Wollen wieder jubeln: Die Germanen um Nils Becker (MItte) können durch einen Auswärtssieg beim JSK Rodgau bis auf zwei Punkte an den Tabellenführer herankommen. Zudem hat Großkrotzenburg eine Partie weniger absolviert. Archivfoto: TAP

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Gruppenliga Frankfurt Ost: Germania beim Spitzenreiter

Fußball. Am zweiten Spieltag des Jahres steht in der Gruppenliga Frankfurt Ost trotz Eiseskälte ein volles Programm an. Der Grund: Die meisten der am Wochenende gastgebenden Teams verfügen über einen Kunstrasenplatz.

Von Frank Schneider

Das Topspiel lautet JSK Rodgau gegen Germania Großkrotzenburg. Während die Germania am vergangenen Sonntag ihr Spiel gegen Steinheim witterungsbedingt nicht austragen konnte, erkämpften sich die Jügesheimer einen 2:1-Sieg bei Germania Klein-Krotzenburg. „Das sehe ich schon als kleinen Vorteil für den JSK Rodgau an“, findet der stellvertretende Germania-Vorsitzende Gerald Trageser. Zudem war die Vorbereitung auf den Gipfel aus Sicht des Hanauer Kreisvertreters nicht optimal. Da die Plätze am Oberwaldstadion wegen des Frostes gesperrt waren, musste Trainer Christian Schönig das Trainingsprogramm in eine Soccer-Halle verlegen.

Der 1. FC Erlensee ist dank des 2:0-Erfolg gegen Bischofsheim auf den zweiten Platz vorgerückt. Die Perspektiven vor dem neuerlichen Heimspiel gegen den FC Dietzenbach sind gut, denn mit Tim Schultheis, Julian Braun, Pascal Hamann und den beiden Torhütern Moritz Frigg und Marwin Hoyer kehren gleich mehrere Spieler in den Kader zurück. „Wir haben aus dem Hinspiel etwas gutzumachen und wollen das Spiel gewinnen“, mag FCE-Trainer Tobias Heilmann gerne weiterhin Höhenluft schnuppern.

Schwierige Bedingungen für 1. FC HochstadtFür die Schlagzeilen der vergangenen Tage sorgte der FC Hochstadt. Erst blamierten sich die Maintaler mit 0:7 bei Kickers Obertshausen, bevor drei Tage später Spielertrainer Marc Außenhof die Kündigung erhielt. Routinier Metin Oymak, in den vergangenen beiden Spielzeiten jeweils Torschützenkönig der Liga, soll den Tabellendrittletzten im Derby gegen Türk Gücü Hanau zum dringend benötigten Heimsieg führen.

Was den Lila-Weißen Mut macht: Vor der Winterpause befand sich der FCH nach einer Niederlage in Bad Orb in einer ähnlichen Krisensituation und schlug daraufhin völlig überraschend Aufstiegsaspirant Germania Großkrotzenburg.

Vorbereiten konnten sich die Hochstädter auf ihrem Kunstrasenplatz gewiss besser als der Gegner. „Wir konnten aufgrund des gesperrten Platzes nur Krafttraining machen“, berichtet Bünyamin Kilic, Sportlicher Leiter von Türk Gücü Hanau. Angeschlagen sind Sascha Jakicevic und Serkan Bayin. Für den gesperrten Stamm-Keeper Burak Tok könnte Savas Öztürk zwischen die Pfosten rücken.

Schwere AuswärtsaufgabeZu den positiven Überraschungen der Vorrunde gehörte die SG Rosenhöhe Offenbach. Das Team von Trainer Tevfik Kilinc hat sich in der Spitzengruppe eingenistet. Gleich eine schwere Auswärtsaufgabe zu Beginn für die erneut gegen den Abstieg kämpfende SG Marköbel. „Die Rollen sind verteilt, doch beide Mannschaften müssen erstmal schauen, wie sie nach der langen Pause reinkommen“, hofft SGM-Trainer Wolfram Rohleder auf eine Überraschung zugunsten seiner Elf. Christian Karges ist angeschlagen, Giuseppe Nacci fällt noch aus. Felix Maisch, der sich Ende 2017 einer Operation unterziehen musste, hat derweil das Lauftraining wieder aufgenommen, wird aber für die kommenden Partien noch keine Alternative sein.

Der SVG Steinheim hat das Heimspiel gegen Bischofsheim schon vorsorglich auf den Kunstrasenplatz am Pfaffenbrunnen verlegt. Der Spielausfall in Großkrotzenburg kam Trainer Jürgen Baier gar nicht ungelegen, da einige angeschlagene Spieler Fitness-Rückstände aufholen konnten. Am Sonntag wird daher nur Offensivspieler Kofi Asamoah fehlen.

Frösche unter ZugzwangDer FSV Bischofsheim ist nach der 0:2-Niederlage in Erlensee etwas unter Zugzwang. Um im Abstiegskampf erfolgreich zu sein, muss auch bei den stärkeren Teams der Liga gepunktet werden. Bitter für die Frösche: Defensivstabilisator Gjorgi Trajanov wurde wegen Schiedsrichterbeleidigung im ersten Spiel für zwei Partien gesperrt.

Beim SV Altwiedermus wäre unter der Woche auf dem Rasenplatz kein Spiel möglich gewesen, folglich steht die Partie gegen Germania Klein-Krotzenburg auf der Kippe. Der Sportliche Leiter Bernd Fernau war derweil trotz „Höhen und Tiefen“ mit dem Verlauf der Vorbereitung nicht unzufrieden. Ein Lob erhielt Neuzugang Dominik Stenger. „Er ist eine richtige Verstärkung für uns“, so Fernau.

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