem Vollen schöpfen. In Sachen Trainersuche befinden sich die Steinheimer derweil auf der Zielgeraden. Schon für Anfang kommender Woche stellt Hartmann die Vorstellung des künftigen Übungsleiters in Aussicht.

SGM schleppt sich in die Winterpause

Die SG Marköbelwurde zuletzt bei der SG Rosenhöhe Offenbach etwas unter Wert geschlagen. Erst in der Endphase knickten die Hammersbacher ein und kassierten sämtliche Gegentreffer, die zur 0:4-Niederlage führten.

„Wir schleppen derzeit zu viele verletzte Spieler mit uns herum. Das rächt sich irgendwann“, liefert Spielausschuss-Chef Manfred Eckhardt eine Erklärung für den Kräfteverschleiß. Trotz der vielen Ausfälle sollen im Match bei der SG Nieder-Roden nochmals alle Kräfte mobilisiert werden. „Ein Sieg würde uns gut zu Gesicht stehen“, sagt Eckhardt mit Blick auf die Tabelle. Durch die Erfolge einiger Kellerkinder sind die Abstände auf die gefährdeten Plätze nur noch gering.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema