Die Spieler von Safakspor Hanau waren beim Spiel gegen Hüttengesäß, ähnlich wie bei der Partie bei Eintracht Oberissigheim eine Woche zuvor (Foto), nicht mit den Entscheidungen des Schiedsrichters einverstanden. Archivfoto: TAP

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Geteilte Meinungen zu Spielabbruch in der Kreisoberliga

Fussball. Es lief die 80. Minute in der Kreisoberliga-Begegnung zwischen Safakspor Hanau und der Spvgg. Hüttengesäß, als Schiedsrichter Rajinder Mahey das Spiel beim Stand von 5:1 für Hüttengesäß abbrach. Während der Spielabbruch auf Hanauer Seite Unverständnis hervorruft, kann man ihn in Hüttengesäß zumindest nachvollziehen.

Von David Lindenfeld

„Wir haben schon ein paar Mal gemeckert über die extrem unglücklichen Entscheidungen des Schiedsrichters gegen uns, aber das war nicht ungewöhnlicher als jeden anderen Sonntag auch auf den Plätzen in der Kreisoberliga“, sagt Safakspors Trainer Hakim Kaya, der ein Beispiel anführt: „Ich war am Donnerstag beim Spiel von Dörnigheim gegen Niederissigheim. Da ist das Zehnfache gemeckert worden.“

Laut ihm habe es seitens der Hanauer keine Beleidigungen oder Bedrohungen gegenüber dem noch jungen Schiedsrichter gegeben. „Das würde ich nie erlauben. Meine Kinder sind auf dem Sportplatz“, sagt Kaya. Auch seitens der Zuschauer habe es keine Beleidigungen oder Bedrohungen gegeben. „Ich habe noch nie erlebt, dass jemand wegen Meckereien das Spiel abbricht. Dann müsste jedes zweite Spiel in der KOL abgebrochen werden“, meint Kaya, der davon berichtet, dass der Schiedsrichter mit den Worten: „Ich höre mir das nicht mehr an. Ich habe keine Lust mehr“ in die Kabine gegangen ist.

Safakspor-Spieler belagern Schiedsrichter

Die Auslöser, die die Gemüter hochkochen ließen, waren zwei Platzverweise in der 66. Minute für Safakspor. Beide wegen Meckerns. „Fakt ist, dass der Schiedsrichter danach bei jedem Pfiff gegen Safakspor von zwei oder drei Mann belagert wurde“, berichtet der Hüttengesäßer Spielausschuss-Vorsitzende Michel Kraus. Auch vom Spielfeldrand habe es viele Zwischenrufe gegeben. „Ich, als Außenstehender, der die Verbalitäten gegenüber dem Schiedsrichter nicht mitbekommen hat, hätte das Spiel weiterlaufen lassen, aber ich kann den Schiedsrichter verstehen, weil er dann wirklich nach jeder Situation, die gegen Safakspor gepfiffen wurde, verbal angegangen wurde.“

Aus Kayas Sicht waren die vielen strittigen Entscheidungen zum Nachteil der Hanauer ausschlaggebend: „Der Schiedsrichter war ein junger Kerl und hat selbst gemerkt, dass er ein paar Fehlentscheidungen getroffen hat, wie beim 4:1 von Thomas Würth, der zwei Meter im Abseits stand. Das hat er im Nach‧hinein gemerkt, da konnte er seinen Pfiff aber nicht mehr zurücknehmen“, so Kaya. Wie die Partie nun gewertet wird, wird das Kreissportgericht entscheiden. „Ich hoffe, dass das Sportgericht ein vernünftiges Urteil fällt. Wenn wir dafür bestraft werden, verstehe ich die Welt nicht mehr“, so Kaya.

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