Beim VfB Großauheim möchte man in der kommenden Saison mehr Siege feiern und nicht so lange um den Klassenerhalt bangen müssen. Der Kreisoberligist hat auf dem Transfermarkt zugeschlagen und setzt auch auf die neue A-Jugend. Archivfoto: sth

Großauheim

VfB Großauheim: „Keine Horrorsaison mehr“

Fußball. Beim VfB Großauheim herrscht nach einer turbulenten Spielzeit in der Kreisoberliga letztlich Zufriedenheit. Beide Mannschaften feierten den Ligaverbleib. In der kommenden Saison will man sich stabilisieren und baut dabei auf die Jugend.

Von Michael Bellack

„Wir wollen nicht noch einmal so eine Horrorsaison“, blickt der Sportliche Leiter Andreas Kurzschenkel zurück. Zwar wurde das Ziel Klassenerhalt in der Kreisoberliga erreicht, der Weg dorthin war aber äußerst steinig. „Betrachtet man die Umstände, war das für uns ein ganz großer Erfolg“, so Kurzschenkel weiter.

Viele Verletzungen warfen den Aufsteiger immer wieder zurück. Der frisch verpflichtete Torjäger Ali Güclü zum Beispiel zog sich im ersten Saisonspiel gar einen Trümmerbruch im Ellbogen zu und konnte erst in diesem Jahr wieder auf dem Rasen stehen.

In Ruhe gearbeitetTrotz der akuten Abstiegsgefahr habe man in Ruhe gearbeitet und auch an Trainer Danny Laber festgehalten. Das zahlte sich am Ende aus. Auch die zweite Mannschaft konnte in der B-Liga nach dem Aufstieg die Klasse halten. „Wir mussten viele Spieler zur ersten Mannschaft holen, das hat die Reserve extrem geschwächt“, weiß Kurzschenkel. In der kommenden Spielzeit will man nun nicht mehr in den Abstiegskampf verwickelt sein.

 „Irgendwas zwischen Platz acht und zwölf ist für beide Mannschaften realistisch denke ich.“ Damit die Ziele erreicht werden können, wird der Kader im Sommer verstärkt. Mit Ali Kandemir kommt ein waschechter Goalgetter (16 Saisontore) von Safakspor Hanau zu den Großauheimern. Jeremy Levy (SC 1960 Hanau), Adem Basaran (TSG Niederdorfelden) und Oguzhan Yilmaz (RW Großauheim) stehen ebenfalls als Neuzugänge fest. Von Absteiger SV Wolfgang schließen sich Ricardo Richter und Kaitas Apostolos an.

Zu- und AbgängeMit Jannik Blum und Steven Traesh (beide FC Erlensee) verliert man jedoch zwei Stammspieler. Gleiches gilt für Co-Spielertrainer Christof Weintritt, der gemeinsam mit Amador Lopez Sanchez, Daniel Muto, Christian Merino und Marek Bodnar zu Hanau 93 wechselt. Serhat Ergün hat derweil sein Karriereende verkündet.

Den verwaisten Posten des Co-Trainers übernimmt der erfahrene Murat Kurtulus, der das Team gemeinsam mit Chefcoach Danny Laber betreuen wird. Zusätzlich will man bei den Großauheimern auch die Jugend weiter fördern. „Wir wollen die Wege für die Jugend zu den Senioren offen halten, sodass die Spieler dort Fuß fassen können“, berichtet Kurzschenkel.

Hoffnungsvolle TalenteIn der Saison 2017/18 stellt der VfB wieder eine A-Jugend. Diese setzt sich zu großen Teilen aus der erfolgreichen B-Jugend zusammen, die in dieser Saison den Kreispokal gewann und zudem in der Relegation noch um den Aufstieg kämpft. „Das ist die Grundlage für den Verein. Ab 2018 können wir das erste Mal wieder auf Nachwuchs zurückgreifen“, freut sich Kurzschenkel, der die A-Jugend selbst trainieren wird.

Wenn es die Qualität der Spieler hergibt, werden die ersten Jugendspieler bereits ab dem Winter ihre Einsatzchancen im Seniorenbereich erhalten. Zudem ist geplant, die Jugend regelmäßig bei den Herren mittrainieren zu lassen. „Möglichst viele sollen später für den VfB in der ersten Mannschaft spielen“, lautet die Devise.

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