Bärenstarkes Comeback: Robin Prey (schwarz-blaues Trikot) war beim 4:0-Sieg seiner Germania Großkrotzenburg über Eintracht Oberrodenbach (Maximilian Robok) der überragende Mann auf dem Platz. Diese Woche kann die Germania Meister werden. Foto: Patrick Scheiber

RegionHanau

In der Gruppenliga bleibt es spannend bis zum letzten Spieltag

Fußball. Die Meisterschaft in der Gruppenliga Frankfurt Ost wird am letzten Spieltag entschieden. Für Germania Niederrodenbach gibt es jedoch trotz eines hohen Sieges keine Rettung mehr. Unsere Zusammenfassung des vorletzten Spieltages:

Von Frank Schneider

Spitzenreiter Germania Großkrotzenburg hat nach dem 4:0-Erfolg gegen Eintracht Oberrodenbach den Aufstieg in die Verbandsliga Süd in der eigenen Hand, spürt aber weiter den Atem von Verfolger JSK Rodgau, der sich im Offenbacher Kreisderby mit 4:2 bei der SG Rosenhöhe durchsetzte. Als Absteiger stehen der FC Dietzenbach (3:6 in Oberndorf) und trotz eines 6:0-Erfolgs über Schlusslicht SG Altenhaßlau/Eidengesäß auch Germania Niederrodenbach fest.

Für den vierten Abstiegsrang kommen mit dem VfR Wenings (35 Punkte), Eintracht Oberrodenbach (35), Kickers Obertshausen (34) und Germania Klein-Krotzenburg (33) noch vier Teams in Frage. Die SG Bruchköbel schob sich derweil mit einem 1:0-Derbysieg in Marköbel auf den dritten Platz vor, während Türk Gücü Hanau nach der 0:3-Pleite beim SV Pars Neu-Isenburg noch hinter den VfB Oberndorf auf den fünften Rang zurückfiel.

FC Germania Großkrotzenburg – Eintracht Oberrodenbach 4:0 (2:0):Dank eines phänomenalen Comebacks von Robin Prey bleibt die Germania auf Meisterkurs und ist nur noch einen Punkt vom Aufstieg in die Verbandsliga Süd entfernt. Im Heimspiel gegen den noch abstiegsgefährdeten Aufsteiger aus Oberrodenbach ließ die Mannschaft von Trainer Matthias Filbrich nichts anbrennen.

Schon in der ersten Minute sorgte Robin Prey mit einem Drehschuss ins lange Eck für Erleichterung. Nach einer Viertelstunde legte er mit einem ähnlichen Treffer nach. „Das Spiel war für uns damit in die richtige Bahn gelenkt“, erzählte Germania-Sprecher Jochen Tögel. Er konstatierte den Gästen eine gute kämpferische Leistung, doch Torchancen konnten sich die Oberrodenbacher keine hundertprozentigen herausspielen.

Die Filbrich-Truppe kontrollierte das Geschehen und hatte nach gut einer Stunde den Sieg mit dem 3:0 sicher. Tim Franz hatte gut für Prey serviert, der den Ball mit voller Wucht unter die Latte drosch. Den Schlusspunkt setzte Franz dann selbst, als er in der 77. Minute einen an ihm selbst verursachten Foulelfmeter sicher verwandelte.

Großkrotzenburg: Schwarzer – Scholz, Meub, Blam, Althaus, Maicher, Prey (82. Hosemann), Becker (77. Hertzke), M. Filbrich, Nolde (66. Woitynek), Franz.

Oberrodenbach: Hamburger – Robok, Geberbauer, Samur, Steier, Schilling, Blocher, Gütermann (46. Müller), De Carvalho (85. Hasani), Barthelmie, Kurz (79. Kolodziej) – Tore: 1:0, 2:0 und 3:0 Robin Prey (1./15.60.), 4:0 Franz (77./FE) – Schiedsrichter: Enzmann (Ober-Mörlen) – Zuschauer: 250 – Beste Spieler: Prey, Franz, Maicher / geschlossene Mannschaftsleistung

Germania Niederrodenbach – SG Altenhaßlau/Eidengesäß 6:0 (2:0): Das Kellerduell im Waldstadion avancierte zu einer klaren Angelegenheit. „Der Sieg war verdient und auch in dieser Höhe gerechtfertigt“, berichtete Germania-Trainer Jochen Breideband. Die Zielvorgabe, sich mit einem Heimsieg aus der Gruppenliga zu verabschieden, wurde laut dem Coach mit einer spielerisch guten Leistung umgesetzt. Herausragender Akteur der Germania war Thomas Goldmann. Der Mittelfeldspieler bereitete die ersten beiden Treffer von Kai Becker (25.) und Marco Veit (39.) mustergültig mit Pässen in den Rückraum vor und erzielte die Treffer drei und vier dann selbst.

Das 4:0 kam dank gütiger Mithilfe von SG-Keeper Jonas Rübel zustande, der Goldmann den Ball in die Füße spielte. Marco Veit erhöhte per Drehschuss auf 5:0 (78.), ehe Onur Bulut nach Vorarbeit von Dejan Gesch für die Rodenbacher das halbe Dutzend vollmachte.

Die Germania verabschiedete vor dem Spiel Onur Bulut (Hanau 93 II), Kai Becker (SG Rosenhöhe III) und Karim Hinz (Eintracht Oberrodenbach). Außerdem verlässt Alexander Krämer den Verein und kehrt zu seinem Heimatverein VfB Großauheim zurück. Als weiteren Neuzugang bestätigte Trainer Jochen Breideband Ian Friebe vom Kreisoberligisten Spvgg. 1910 Langenselbold.

Niederrodenbach: Scharlau – Wissenbach, Kröhl, Becker (71. Fuchs), Goldmann, Gesch, Akcay, Klimas (69. Gepel), S. Bekirov, Hinz (55. Bulut), Veit – Tore: 1:0 Becker (25.), 2:0 Veit (39.), 3:0 und 4:0 Goldmann (49./76.), 5:0 Veit (78.), 6:0 Bulut (81.) – Schiedsrichter: Schaub (Eckweisbach) – Zuschauer: 150 – Beste Spieler: Goldmann, Klimas, Becker / Schöner

SG Marköbel – SG Bruchköbel 0:1 (0:0):Ein spätes Tor von Tobias Kühn bescherte der SG Bruchköbel den Derbysieg in Marköbel. Für SGM-Sprecher Luca Topitsch ein schmeichelhafter Sieg. „Ein Remis wäre sicherlich gerechter gewesen, denn in der zweiten Hälfte waren wir eigentlich einen Tick besser“, meinte er. In der ersten Hälfte kamen die Gastgeber durch Noah Gibaja-Lofink und Can Kayalar zu ersten Möglichkeiten, während Felix Rohner für die Repp-Elf die besten Einschussmöglichkeiten im ersten Abschnitt hatte. Nach gut einer Stunde verhinderte Bruchköbels Torwart Yannik Dauth mit einer guten Tat den möglichen Führungstreffer von Kayalar. Wenig später hatte auch Daniel Schabet das 1:0 für Marköbel auf dem Schlappen. In der 84. Minute schlug dann Bruchköbel zu. Kühn war mit einem abgefälschten Schuss erfolgreich und bescherte seiner Mannschaft einen Prestigeerfolg.

Marköbel: Sticher – Naumann, Vetchel, Karges, Marx, Meinzer (46. Oppermann), Kuhl, N. Gibaja-Lofink, Gerken (76. M. Gibaja-Lofink), Kayalar (65. Waller), Schabet

Bruchköbel: Dauth – Dickerhoff, Fleischer, Rohner, Arslan, Kappes (82. Kuc), Strüter, Nacci, Özkan (85. Grujicic), Quantz, Kühn (88. Sachs) – Tor: 0:1 Kühn (86.) – Schiedsrichter: Müller (Herborn) – Zuschauer: 120 – Beste Spieler: geschlossene Mannschaftsleistungen

SV Pars Neu-Isenburg – Türk Gücü Hanau 3:0 (2:0):Der SV Pars Neu-Isenburg bewies gegen Türk Gücü Hanau einmal mehr seine Heimstärke. Die Gastgeber mussten fast die gesamte Spielzeit in Unterzahl agieren, denn Islam Ispir sah bereits in der achten Minute wegen eines Foulspiels die Rote Karte gesehen. In der 14. Minute brachte Marin Kristo den SV Pars in Führung. Türk Gücü hätte umgehend ausgleichen können, doch Mohamad Aaaloui verschoss einen Foulelfmeter. Mit seinem zweiten Treffer stellte Kristo die 2:0-Halbzeitführung sicher. Türk Gücü erarbeitete sich etliche Chancen, ließ aber die Effektivität vermissen.

Anders Pars: Aus sechs guten Angriffen resultierten drei Treffer. Den 3:0-Endstand markierte Joav Mben Bata in der 77. Minute. „Meine Mannschaft hat mit einem Mann weniger sehr gut gearbeitet, daher war der Sieg auch verdient“, meinte Pars-Trainer Sasan Tabib.

Türk Gücü Hanau: Schlüssler – Dikli, Shima, Ünal (46. Yücel), Hogic, Netzband, Müller, Mustafa (48. Kocagöl), Günes, Korkmaz, Aalaoui – Tore: 1:0 und 2:0 Kristo (14./30.), 3:0 Mben Bata (77.) – Schiedsrichter: Steinmann (Bensheim) – Vorkommnisse: Rote Karte für den Neu-Isenburger Ispir (8.). Hanaus Aalaoui verschießt Foulelfmeter (16.) – Zuschauer: 20 – Beste Spieler: Kristo / geschlossene Mannschaftsleistung

VfR Wenings – SVG Steinheim 3:1 (3:0):Der SVG Steinheim hat mit einem 1:3 beim abstiegsbedrohten VfR Wenings seine Gruppenliga-Saison beendet. Am letzten Spieltag hat die zuletzt kaum noch Punkte sammelnde Elf von Trainer Jürgen Baier frei. „Wir haben leider mit individuellen Fehlern dem Gegner in Hälfte eins drei Treffer ermöglicht“, berichtete SCG-Sprecher Bernd Hartmann. Die Hausherren begannen aggressiv und motiviert und kauften so ihrem Gegner den Schneid ab. Cosmin Rada, Constantin Toba und Darius Rogozinaru mit einem verwandelten Foulelfmeter sorgten bereits in Hälfte eins für klare Verhältnisse. Nach einer Flanke von Kevin Arnold gelang Daniel Bacher in der 65. Minute immerhin noch Ergebniskosmetik. „Es tut mir leid für die anderen Teams im Abstiegskampf, aber mehr war für uns leider nicht drin“, resümierte Hartmann.

Steinheim: D. Hartmann – Fischer, Emge, Brighache, Camara (75. Breitgraf)., Arnold, Khederzadeh, Krikser, Bacher, J. Hartmann, Balzer – Tore: 1:0 Rada (19.), 2:0 Toba (29.), 3:0 Rogozinaru (33./FE), 3:1 Bacher (65.) – Schiedsrichter: Haase (Frankfurt) – Zuschauer: 100 – Beste Spieler: geschlossene Mannschaftsleistungen

Die restlichen Spiele:

SG Rosenhöhe Offenbach – JSK Rodgau 2:4 (1:2)

Tore: 0:1 Götze (2.), 1:1 Harmanci (18./FE), 1:2 Profumo (39.), 1:3 Götze (57.), 1:4 Profumo (73.), 2:4 Gallus (80.) – Schiedsrichter: Wecht (Rimbach) – Vorkommnis: Gelb-Rote für Rodgaus Kunth (87.) – Zuschauer: 75 – Beste Spieler: geschlossene Mannschaftsleistung / Götze.

SG Nieder-Roden – Kickers Obertshausen 1:4 (0:3)

Tore: 0:1 Davulcu (22.), 0:2 Egerer (31.), 0:3 Davulcu (37.), 1:3 Schwäbe (63.), 1:4 Lang (90.) – Schiedsrichter: Henninger (Altenhain) – Vorkommnis: Verschossener Foulelfmeter von Schwaiger (54./Obertshausen) – Zuschauer: 150 – Beste Spieler: Piesker / Davulcu

VfB Oberndorf – FC Dietzenbach 6:3 (2:2)

Tore: 1:0 Nix (5.), 1:1 Hermanns (25.), 1:2 Hammad (35.), 2:2 Helmchen (38.), 3:2 Seib (55.), 3:3 Amallah (58./FE), 4:3und 5:3 Röder (72./87.), 6:3 Helmchen (89.) – Schiedsrichter: Böck (Steinau) – Vorkommnisse: Rote Karte für Dietzenbach El Aadmi (27.). Gelb-Rote Karte für den Oberndorfer Thomas (60.) – Zuschauer: 170 – Beste Spieler: Röder, Helmchen, Yigit / Hammad, Amallah

Das könnte Sie auch interessieren