Wichtige Kräfte fehlen: Germania Großkrotzenburg muss unter anderem ohne Robin Prey auf der Rosenhöhe in Offenbach antreten und will dort den zweiten Tabellenplatz verteidigen. Archivfoto: TAP

Fußball

Gruppenliga: Germania Großkrotzenburg muss auswärts bestehen

Fußball. Zum dritten Mal innerhalb der ersten vier Restrundenspieltage der Gruppenliga Frankfurt Ost ist der JSK Rodgau in einem Spitzenspiel gefordert. Der Tabellenführer empfängt am Sonntag die auf Platz drei hochgerückte spielstarke Truppe von Türk Gücü Hanau.

Von Frank Schneider

„Es ist ein Spitzenspiel, bei dem die aktuell vielleicht stärksten beiden Teams der Liga aufeinandertreffen“, verspürt JSK-Trainer Andreas Humbert Vorfreude auf den Hit gegen Türk Gücü Hanau.

Beim Gegner schätzt er neben dem vorhandenen spielerischen Potenzial auch das Tempospiel. „Spielertrainer Tim Müller hat das Team gut in Schuss, ich sehe beide Teams auf Augenhöhe und keinen Favoriten.“ Torwart Jerome Czaronek rückt wieder zwischen die Pfosten, mit Dominik Götze kehrt auch im zentralen Bereich ein wichtiger Mann zurück. Kurzum: Personelle Sorgen hat der Spitzenreiter keine. Türk Gücü Hanau könnte mit einem Sieg bis auf Platz zwei an den derzeitigen Ligaprimus heranrücken. „Rodgau hat nur im September richtig Punkte liegen gelassen und strotzt voller Selbstbewusstsein. Doch jede Serie geht einmal zu Ende“, meint Tim Müller.

„Die Saison ist noch lang“

Spielertrainer-Kollege Dominik König steht kurz vor seinem Comeback, Justin Netzband und Halil Korkmaz kehren in den Kader des Tabellendritten zurück. Fraglich ist noch der Einsatz von Avdullah Dragoshi. Als Endspiel mag Tim Müller die Partie in Jügesheim nicht bezeichnen. „Die Saison ist noch lang und nach dem Spiel werden noch nicht alle Würfel gefallen sein.“

Der Tabellenzweite Germania Großkrotzenburg hat bei der SG Rosenhöhe ein dickes Brett zu bohren. Die Offenbacher holten seit der Winterpause sieben Punkte aus drei Partien und haben dem Abstiegskampf vorerst Adieu gesagt. „Das wird kein Selbstläufer. Die SG Rosenhöhe wird ein unbequemer Gegner, da sie an einem guten Tag jeden Gegner in dieser Klasse besiegen können. Wir wollen weiter oben dranbleiben und werden voll auf Sieg spielen“, erläutert Großkrotzenburgs Trainer Matthias Filbrich. Die Gäste müssen mit Robin Prey, Connor Storm, Patrick Filbrich, Andre Althaus und Dominik Scholz wichtige Kräfte ersetzen.

„Wir haben unter meiner Regie noch nie drei Spiele in Folge verloren“

Nach der unglücklichen und in den Augen von Trainer Albert Repp auch unverdienten 0:1-Niederlage bei Türk Gücü Hanau will die SG Bruchköbel zu Hause gegen den SV Pars Neu-Isenburg wieder in die Erfolgsspur zurückkehren, um weiter im Konzert der Großen mitspielen zu können. In der Hinrunde biss sich der SV Pars Neu-Isenburg am Abwehrriegel der SG Bruchköbel die Zähne aus. „Für uns war das ein glückliches 0:0. Wir müssen im Rückspiel schon über unsere Grenzen hinausgehen, denn Pars war die stärkste Mannschaft, gegen die wir in der Vorrunde gespielt haben“, zeigt Repp großen Respekt vor dem Gegner. Offensiv-Ass Dorian Ahouandjinou steht der SGB am Sonntag wieder zur Verfügung.

SV Germania Steinheims Trainer Jürgen Baier hofft, dass sich seine Mannschaft nach dem schwachen Auftritt in Marköbel im Heimspiel auf dem Kunstrasen nun anders präsentiert. „Wir haben unter meiner Regie noch nie drei Spiele in Folge verloren – und das soll auch so bleiben“, meint der Ex-Profi vor dem Kick gegen Kickers Obertshausen. Baier will seine Elf aggressiv nach vorne spielen sehen und vertraut darauf, dass am Sonntag genügend personelle Alternativen vorhanden sind.

„Wir sind zwar Außenseiter, aber wir wollen unbedingt punkten.“

Die SG Marköbel ist im neuen Jahr noch ungeschlagen und nichts mit dem Abstiegskampf zu tun. „Wir genießen das auch ein klein wenig. Unser Tabellenplatz spiegelt derzeit das Leistungsvermögen meiner Mannschaft gut wieder“, lobt SGM-Trainer Wolfram Rohleder sein Team vor dem Duell beim Tabellenvorletzten VfR Wenings. Reisen muss die SGM am Samstag derweil in den Vogelsberg, denn das Match wurde wegen schlechter Platzverhältnisse in Wenings auf den Kunstrasenplatz nach Fischborn verlegt. Fehlen werden den Hammersbachern Maximilian Vogler (verletzt) sowie die beiden Urlauber Michael Kuhl und André Naumann.

Germania Niederrodenbach empfängt im heimischen Waldstadion den bislang noch nicht richtig auf Touren gekommenen Winter-Meister VfB Oberndorf. Kai Becker kehrt in den Kader zurück, ob Emre Akcay auflaufen kann, ist noch ungewiss. „Wir sind zwar Außenseiter, aber wir wollen unbedingt punkten. Das war schon gegen Großkrotzenburg möglich. Wir sind jetzt insgesamt stabiler, müssen aber, wenn sich die Gelegenheiten bieten, entschiedener zugreifen. Da sind wir bisher zu brav“, meint Niederrodenbachs Trainer Jochen Breideband.

„Das ist ein Sechs-Punkte-Spiel“

Nachbarklub Eintracht Oberrodenbach hat an der 1:6-Niederlage gegen den Spitzenreiter JSK Rodgau noch ein wenig zu knabbern. Nach guter erster Hälfte und einer 1:0-Führung ging der Aufsteiger gegen den Favoriten in Hälfte zwei baden. „Wir haben von sehr gut bis katastrophal in diesem Spiel das ganze Spektrum gezeigt“, erinnert sich Trainer Andreas Jäger. Bei Mitkonkurrent SG Altenhaßlau/Eidengesäß gibt es kein Vertun. Eine Niederlage wäre aus Eintracht-Sicht fatal. „Das ist ein Sechs-Punkte-Spiel“, weiß Andreas Jäger, wie wertvoll der angestrebte Dreier am Sonntag wäre. Maximilian Hüttel fällt allerdings verletzt aus, hinter dem Einsatz des angeschlagenen Dominik Lötschert steht noch ein Fragezeichen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema