Der Megapark wartet auf Spieler und Verantwortliche des FC Germania Großkrotzenburg. Der Plan des Tabellenführers für das Wochenende sieht erst den Gewinn der Meisterschaft und dann den Trip nach Mallorca vor. Symbolfoto: pixabay

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Gruppenliga: Großkrotzenburg will als Meister nach Malle reisen

Fußball. Der FC Germania Großkrotzenburg kann am letzten Spieltag der Gruppenliga Frankfurt Ost mit einem Punktgewinn bei Türk Gücü Hanau die Meisterschaft und den damit verbundenen Direktaufstieg in die Verbandsliga Süd perfekt machen.

Von Frank Schneider

Der Flieger an den Ballermann hebt am Sonntagmorgen um 6.50 Uhr ab – auch wenn es für die Germanen nur zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde reicht. Denn der JSK Rodgau liegt auf Platz zwei in Lauerstellung. Den SV Pars Neu-Isenburg schlagen und auf einen Ausrutscher von Großkrotzenburg hoffen, lautet der Plan der Rodgauer.

Spannung im Abstiegskampf

Spannung bietet der Abstiegskampf. Das Quartett VfR Wenings, Eintracht Oberrodenbach, Kickers Obertshausen und Germania Klein-Krotzenburg bangt noch um den Klassenerhalt. Gesucht wird der vierte Absteiger nach der SG Altenhaßlau/Eidengesäß, dem FC Dietzenbach und Germania Niederrodenbach.

Mit einem Heimsieg könnte Türk Gücü Hanau die Titelträume des FC Germania Großkrotzenburg platzen lassen. Spielertrainer Tim Müller meldet Zweifel an. „Ob wir das Zünglein an der Waage sein können, bleibt abzuwarten. Aufgrund von Verletzungen und der Fastenzeit im Ramadan wird wohl nur eine Not-Elf spielen.“ Den Gästen würde ein Unentschieden zum Titel reichen, sofern der JSK Rodgau den SV Pars nicht mit 13 Treffern Differenz schlägt.

Die Germania kann im letzten Spiel unter der Regie von Trainer Matthias Filbrich personell aus dem Vollen schöpfen. „Wir fahren mit vollem Respekt nach Hanau“, erzählt der Coach. Einige Spieler im Kader von Türk Gücü kennt Filbrich noch als Jugendspieler von Kickers Offenbach und aus gemeinsamen Senioren-Zeiten bei den Eintracht-Sportfreunden Windecken.

Optimismus des Trainers

„Logisch wird unser Gegner alles versuchen, doch ich bin optimistisch, da meine Jungs total heiß sind, die Saison als Meister abzuschließen.“ Unabhängig davon, ob die Meisterschaft begossen werden kann, geht am Sonntag um 6.50 Uhr der Flieger nach Mallorca. Insgesamt 28 Personen haben den Drei-Tages-Trip gebucht, gewiss ein Beleg für den großen Zusammenhalt.

Ein Punkt reicht Eintracht Oberrodenbach im Heimspiel gegen Oberndorf zum Klassenerhalt. Eine auf den ersten Blick gute Ausgangslage, die jedoch gefährlich ist. „Da es insbesondere am letzten Spieltag einer Gruppenliga-Saison in den vergangenen Jahren zu kuriosen Ergebnissen gekommen ist und ich auch dieses Jahr davon ausgehe, dass dies wieder der Fall sein wird, tun wir gut daran, nur nach uns zu schauen und unsere Hausaufgaben zu erledigen“, sagt Eintracht-Trainer Andreas Jäger und hofft zugleich auf Fairplay auf den übrigen Plätzen.

„Leider haben wir mit Oberndorf den wohl schwersten Gegner aller Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt“, meint Jäger beim Blick auf die Paarungen des letzten Spieltags. Fraglich ist, ob Maximilian Hüttel und Sascha Eckhardt wieder mitwirken können. Alexander Blocher (beruflich verhindert) und Dominik Lötschert (verletzt) fallen aus.

Liebäugeln auf Rang sechs

DieSG Marköbeltritt bei den noch gefährdeten Kickers aus Obertshausen an und Trainer Wolfram Rohleder liebäugelt mit dem Sprung auf den sechsten Platz. „Das wäre nach den vergangenen Jahren im Abstiegskampf eine tolle Platzierung.“ Allerdings könnte es für die Hammersbacher auch von Rang sieben auf neun runtergehen. „Wir werden nichts herschenken und ziehen unser Programm durch“, betont der Trainer. Niklas Oppermann verletzte sich im Training und wird das letzte Saisonspiel verpassen.

Die SG Bruchköbel will sich gegen den VfR Wenings Rang drei sichern, trifft jedoch auf einen formstarken Gegner, der in den vergangenen Wochen fleißig für das Ziel Klassenerhalt punktete. „Wir wollen das letzte Heimspiel gewinnen. Es soll uns keiner nachsagen können, dass wir die Sache zu lasch angegangen sind“, erklärt SGB-Trainer Albert Repp.

Verletzungen plagen

Marius Dickerhoff zog sich beim 2:1-Halbfinalsieg im Kreispokal in Kesselstadt einen Muskelfaserriss zu und wird sowohl das letzte Punktspiel als auch das Pokalfinale gegen den SC 1960 Hanau verpassen. Auch die angeschlagenen Felix Tugend und Maximilian Walter sind für Samstag kein Thema. Die Planungen für die kommende Saison sind bei der SGB so gut wie abgeschlossen. Gesucht wird noch ein junger Torwart als Backup für Yannik Dauth.

Germania Niederrodenbachverabschiedet sich mit einem Auswärtsspiel bei Germania Klein-Krotzenburg aus der Liga. Der Tabellennachbar hofft noch auf den Ligaverbleib. „Wir wollen die Saison nicht einfach austrudeln lassen, aber das haben wir ja auch am vergangenen Spieltag schon gezeigt“, hofft Niederrodenbachs Trainer Jochen Breideband hofft, dass seine Truppe an die gute Leistung beim 6:0-Erfolg über die SG Altenhaßlau anknüpfen kann.

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