Es war ein umstrittener Treffer von Dorian Ahouandjinou (blaues Trikot) zum 1:0 für die SG Bruchköbel. Der Gegner SVG Steinheim um Jacob Hartmann (links) und Keeper Daniel Hartmann drehte die Partie aber noch. Foto: TAP

Fußball

Gruppenliga Frankfurt Ost: SVG zwingt Bruchköbel in die Knie

Fußball. Die SG Rosenhöhe Offenbach hat mit einem 2:1-Sieg gegen Türk Gücü Hanau am 15. Spieltag der Gruppenliga Frankfurt Ost für eine kleine Überraschung gesorgt. Die Hanauer fielen auf Rang drei zurück, während Spitzenreiter Germania Großkrotzenburg beim 4:0 gegen Schlusslicht FC Dietzenbach nichts anbrennen ließ.

Von Frank Schneider

Neuer Zweiter ist der VfB Oberndorf, der gegen Kickers Obertshausen mit 4:0 die Oberhand behielt. Es folgt der JSK Rodgau (1:0-Sieger in Niederrodenbach) vor dem SVG Steinheim, der mit einem 2:1-Erfolg in Bruchköbel am Gegner vorbeizog. Im Tabellenmittelfeld setzte die SG Marköbel mit einem glatten 3:0 bei der SG Nieder-Roden eine Duftmarke.

Sieg für Steinheim

SG Bruchköbel – SVG Steinheim 1:2 (1:2): Der SVG Steinheim behielt im Verfolgerduell die Oberhand und fügte der SG Bruchköbel die zweite Heimniederlage zu. Die Knackpunkte der Partie spielten sich allesamt in der ersten Hälfte ab. Zunächst erzielte Dorian Ahouandjinou in der neunten Minute das 1:0. Ein umstrittener Treffer. Der Linienrichter hatte eine Abseitsstellung angezeigt, wurde aber vom Schiedsrichter überstimmt. In der 16. Minute scheiterte Steinheims Andrej Kolchak mit einem schwach geschossenen Handelfmeter an Bruchköbels Torwart Yannik Dauth. Beim zweimaligen Nachsetzen stocherte er den Ball über die Linie. In dieser Szene verletzte sich Dauth an der Hand und musste durch Janis Gräfe ersetzt werden.

Payam Khederzadeh leitete in der 26. Minute das 2:1 für Steinheim gut ein, Daniel Bacher musste nur noch vollenden. In der zweiten Hälfte zog sich die Baier-Elf zurück und die SG Bruchköbel rannte an. Der Verbandsliga-Absteiger ließ jedoch mehrere Großchancen, unter anderem von Tobias Kühn (48.) und Maximilian Walter (72.), aus. Als Auch Marius Lehr in der Nachspielzeit vergab, stand der Coup des SVG Steinheim fest.Bruchköbel: Dauth (23. Gräfe) – Dickerhoff, Fleischer, Rohner, Lehr, Quantz (75. Van Haaren), Nacci (68. Strüter), Ahouandjinou, Kühn, Tugend, WalterSteinheim: Hartmann – Fischer, Emge, Hilser, Brighache, Bacher (83. Camara), Arnold, J. Hartmann (72. Alexey Kolchak), Natale (72. Balzer), Payam Khederzadeh, Andrej Kolchak – Tore: 1:0 Ahouandjinou (9.), 1:1 Kolchak (16.), 1:2 Bacher (26.) – Schiedsrichter: Münstermann (Mainz) – Zuschauer: 130 – Beste Spieler: Tugend, Lehr / Andrej Kolchak, Khederzadeh, Bacher

Tag des Gökhan Öztas

SV Pars Neu-Isenburg – Eintracht Oberrodenbach 4:0 (4:0): Es war der Tag von Gökhan Öztas, der mit vier Treffern die Partie in der ersten Halbzeit alleine entschied. Der SV Pars begann dominant, wies diesmal aber eine nahezu perfekte Chancenverwertung auf. „Wir haben mit den ersten vier Torschüssen vier Treffer gemacht“, erzählte Trainer Sasan Tabib. In der zweiten Hälfte taten sich die Gastgeber etwas schwerer, da die Eintracht aus Oberrodenbach nun auf Schadensbegrenzung aus war und massiv verteidigte.Im Spiel nach vorne fand die Elf von Thomas und Andreas Jäger kaum statt. Ein Torschuss in Hälfte eins und ein Lattentreffer von Rodney Kurz im zweiten Durchgang waren die einzig nennenswerten Szenen der Rodenbacher.Oberrodenbach: Hamburger – Müller, Robok (17. Lötschert), Gütermann, Samur, Steier, Schilling, Hüttel, Kurz, Eckhardt, De Carvalho (58. Kotzya) – Tore: 1:0, 2:0, 3:0 und 4:0 Öztas (7./25./35./37.) – Schiedsrichter: Eren (Schlangenbad) – Zuschauer: 20 – Beste Spieler: G. Öztas / geschlossene Mannschaftsleistung

Negativserie für Nieder-Roden

SG Nieder-Roden – SG Marköbel 0:3 (0:2): Die Negativserie von Aufsteiger SG Nieder-Roden hält an. Die ersatzgeschwächte SG Marköbel spielte im Auswärtsspiel ihre ganze Routine aus. „Nach dem 0:2 war das Spiel für mich entschieden“, meinte SG-Sprecher Matthias Dries. Vor dem 0:1, das Johannes Maisch in der 26. Minute per Kopf erzielte, war die Partie ausgeglichen gewesen mit ersten Chancen auf beiden Seiten. Der erste Treffer gab den Hammersbachern Auftrieb. Die SG Nieder-Roden kam kurz vor der Pause durch einen Freistoß von Mirnes Mesic noch zu einer guten Gelegenheit, doch das 0:2 von Marcel Gerken in der Nachspielzeit der ersten Hälfte erwischte den Aufsteiger eiskalt. Das Tor resultierte aus einem Abstauber – wie auch das 0:3 in der 69. Minute: Christian Karges köpfte nach einer Freistoßflanke an den Pfosten, doch Marcel Waller stand goldrichtig und verwertete den zurückprallenden Ball.Marköbel: Sticher – Vetchel, Maisch, Karges, Außenhof, M. Völke, Kuhl (87. Vogler), N. Gibaja-Lofink (90. Vanheiden), M. Gibaja-Lofink, Gerken, Waller (82. Domke) – Tore: 0:1 Maisch (27.), 0:2 Gerken (45.+2), 0:3 Waller (69.) – Schiedsrichter: Angermaier (Bad Camberg) – Zuschauer: 200 – Beste Spieler: Demirtas / Kuhl, Maisch, Außenhof

Großkrotzenburg bricht Bann in zweiter Hälfte

Germania Großkrotzenburg – FC Dietzenbach 4:0 (1:0): Lange Zeit tat sich die Germania mit den kompakt und aggressiv verteidigenden Dietzenbachern schwer. Nach zwei Standard-Treffern von Robin Prey kurz vor und kurz nach dem Seitenwechsel war der Bann gebrochen. „Dietzenbach hat das Zentrum gut dicht gemacht, für uns ergaben sich zunächst kaum Chancen“, berichtete Großkrotzenburgs Spielausschuss-Mitglied Jochen Tögel. Kurz vor der Halbzeit erlöste Großkrotzenburgs Kapitän Robin Prey die geduldig auf den ersten Treffer wartenden Zuschauer, als er einen Freistoß verwandelte.

Kurz nach der Pause erhöhte Prey per Strafstoß. Jetzt ergaben sich für die Filbrich-Elf mehr Räume und der Tabellenführer ließ den Ball jetzt viel besser laufen. Dietzenbach blieb bei allem Bemühen zu ungefährlich. Eine Viertelstunde vor dem Ende markierte Connor Storm das 3:0. Als „Sahnehäubchen“ bezeichnete Tögel das 4:0 von Robin Prey kurz vor Schluss, weil dieser den Ball aus 30 Metern genau in den Winkel drosch.Großkrotzenburg: Schlund – Scholz, Blam, Meub, Althaus (79. Kalb), Prey, Becker (46. Maicher), Nolde, Hertzke, Franz (66. Schörner), Storm – Tore: 1:0 Prey (44.), 2:0 Prey (47./FE), 3:0 Storm (75.), 4:0 Prey (89.) – Schiedsrichter: Karras (Zwingenberg) – Zuschauer: 120 – Beste Spieler: Prey / geschlossene Mannschaftsleistung

Till Fakic dreht Spiel in Offenbach

SG Rosenhöhe Offenbach – Türk Gücü Hanau 2:1 (1:1): Ein Doppelpack von Till Fakic drehte das Spiel. Die SG Rosenhöhe ist weiter im Aufwind, Türk Gücü Hanau verliert an der Tabellenspitze an Boden. Das Spiel stand auf beachtlichem Niveau und war von beiden Seiten temporeich geführt. Ein Fehler des ansonsten sehr stark haltenden Rosenhöhe-Keepers Marvin Bastian ermöglichte Murat Selcuk in der 16. Minute das 0:1. In der 28. Minute setzte sich der Offenbacher Till Fakic gut durch vollendete mit einem satten 18-Meter-Schuss. Danach bekam Türk Gücü Hanau Oberwasser, doch die Gastgeber überstanden die Drangperiode schadlos. Nach dem Seitenwechsel agierte die Rosenhöhe wieder zielstrebiger mit mehr Zug zum Tor. Im Anschluss an einen Eckball köpfte Fakic in der 61. Minute zum 2:1 ein und avancierte somit zum Matchwinner. Türk Gücü Hanau gab nicht auf, brachte im Spiel nach vorne aber zu wenig klare Aktionen zustande.Türk Gücü Hanau: Tok – Shima, Yücel, König (33. Mustafa), Ünal (46. Aalaoui), Karan, Netzband, Müller, Selcuk (78. Sözen), Günes, Sungun – Tore: 0:1 Selcuk (16.), 1:1 und 2:1 Fakic (28./61.) – Schiedsrichter: Herbert (Viernheim) – Zuschauer: 100 – Beste Spieler: Fakic / Tok

Knapper Sieg für die Gäste

Germania Niederrodenbach – JSK Rodgau 0:1 (0:0): Aufsteiger Niederrodenbach schlug sich gegen den Aufstiegsanwärter aus Rodgau wacker, doch letztlich entschied der Treffer von Dennis Profumo (74.) das Match für die Gäste. In der Defensive stand die Germania abermals sehr gut, doch im Spiel nach vorne lief wieder sehr wenig zusammen. In der neunten Minute hätte Mark Derse die Gastgeber jedoch in Führung bringen können, doch seine Abschlüsse wurden zwei Mal abgeblockt. Der JSK Rodgau war spielerisch deutlich überlegen, aber eben nur selten brandgefährlich.

Bis zur 74. Minute sah es so aus, als könne die Breideband-Elf sich gegen den Favoriten ein torloses Remis ergattern, doch ein Fehler im Aufbauspiel wurde durch Profumo eiskalt bestraft. In der Schlussviertelstunde schaukelte die Humbert-Elf ihren knappen Vorsprung im Stile einer Spitzenmannschaft über die Zeit.Niederrodenbach: Scharlau – Terhoeven, Wissenbach (89. Sakalikaba), Breideband, S. Bekirov, Lovrencic (51. Bulut), Akcay, Goldmann, Giuliana, Gesch (77. Veit), Derse – Tor: 0:1 Profumo (74.) – Schiedsrichter: Schneider (Neuhof) – Zuschauer: 90 – Beste Spieler: Wissenbach, Ders, Akcay / Konstantinidis, Binder

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