Sichere Beute: Jens Schlund hat mit Germania Großkrotzenburg im Rennen um die Meisterschaft eine tolle Ausgangsposition. Spielt der Torhüter zu Null, wäre das die halbe Miete zu drei Punkten gegen Oberrodenbach. Archivfoto: TAP

Region Hanau

Gruppenliga: Großkrotzenburg trifft auf Oberrodenbach

Fußball. Am vorletzten Spieltag der Gruppenliga Frankfurt Ost können sowohl in Sachen Meisterschaft als auch im Abstiegskampf Entscheidungen fallen.

Gewinnt Germania Großkrotzenburg sein Heimspiel gegen Eintracht Oberrodenbach und der JSK Rodgau gleichzeitig nicht auf der Rosenhöhe in Offenbach, wäre das Titelrennen zugunsten der Germania entschieden.

Im Tabellenkeller benötigen der FC Dietzenbach (in Oberndorf) und Germania Niederrodenbach (gegen Altenhaßlau/Eidengesäß) Siege, um nicht als Absteiger festzustehen. Dies könnte freilich trotzdem passieren, sofern die Mitkonkurrenten VfR Wenings (gegen Steinheim) und Kickers Obertshausen (bei der SG Nieder-Roden) ihre Spiele siegreich gestalten.

Kein Selbstläufer

Zwei Siege fehlen Germania Großkrotzenburg noch zum großen Triumph. „Ich würde der Mannschaft den Aufstieg wünschen, denn sie hat eine starke Saison gespielt“, sagt Trainer Matthias Filbrich.

Gegen Oberrodenbach geht er keineswegs von einem Selbstläufer aus. „Sie werden alles reinhauen, um nicht am letzten Spieltag noch zittern zu müssen“, denkt Filbrich. In der Offensive muss der Coach erneut umstellen. Stürmer Daniel Erbe zog sich beim 3:2-Sieg in Dietzenbach eine Schulterverletzung zu. Julien Nolde, Philipp Hertzke und Dennis Arnold sind dagegen wieder mit von der Partie, auch Robin Prey rutscht ins Aufgebot.

Hüttel und Eckhardt fehlen

Eintracht Oberrodenbach fehlt noch ein Punkt zur sicheren Rettung. Die beiden Trainer Thomas und Andreas Jäger würden diesen Zähler liebend gerne schon am Sonntag im Oberwaldstadion einheimsen, wissen jedoch um die Schwere der Aufgabe. „Klar ist das ein schwieriges Spiel, doch die ganze Saison war für ins schwierig.

Gut ist, dass wir alles in der eigenen Hand haben. Auf andere verlassen wollen wir uns nicht, denn es soll ja in der Gruppenliga schon mal vorgekommen sein, dass es an den letzten Spieltagen komische Ergebnisse gab“, sagt Andreas Jäger. Personell ändert sich nichts, Maximilian Hüttel und Sascha Eckhardt fehlen weiterhin.

Für Türk Gücü Hanau geht es nur noch um das Verteidigen des dritten Platzes. „Wir wollen unseren dritten Platz gerne halten, um eine sehr gute Saison nicht schlechter darzustellen“, sagt Spielertrainer Tim Müller vor dem Spiel beim SV Pars Neu-Isenburg. Dominik König wird vermutlich ausfallen, dafür steht Neuzugang Ahmet Dilki (kam von Viktoria Kahl) vor seinem Debüt.

Ärgerlicher Ausgleichstreffer

Der SVG Steinheim ist letztmals in dieser Saison im Einsatz, am letzten Spieltag hat die Elf von Coach Jürgen Baier frei. Grund genug, eine schlussendlich ergebnistechnisch verkorkste Rückrunde mit einem guten Auftritt in Wenings versöhnlich abzuschließen. „Wir haben uns ja schon um 50 Prozent gesteigert“, war Baier mit der Leistung gegen Bruchköbel nicht unzufrieden.

Dass kurz vor Schluss noch der 2:2-Ausgleich fiel, ärgerte den Ex-Profi aber doch. Gerne würden die Steinheimer dem am Wochenende spielfreien Nachbarverein Germania Klein-Krotzenburg Schützenhilfe leisten. „Wir werden nichts herschenken“, verspricht Baier.

Schaffen Germania den Klassenerhalt?

Germania Niederrodenbach möchte in seinem letzten Heimspiel einen Sieg gegen Schlusslicht SG Altenhaßlau/Eidengesäß landen. Vermutlich werden die Zuschauer in der kommenden Saison im Waldstadion wieder Kreisoberligafußball sehen, denn selbst im Falle eines Sieges gegen die Linsengerichte könnte das Team von Trainer Jochen Breideband vor dem letzten Spieltag als Absteiger feststehen.

Noch bestehen rechnerische Chancen auf den Klassenerhalt, doch diese sind minimal. Die Germania bräuchte aus den verbleibenden zwei Partien sechs Punkte und dazu noch reichlich Schützenhilfe anderer Vereine. Schon ein Punktgewinn des VfR Wenings im Heimspiel gegen Steinheim würde den Abstieg der Niederrodenbacher besiegeln. „Wir wollen uns mit zwei Siegen verabschieden“, sagt Breideband, ohne dabei das Wort Klassenerhalt in den Mund nehmen zu wollen.

Kreisderby in Marköbel

Die SG Marköbel möchte eine gute Saison mit einem Derbysieg über die SG Bruchköbel krönen. „Ich bin kann dem Spiel aufgrund der vorhandenen Konstellation nichts Besonderes abgewinnen. Das ist für mich eine Partie wie jeder andere“, macht sich bei SGM-Trainer Wolfram Rohleder keine rechte Derbystimmung breit. Sein Team tritt mit unverändertem Kader an.

Hinsichtlich der neuen Saison stehen die Zugänge der Offensivspieler Marvin Schneider (SV Phönix Düdelsheim), Marco Kolev (Kewa Wachenbuchen) und Yasir Bashir (SC Dortelweil) fest. Fabian Domke wird die Hammersbacher in Richtung des Hanauer Kreisoberligisten Spvgg. Roßdorf verlassen.Die SG Bruchköbel schielt noch auf den dritten Tabellenplatz.

Auch aufgrund des bevorstehenden Pokalhalbfinales beim VfR Kesselstadt sieht Coach Albert Repp keinerlei Veranlassung, die Zügel auch nur annähernd schleifen zu lassen. Schonen wird er in Marköbel indes den angeschlagenen Taktgeber Dorian Ahouandjinou. Da Marius Lehr privat verhindert sind und auch Felix Tugend und Maximilian Walter aufgrund von Verletzungen fehlen werden, ist die Personalauswahl im ohnehin dünnen Kader der SGB ein wenig eingeengt. fs

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