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Fußball

Gewaltszenen überschatten Futsal-Cup im Kreis Büdingen

Fußball. Hässliche Szenen mit unglaublicher Gewalt überschatteten das sportliche Geschehen bei der Zwischenrunde des Büdinger Futsal-Cups in der Sporthalle in Nidda.

Von Frank Schneider

Das Gruppenspiel zwischen dem Kreisoberligisten SG Büdingen und dem B-Ligisten VfB Rodheim wurde beim Stand von 2:1 für die SGB rund anderthalb Minuten vor dem Ende nach schweren Ausschreitungen abgebrochen. Zuvor hatten drei Spieler wegen Tätlichkeiten die Rote Karte gesehen. Beide Mannschaften wurden vom ausrichtenden Kreisfußballausschuss vom Turnier ausgeschlossen.

Kung-Fu-Tritte und Gewaltausbruch

Auslöser der Tumulte war eine Rudelbildung während des Spiels, bei der schon erstmals die Fäuste flogen. Der heranstürmende Torwart des VfB Rodheim sorgte mit Anlauf und einem satten Kung-Fu-Tritt inmitten die Spielertraube für den negativen Höhepunkt. Die Schiedsrichter Volker Höpp (Dauernheim) und Rolf Seifert (Lindheim) behielten den Überblick und verwiesen zurecht drei Spieler mit der Roten Karte des Feldes.

Neben dem Keeper der Rodheimer traf es auch noch einen weiteren Spieler des VfB sowie auch den Schlussmann der Büdinger. Wenig später brachen auf dem Spielfeld aber alle Dämme. Spieler und auf das Parkett stürmende Zuschauer lieferten sich heftige Prügelszenen in Wild-West-Manier, auf der Tribüne suchten Mütter mit ihren kleinen Kindern fluchtartig Schutz auf oberen Sitzreihen.

Spielabbruch als einzig mögliche Konsequenz

Der Spielabbruch war für die Schiedsrichter, wie der erfahrene Hessenliga-Unparteiische Volker Höpp im Nachgang erklärte, die einzig mögliche Konsequenz, um dem teils brutalen Tohuwabohu ein Ende zu setzen und die Sicherheit Unbeteiligter nicht weiter zu gefährden.

Als rund 20 Minuten später mehrere Polizeibeamte mit drei Streifenwagen anrückten, hatten sich die Gemüter wieder einigermaßen beruhigt und das ansonsten fair verlaufene Turnier wurde fortgeführt. Bleiben wird gewiss ein Imageschaden.

Internetvideo sorgt für Fassungslosigkeit

Die auf einem kursierenden Internetvideo festgehaltenen Jagdszenen in der Sporthalle sorgten jedenfalls für Entsetzen und Fassungslosigkeit. Den beiden beteiligten Vereinen drohen jetzt Sanktionen durch das Kreissportgericht.

Der in der Halle anwesende Kreisfußballwart Jörg Hinterseher sprach von „bedauerlichen Vorfällen“, lehnte mit dem Verweis auf ein schwebendes Verfahren gegenüber dieser Zeitung aber jede weitere Kommentierung ab. „Der Kreisfußballausschuss wird in den nächsten Tagen beziehungsweise bei seiner nächsten turnusmäßigen Sitzung darüber beraten, wie mit der Situation umzugehen ist“, so Hinterseher.

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