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Gruppenliga: Germania geht im Topspiel unter

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Germania Großkrotzenburg (Tobias Meub, hinten) hat sich vom JSK Rodgau (Clemens Freitag) den Schneid abkaufen lassen und eine deutliche Heimpleite kassiert. Die Rodgauer grüßen nun vom Platz an der Sonne, die Germania fällt auf Rang drei zurück. Foto: Scheiber
Germania Großkrotzenburg (Tobias Meub, hinten) hat sich vom JSK Rodgau (Clemens Freitag) den Schneid abkaufen lassen und eine deutliche Heimpleite kassiert. Die Rodgauer grüßen nun vom Platz an der Sonne, die Germania fällt auf Rang drei zurück. Foto: Scheiber

Fußball. Türk Gücü Hanau hat am ersten Restrundenspieltag der Gruppenliga Frankfurt Ost mit einem 1:0-Auswärtssieg Spitzenreiter VfB Oberndorf gestürzt. Nutznießer war der JSK Rodgau, der das Topspiel bei Germania Großkrotzenburg überraschend klar dominierte und nach dem glatten 3:0 nun den Platz an der Sonne innehat.

Von Frank SchneiderDie SG Bruchköbel löste die erste schwere Aufgabe auswärts bei Kickers Obertshausen mit einem 1:0-Sieg und verkürzte den Rückstand auf Platz eins auf zwei Punkte. Leer gingen die beiden Rodenbacher Teams im Abstiegskampf aus. Germania Niederrodenbach unterlag dem SVG Steinheim mit 0:1, die Eintracht aus Oberrodenbach zog mit 1:3 bei der SG Nieder-Roden den Kürzeren. Etwas holprig verlief der Punktspielstart für die SG Marköbel, die sich gegen den Tabellenletzten FC Dietzenbach mit einem 1:1 begnügen musste.

Sicher stehende Gäste

Germania Großkrotzenburg – JSK Rodgau 0:3 (0:1): Die Hausherren fanden gegen die taktisch gut eingestellten Rodgauer in der ersten Hälfte nicht zu ihrem Spiel. Die Gäste standen sicher und konterten immer wieder gefährlich. Dominik Fischer und Dominik Götze hatten nach schnellen Gegenangriffen das 0:1 auf dem Fuß.

Die beste Chance der Germania resultierte aus einer Standardsituation, doch setzte André Althaus nach 25 Minuten einen Freistoß haarscharf am Pfosten vorbei. Ein kapitaler Fehler von Tobias Meub, dessen Rückgabe zu Torhüter Jens Schlund missriet, lud Chakib Neteoui-Flores zum 0:1 ein. Wenig später hätte die Humbert-Elf sogar erhöhen können, doch Schlund entschärfte diesmal die nächste brenzlige Situation.

Zwei Minuten nach der Pause schockte Dennis Profumo mit einem abgefälschten Schuss das Filbrich-Team zum 0:2. Bei einem Alleingang von Clemens Freitag hätte die Germania bereits den Fangschutz erhalten können, doch Schlund rettete per Fußabwehr. In der 65. Minute war der beste Krotzenburger aber bei einem von Ralf Cölsch hervorragend getretenen Freistoß machtlos. „Der Sieg des JSK Rodgau war auch in dieser Höhe verdient“, kommentierte Germania-Sprecher Gerald Trageser.

Großkrotzenburg: Schlund – Scholz (75. Schörner), Blam, Meub, Nolde, Becker, Althaus, Franz, Hertzke (Maicher), M. Filbrich, Erbe (51. Scheinkönig)Tore: 0:1Neteoui-Flores (39.), 0:2 Profumo (47.), 0:3 Cölsch (65.) – Schiedsrichter: Meinhardt (Fulda) – Zuschauer: 130 – Beste Spieler: Schlund / geschlossene Mannschaftsleistung

Drei Punkte geangelt

VfB Oberndorf – Türk Gücü Hanau 0:1 (0:1): Mit guter Abwehrarbeit angelte sich Türk Gücü Hanau beim bisherigen Spitzenreiter VfB Oberndorf drei wertvolle Punkte. Für den verhinderten Burak Tok stand Sercan Schlüssler im Tor und war ein sicherer Rückhalt. Ein Fehlpass des Oberndorfer Nico Thomas ermöglichte Avdullah Dragoshi in der 36. Minute das 0:1. Der VfB Oberndorf rannte in der zweiten Halbzeit an, fand aber nicht die richtigen Mittel. Die beste Ausgleichsmöglichkeit vergab Fabian Engel mit einem Kopfball.

In der Nachspielzeit gab es einen indirekten Freistoß im Hanauer Strafraum, doch der Schuss von Dustin Seib wurde von einem Feldspieler vor der Torlinie abgeblockt. „Wir haben gut verteidigt und immer wieder Nadelstiche gesetzt“, berichtete Türk Gücüs Spielertrainer Tim Müller, der mit seinem Team nun aufgrund der Ergebnisse der Konkurrenz sogar wieder in Richtung Aufstiegsplätze schielen darf.

Türk Gücü: Schlüssler . Shima, Korkmaz, Yücel, Ünal, Karan, Müller, Selcuk, Ölmez, Dragoshi (65. Kocagöl), Aalaoui (82. Moustafa). Tor: 0:1 Dragoshi (36.) – Schiedsrichter: Gerst (Niederjossa) – Zuschauer: 200 – Beste Spieler: Seib, Schäfer / Schlüssler, Korkmaz

Sehenswerter Freistoß führt zu Tor

Germania Niederrodenbach – SVG Steinheim 0:1 (0:1): Ein sehenswerter Freistoß von Andrej Kolchak entschied ein chancenarmes Spiel, bei dem sich beide Teams weitestgehend auf Augenhöhe begegneten. Die dominierenden Abwehrreihen ließen kaum glasklare Tormöglichkeiten zu. Kurz vor der Pause der besagte Freistoß, den Kolchak gekonnt verwertete. Die Germania gab jedoch nicht auf und arbeitete auf den Ausgleich hin. In der Offensive fehlte jedoch ein wenig die Durchschlagskraft.

Die beste Möglichkeit zum 1:1 hatte David Klimas, dessen Kopfball von Steinheims Torwart Daniel Hartmann glänzend pariert wurde. Die Gäste halten mit dem Auswärtssieg Kontakt zu den Topplätzen, die Germania muss die Punkte für den Klassenerhalt gegen andere Teams holen.

Niederrodenbach: Scharlau – Wissenbach, Kröhl (56. Bulut), Klimas, Akcay (69. Hinz), Gepel, Becker, Goldmann, Gesch, Veit (53. Fuchs), S. BekirovSteinheim: D. Hartmann – Fischer, Camara, Emge, Hilser, Brighache, Arnold, Faust (73. J. Hartmann), Alexey Kolchak (73. Natale), Khederzadeh (82. Balzer), Andrej KolchakTor: 0:1 Andrej Kolchak (45.+2) –– Schiedsrichter: Schindler (Richen) – Zuschauer: 120 – Beste Spieler: Wissenbach, Becker / Brighache, Camara

Ein Punkt für das Schlusslicht

SG Marköbel – FC Dietzenbach 1:1 (1:1): Die in der Winterpause auf mehreren Positionen verstärkten Dietzenbacher hielten kämpferisch gut dagegen und verdienten sich den Auswärtspunkt redlich. Inwieweit dem Schlusslicht der eine Zähler im Abstiegskampf hilft, werden erst die kommenden Wochen zeigen. Die Gastgeber gingen in der 19. Minute im Anschluss an einen Eckball durch Christian Karges mit 1:0 in Führung. Michael Kuhl hätte erhöhen können, setzte zwei Distanzschüsse aber etwas zu hoch an.

Kurz vor der Pause glichen die Gäste durch einen von Ismail Amallah verwandelten Foulelfmeter aus. Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie immer zerfahrener. Der eingewechselte SGM-Akteur Michel Völke zielte in der 74. Minute knapp daneben. Dietzenbachs neuer Torwart Elvis Nurkovic hielt den Punkt fest, als er in der Schlussminute einen Kopfball von Marc Außenhof stark parierte.

SG Marköbel: Sticher – Meinzer, Maisch, Marx, Karges (78. Waller), Außenhof, Kuhl, Oppermann, Vogler, Schabet (65. M. Völke), Gerken.Tore: 1:0 Karges (19.), 1:1 Amallah (39./FE) – Schiedsrichter: Bathmann (Frankfurt) – Zuschauer: 90 – Beste Spieler: geschlossene Mannschaftsleistungen

Verlass auf die Defensive

Kickers Obertshausen – SG Bruchköbel 0:1 (0:0): Einmal mehr konnte sich die SG Bruchköbel auf ihre starke Defensive verlassen. „Wir hatten 70 Prozent mehr Ballbesitz, haben aber einfach kein Tor gemacht“, erklärte Kickers-Sportchef Siggi Herth. Der Siegtreffer für die SGB war indes fein herausgespielt. Über Maximilian Walter und Dorian Ahouandjinou kam der Ball zu Konstantin Büdinger, der eiskalt vollendete.

Etwas mehr wie 20 Minuten blieben den Gastgebern für den möglichen Ausgleichstreffer, doch der stark agierende Yannik Dauth im Bruchköbeler Kasten ließ sich an diesem Nachmittag nicht bezwingen. „Es war ein glücklicher Sieg für Bruchköbel“, haderte Herth. Bruchköbels Sprecher Volkmar Höhne lobte die starke Defensivleistung seines Teams und wollte den Erfolg keineswegs als unverdient bezeichnen. Mit den angestrebten drei Punkten ist Verbandsliga-Absteiger SG Bruchköbel nun dick im Aufstiegsgeschäft. Auf Spitzenreiter Rodgau sind es nur zwei Punkte Rückstand.

Bruchköbel: Dauth – Barcik, Fleischer, Rohner, Lehr, Kappes (46. Büdinger), Strüter, Ahouandjinou (79. Arslan), Walter, Kühn (46. Tugend), OezkanTor: 0:1 Büdinger (68.) – Schiedsrichter: Rockel (Alsfeld) – Zuschauer: 90 – Beste Spieler: geschlossene Mannschaftsleistung / Dauth, Büdinger

Kaltschnäuzigkeit macht den Unterschied

SG Nieder-Roden – Eintracht Oberrodenbach 3:1 (2:0): Eine Viertelstunde war gespielt, da nutzte Mirnes Mesic seine gesamte Routine und netzte zum 1:0 für die Gastgeber ein. In der 29. Minute ließ er es erneut klingeln und es hieß 2:0. „Eigentlich war es ein ausgeglichenes Spiel, doch Mirnes hat mit seiner Kaltschnäuzigkeit einfach den Unterschied ausgemacht“, fasste Nieder-Rodens Sportchef Matthias Dries das in der ersten Hälfte Geschehene prägnant zusammen.

Die Eintracht wehrte sich in der zweiten Hälfte tapfer und drängte auf den Anschlusstreffer, der durch Rodney Kurz aber erst spät in der 84. Minute fiel. In der Nachspielzeit setzte die gastgebende Gerhardt-Elf noch einen Konter und schnürte mit dem 3:1 den Sack zu. „Es war ein hartes Stück Arbeit, doch die Punkte waren sehr wichtig für uns“, meinte Dries nach dem Aufsteigerduell.

Oberrodenbach: Hamburger – Müller (80. Steier), Robok, Samur (46. Lötschert), Schilling, Hüttel, Kurz, De Carvalho, Kolodziej, Gütermann (55. Geberbauer), Barthelmie.Tore: 1:0 und 2:0 Mesic (15./28.), 2:1 Kurz (84.), 3:1 Ring (90.+3) – Schiedsrichter: Ruh (Wirtheim) – Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Karte für Oberrodenbachs Schilling (90.+1) – Zuschauer: 200 – Beste Spieler: Mesic, Scharnagel / Kurz, De Carvalho

SG Rosenhöhe Offenbach – Germania Klein-Krotzenburg 3:0 (1:0)Tore: 1:0 Kadioglu (43.), 2:0 Rüger (51.), 3:0 Kadioglu (67.) – Schiedsrichter: Gökcer (Büttelborn) – Zuschauer: 80 – Beste Spieler: geschlossene Mannschaftsleistung / Zakarija

SV Pars Neu-Isenburg – SG Altenhaßlau/Eidengesäß 4:0 (3:0)Tore: 1:0 Erdem (11.), 2:0 Profumo (34.), 3:0 Öztas (41.), 4:0 Alempic (70.) – Schiedsrichter: Reich (Kelsterbach) – Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Karte für den Neu-Isenburger Öztas (43.) – Zuschauer: 20 – Beste Spieler: Öztas / geschlossene Mannschaftsleistung

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