Nix zu halten für Germania-Keeper Onur Kayayurt. Bei der 0:4-Niederlage gegen die SG Nieder-Roden musste der Schlussmann den Ball gleich vier Mal aus dem Netz holen. Hier schiebt Nieder-Rodens Pascal Schwäbe zum 0:2 aus Germania-Sicht ein. Foto: Adrian

Region Hanau

Gruppenliga: Großkrotzenburg setzt sich an der Spitze ab

Fußball. Germania Großkrotzenburg bleibt in der Gruppenliga Frankfurt Ost das Maß der Dinge. Mit dem siebten Liga-Sieg in Folge, einem verdienten 2:1 beim SV Pars Neu-Isenburg, setzte sich die Filbrich-Elf an der Spitze sogar ein wenig ab.

Von Frank Schneider

Türk Gücü Hanau ist zwei Zähler hintendran, da bei der SG Altenhaßlau/Eidengesäß nur ein 1:1 gelang. Starker Dritter ist die SG Nieder-Roden (4:0 in Niederrodenbach). Die SG Bruchköbel schob sich mit einem 2:0 gegen den JSK Rodgau am Gegner vorbei und nimmt nun Rang vier ein. In Lauerstellung befindet sich mittlerweile der SVG Steinheim, der beim 5:1 gegen den FC Dietzenbach nur wenig Mühe hatte. Eintracht Oberrodenbach scheint derweil in der Liga angekommen zu sein.

Trotz eines 0:2-Rückstands feierte der Aufsteiger noch einen 3:2-Sieg bei Germania Klein-Krotzenburg und sieht in der Tabelle nach dem zweiten Sieg in Folge etwas Land. Nachbar Germania Niederrodenbach wartet dagegen weiter auf den ersten Saisonsieg und bleibt Tabellenletzter.

Germania Niederrodenbach – SG Nieder-Roden 0:4 (0:2):Die Germania begann druckvoll und hatte schon nach vier Minuten durch einen Freistoß von Dejan Gesch die erste Chance. Während die Gastgeber aus ihrer anfänglichen Überlegenheit kein Kapital schlagen konnten, schlug Nieder-Roden in seiner ersten stärkeren Phase zwei Mal eiskalt zu. Ex-Profi Mirnes Mesic bereitete die beiden SG-Treffer von Janis Wagner (27.) und Pascal Schwäbe (35.) jeweils mustergültig vor. Die zwei Treffer gaben dem Team von Coach Roland Gerhardt Sicherheit.

Nieder-Roden kontrollierte nun die zwischendurch recht zerfahren gewesene Partie. In der 56. Minute verpasste die Germania den Anschlusstreffer, als die Kugel nach einem Kopfball von David Klimas an den Pfosten klatschte.Nach gut einer Stunde jubelten dann die Gäste aus Rodgau das dritte Mal und sorgten damit für die Vorentscheidung. Frank Egerer setzte Mirnes Mesic ein, der bediente den einlaufenden Janis Wagner sah, der wiederum die Kugel aus vollem Lauf direkt unter die Latte hämmerte – ein tolles Tor.

Nach drei Vorlagen durfte Mesic das vierte Tor dann endlich selbst erzielen. In der 86. Minute vollendete er nach einer Hereingabe des zuvor eingewechselten Benedict Ring. Die Gastgeber waren keine vier Tore schlechter, vor dem gegnerischen Tor jedoch viel zu ungefährlich. Die SG Nieder-Roden trat einmal mehr sehr effektiv aus und beißt sich mit drei weiteren Punkten in der Spitzengruppe der Gruppenliga fest.

Niederrodenbach:Kayayurt – Wissenbach, Klimas, Wenisch (63. Shurlliqi), Krämer, Medaghri, S. Bekirov (63. Lovrencic), Bach, Gesch (47. Giuliana), Goldmann, FuchsTore: 0:1 Wagner (27.), 0:2 Schwäbe (35.), 0:3 Wagner (59.), 0:4 Mesic (85.) - Schiedsrichter: Heckener (Welkers) – Zuschauer:130 –Beste Spieler:Wissenbach, Klimas / Mesic, Egerer, Wagner

Germania Klein-Krotzenburg – Eintracht Oberrodenbach 2:3 (2:1): Nach einer frühen 2:0-Führung sah Klein-Krotzenburg schon wie der sichere Sieger aus. „Wir hätten das Spiel in der ersten Halbzeit entscheiden können“, meinte Germania-Vorsitzender Roger Weih und erinnerte sich an weitere gute Möglichkeiten direkt nach dem 1:0 von Filippo Serra (9., gute Einzelleistung) und dem 2:0 (10., Lucas Eckert nach schöner Kombination).

Wie aus Nichts fiel in der 21. Minute durch einen 20-Meter-Flachschuss von Rodney Kurz das 2:1 und plötzlich war die Eintracht im Spiel. Als Kurz wenige Minuten nach Wiederbeginn eine Kontersituation zum 2:2 nutzte, war die Partie endgültig offen und ausgeglichen. Zehn Minuten vor dem Abpfiff köpfte Maximilian Hüttel im Anschluss an einen Eckball zum 2:3 ein. Die Gäste freuten sich über den zweiten Sieg in Folge und die ersten Auswärtspunkte ihrer Gruppenliga-Historie. Laut Roger Weih war der Sieg der Gäste nicht unverdient, obgleich ein Remis auch ein gerechtes Resultat gewesen wäre.

Oberrodenbach: Arndt – Robok, Schilling, Kolodziej (54. Müller), Blocher, Eckhardt, De Carvalho (76. Hartmann), Barthelmie (57. Hüttel), Gütermann, Lötschert, KurzTore: 1:0 Serra (9.), 2:0 Eckert (10.), 2:1 und 2:2 Kurz (23./49), 2:3 Hüttel (81.) – Schiedsrichter: Roos (Echzell) – Zuschauer:140 – Beste Spieler: Tomic, Kaufmann / Kurz, Lötschert

SV Pars Neu-Isenburg – Germania Großkrotzenburg 1:2 (0:1): Spitzenreiter Germania Großkrotzenburg spielte eine sehr starke erste Hälfte. In der 19. Minute war die Filbrich-Elf noch im Pech, als Robin Prey nur die Unterkante der Latte traf. Drei Minuten später war es aber soweit: Connor Storm nahm einen Flankenball gut an, setzte sich durch und vollendete zum 0:1.

Nach ähnlichem Strickmuster fiel in der zweiten Hälfte das 0:2 – wieder war Storm der Torschütze. Tim Franz hätte wenig später nach Vorarbeit von Robin Prey alles klar machen können. Nach dem 1:2 durch Gökhan Öztas wurde es plötzlich wieder spannend. Pars rannte weiter an und bekam in der Nachspielzeit einen Foulelfmeter zugesprochen. Ahmet Sahinler ließ diese Ausgleichsmöglichkeit aus und so stand der Aufsteiger am Ende mit leeren Händen da. „Wir haben zurzeit etwas wie die Seuche, allerdings war Germania Großkrotzenburg auch der stärkste Gegner gegen den wir bislang gespielt haben“, meinte Pars-Trainer Sasan Tabib.

Großkrotzenburg: Schlund – Hein, Blam, Meub, Arnold, Althaus (65. Hertzke), Maicher, Prey, Nolde, Franz, Storm (80. Schörner).Tore: 0:1 und 0:2 Storm (22./73.), 1:2 Öztas (84.) – Schiedsrichter: Czypull (Reichenbach) – Besonderes Vorkommnis: Neu-Isenburgs Sahinler verschießt Foulelfmeter (90.+3). Gelb-Rote Karte für den Neu-Isenburger Baha (90.+5) – Zuschauer: 25 – Beste Spieler: Sahinler / Storm

SG Altenhaßlau/Eidengesäß – Türk Gücü Hanau 1:1 (1:0): Mit einem verwandelten Foulelfmeter rettete Volkan Sungun Türk Gücü Hanau zumindest ein Unentschieden. Die Siegesserie des Hanauern Spielertrainer-Gespanns Dominik König und Tim Müller ist zwar gerissen, doch mit dem Punkt, konnten die Gäste am Ende gut leben.

In der ersten Hälfte war die Partie eine halbe Stunde unterbrochen, da SG-Innenverteidiger Jan Schuster im Zweikampf mit Volkan Sungun unglücklich auf die Hand gefallen war. Die herbeigerufenen Sanitäter nahmen die Erstversorgung auf dem Feld vor, der Spieler wurde ins Krankenhaus gebracht. Nach einem Abwehrfehler der Gäste vollendete Christoph Geiger ein Zuspiel von Enrico Pappert in der 32. Minute aus kurzer Distanz zum 1:0.

Nach der Pause fiel Türk Gücü überraschend wenig gegen gutstehende Linsengerichter ein. Ein aus SG-Sicht zweifelhafter Strafstoß bescherte dem Tabellenzweiter immerhin noch eine Punkteteilung.

Türk Gücü:Tok – Netzband, Shima, König, Müller, Karan, Yücel, Korkmaz (25. Ünal), Sungun, Dragoshi (46. Selcuk), Mustafa (73. Hogic)Tore: 1:0 C. Geiger (32.), 1:1 Sungun (82./FE) – Schiedsrichter: Vollmer (Sorga/Kathus) – Zuschauer: 85 – Beste Spieler: geschlossene Mannschaftsleistungen

SG Bruchköbel – JSK Rodgau 2:0 (1:0): Erneut war eine sehr stabile Defensivleistung für die SG Bruchköbel der Schlüssel zum Sieg. Der JSK Rodgau, agierte ohne die nötige Durchschlagskraft und kassierte daher nicht unverdient die dritte Niederlage in Folge. Spielerisch war der Auftritt der Humbert-Elf okay, doch der letzte Ball kam zumeist nicht an. Ein mit viel Effet vor das Tor geschlagener Freistoß von Ogün Arslan leitete nach 22 Minuten das 1:0 für das Team von Coach Albert Repp ein. Der Ball flog an Freund und Feind vorbei, ehe ihn der aufgerückte Verteidiger Marius Dickerhoff über die Linie spitzelte.

In der zweiten Hälfte war die SG Bruchköbel das etwas giftigere und auch läuferisch stärkerer Team. „Bei den warmen Temperaturen hat es sich mit der Führung im Rücken auch einfacher gespielt“, meinte Bruchköbels Sprecher Volkmar Höhne. Auf das erlösende 2:0 mussten die Heimfans aber bis zur 82. Minute warten. Fatih Oezkan bediente Maximilian Walter, der den Ball schließlich einnetzte. Der eingewechselte Bruchköbeler Kaan Ceribas hatte kurz vor dem Ende mit einem Pfostentreffer Pech.

Bruchköbel: Dauth – Dickerhoff, Rohner, Lehr, Kappes, Arslan, Quantz (75. Strüter), Oezkan, Nacci, Kühn (80. Van Haaren), Walter (86. Ceribas). Tore: 1:0 Dickerhoff (22.), 2:0 Walter (82.) – Schiedsrichter: Weigand (Frankfurt) – Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Karte für Rodgaus Dejanovic (84.) – Zuschauer:100 – Beste Spieler: Dickerhoff, Walter / Kunth

SVG Steinheim – FC Dietzenbach 5:1 (2:0): Es war eine einseitige Angelegenheit in Steinheim, da die gastgebende Baier-Elf das Spiel völlig im Griff hatte und der FCD ziemlich harmlos blieb. Bei konsequenterer Chancenverwertung hätte Steinheim auch höher gewinnen können. Wieder einmal war Andrej Kolchak maßgeblicher Sieggarant des SVG. Den ersten seiner drei Treffer erzielte er nach einer halben Stunde nach Vorlage von Payam Khederzadeh. Kurz vor der Pause köpfte Matthias Fischer nach einer Ecke ein.

Das 3:0 ähnelte dem 1:0. Vorlage Khederzadeh, Treffer Andrej Kolchak. Spätestens jetzt, nach 65 Minuten, war das Offenbacher Kreisduell entschieden. Alexey Kolchak erhöhte auf 4:0, ehe Bozkurt mit einem verwandelten Handelfmeter zumindest der Ehrentreffer für Dietzenbach gelang. Nach einer Arnold-Flanke köpfte Andrej Kolchak in der Nachspielzeit dann zum deutlichen 5:1-Endstand ein.

Steinheim: D. Hartmann – Fischer, Emge, Brighache, Alexey Kolchak (82. Gärtner), Arnold, Bacher, D. Natale (65. Krikser), Payam Khederzadeh (90. M. Natale), Andrej Kolchak, J. HartmannTore: 1:0 Andrej Kolchak (30.), 2:0 Fischer (40.), 3:0 Andrej Kolchak (65.), 4:0 Alexry Klochak (81.), 4:1 Bozkurt (85./HE), 5:1 Andrej Kolchak (90.+3) – Schiedsrichter: Bracklo (Neuenhain) – Zuschauer: 75 – Beste Spieler:Andrej Kolchak / geschlossene Mannschaftsleistung

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