Ferhat Sakarya traf bei der deutlichen Bischofsheimer Pokalniederlage am Mittwoch gegen Kesselstadt doppelt. Ihm und seinen Team fällt das Toreschießen generell nicht leicht. Doch Tore sind nötig, um am Sonntag das Spitzenteam aus Großkrotzenburg besiegen zu können. Foto: Kalle

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Gruppenliga Frankfurt Ost: Andere Tugenden gegen Großkrotzenburg

Fußball. Mit zwei Heimsiegen hat der 1. FC Erlensee die Tabellenführung in der Gruppenliga Frankfurt Ost übernommen. Am Sonntag strebt die Elf von Coach Tobias Heilmann den dritten Erfolg in Serie an.

Von Frank Schneider

Kurios: Der FCE weiß zwar, gegen wen am Sonntag gespielt wird, aber noch nicht wo. Die Partie beim FSV Bad Orb wird nämlich bei Unbespielbarkeit des Geläufs in der Kurstadt auf den Kunstrasenplatz nach Wächtersbach verlegt. Sollte dies passieren, wäre die Anstoßzeit 17 Uhr.

„Wir müssen fokussiert sein“, warnt Tobias Heilmann davor, den Vorletzten zu unterschätzen. Über die zwei jüngsten Zu-Null-Siege war Heilmann erfreut. Das Vorhaben, in der Defensive noch besser und aggressiver gegen den Ball zu verteidigen, wurde gut umgesetzt.

Spielabsagen sorgten für mangelnde SpielpraxisFür den am vergangenen Sonntag gestürzten Spitzenreiter JSK Rodgau steht beim SV Altwiedermus das nächste Duell gegen einen Aufstiegsaspiranten an. Kleiner Nachteil für die Ronneburger ist die fehlende Matchpraxis. Während die Jügesheimer bereits zwei Punktspiele in diesem Jahr absolviert haben, war die Mannschaft von Trainer Heinz-Martin Walther zwei Mal von Spielabsagen betroffen.

Germania Großkrotzenburg präsentierte sich zuletzt beim 3:0 beim JSK Rodgau von seiner besten Seite. Im Hanauer Kreisduell beim FSV Bischofsheim trifft der Verbandsliga-Absteiger nun auf einen Gegner, der nach zwei Niederlagen im Abstiegskampf unter Zugzwang steht. Im Vergleich zur 2:6-Pleite im Kreispokal beim VfR Kesselstadt kehren etliche Stammspieler in die Startelf der „Frösche“ zurück. Haris Sejdovic, Iroy Zund und Gjorgi Trajanov sollen die Defensive stabilisieren, Patrick Köster vorne für Torgefahr sorgen. „Wir treffen derzeit leider die Hütte nicht. In Steinheim haben wir sehr gut gespielt, aber was nutzt das, wenn man kein Tor schießt“, erklärt FSV-Trainer Michael Raudnitzky. Zudem fordert er in den kommenden Spielen volle Pulle Einsatz: „Nur mit Schönspielen hält man die Gruppenliga nicht“, ahnt der erfahrene Übungsleiter.

Julien Nolde im Pokal verletzt„Wir haben in Rodgau vorgelegt, jetzt muss es unser Anspruch sein, dranzubleiben und das Spiel in Bischofsheim zu gewinnen“, sagt Germania-Trainer Christian Schönig. Am Mittwochabend setzte sich sein Team im Kreispokal mit 2:0 beim Kreisoberligisten TSV Niederissigheim durch. Der Sieg war jedoch teuer erkauft, denn der zuletzt formstarke Julien Nolde zog sich einen Bänderriss zu und wird die nächsten Partien fehlen.

Thomas Marton, Trainer der Sportfreunde Seligenstadt, ärgerte sich über die Spielausfälle, denn nach einer ordentlichen Vorbereitungsphase wähnte er sein Team gut in Form. „Jetzt befinden wir uns etwas wie im luftleeren Raum“, meint der Übungsleiter. Bei der SG Marköbel steht zudem ein Auswärtsmatch der Marke „unangenehm“ an. Die kampfstarken Gastgeber haben mit ihrem Hartplatz einen echten Heimvorteil. SGM-Coach Wolfram Rohleder war zuletzt mit der Leistung seines Teams beim 1:1 auf der Rosenhöhe sehr einverstanden und hofft nun auf die nächsten Punkte.

Ziel: Ersten fünf Spiele des Jahres gewinnenDie Verantwortlichen von Türk Gücü Hanau haben sich ein ehrgeiziges Ziel gesteckt. „Wir wollen die ersten fünf Spiele des Jahres alle gewinnen, um vielleicht doch noch die Chance zu bekommen, ganz oben anzuklopfen“, berichtet Hanaus Trainer Blerim Petrovci. Den VfB Oberndorf stuft er als kampfstarken Gegner ein, vertraut aber auf seine eigenen Jungs, die zuletzt im Training mit viel Eifer bei der Sache waren. Dank einiger Neuzugänge ist der Kader von Türk Gücü in der Winterpause breiter geworden. Sollten die angeschlagenen Daniel Cimen und Dominik König ausfallen, wäre dies zu kompensieren.

Beim akut abstiegsbedrohten FC Hochstadt feiert der neue Trainer Sahin Arslanergül sein Debüt. Unter dem neuen Coach soll alsbald der Erfolg zurückkehren. Zuletzt beim 1:2 gegen Türk Gücu Hanau sah Arslanergül (da noch in der Zuschauerrolle) positive Ansätze. Doch es hilft alles nichts: Aufgrund des schon arg angewachsenen Rückstands auf die Nichtabstiegsplätze sind die Maintaler zum Siegen verdammt – und zwar nicht nur im Auswärtsspiel in Klein-Krotzenburg, sondern auch bei den dann folgenden Aufgaben. „Ein Trainerwechsel kann immer dazu führen, dass ein Team noch enger zusammenrückt und ein Zeichen setzen will“, erläutert Germania-Coach Wolfgang Kaufmann.

Die Partie FC Dietzenbach gegen den SVG Steinheim muss wegen einer kommunalen Platzsperre entfallen und wurde bereits für kommenden Mittwoch (14. März) neu terminiert.

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