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Germania Großkrotzenburg: Viele Geschenke und ein Krankenwagen

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Von: Thorsten Jung

Den Fokus auf den Ball statt auf das Coronavirus: Die TS Ober-Roden (in Rot) will am Sonntag beim SV der Bosnier in Frankfurt antreten, Germania Großkrotzenburg (blau-schwarz) bei der SG Rüsselsheim.
Bittere Niederlage für die Blau-Schwarzen von Germania Großkrotzenburg. © Eyßen (Archiv)

Es hätte ein toller Nachmittag für Germania Großkrotzenburg werden können. Wenn denn Volkan Sungun und Alessandro Fröb ihre Torchancen in den ersten drei Minuten verwertet hätten. So ging das Heimspiel gegen den Tabellenzweiten der Fußball-Verbandsliga Süd, die SG Bornheim G/W, mit 2:4 (1:2) verloren.

Großkrotzenburg – „Wir müssen in den ersten drei Minuten 2:0 in Führung gehen“, trauerte Trainer Christos Tsifnas, der kurzfristig auf Rinor Kqiku verzichten musste, den Hochkarätern nach. Zunächst schoss Sungun freistehend vorbei, nachdem Ucar nach einem Diagonalpass im Strafraum quer gelegt hatte, dann fand Fröb in Bornheims Keeper Gianluca Colombo seinen Meister.

Mitte der ersten Halbzeit wurde der Fußball zur Nebensache. Siyar Erincs Kniescheibe sprang bei einem Zweikampf raus. Ein Krankenwagen rückte an und „es wurde noch auf dem Platz alles wieder gerichtet“, berichtete Tsifnas. Am Abend bekam der Germania-Coach dann die Information, dass Erinc das Krankenhaus zeitnah wieder verlassen konnte. Nach 28-minütiger Unterbrechung wurde die Partie fortgesetzt und die dementsprechend lange Nachspielzeit der ersten Halbzeit brachte drei kuriose Treffer mit sich.

Beim Führungstor der Gäste habe Torwart Sadra Sememy beide Hände auf dem Ball gehabt und Ogün Ünal ihm diesen weggespitzelt, ärgerte sich Tsifnas über den ausgebliebenen Pfiff (45.+7). Etwa zehn Minuten später bekam Colombo den Ball nicht weg, Fröb setzte nach und nahm das Geschenk an. Nur eine Minute später revanchierte sich Großkrotzenburg und verteilte ebenso ein Geschenk. Kapitän Maik Neuendorf war auf den Ball getreten und ausgerutscht. „Der Ball flog nicht nach vorne, sondern Richtung eigenes Tor“, erklärte Tsifnas. Diesmal bedankte sich Ben Schwarz, der zur erneuten Bornheimer Führung einschob.

Wieder kam die Germania gut aus der Kabine. Nach schöner Kombination über Fröb stellte Sungun seine Torjägerqualitäten unter Beweis und köpfte zum 2:2 ein (49.). Nun plätscherte das Spiel vor sich hin, ehe die Gäste erneut zum Toreschießen eingeladen wurden. Joel Tewelde ließ sich feiern (60.). In der Nachspielzeit warf Großkrotzenburg alles nach vorne und wurde nach einer Standardsituation ausgekontert.

„Wir haben ein gutes Spiel gegen den Tabellenzweiten hingelegt, und das auf schwer zu bespielendem Rasen. Der Platz war sehr trocken, weil die Sprinkleranlage ausgefallen war“, so Tsifnas, der von „Eigenwerbung für die nächste Saison“ sprach. Doch die kommende Runde in der Gruppenliga Frankfurt Ost ist noch in weiter Ferne, zunächst steht am Samstag das Gastspiel beim Spitzenreiter SV Unter-Flockenbach an. Dann wohl ohne Erinc sowie Innenverteidiger Neuendorf, der mit Oberschenkelproblemen ausgewechselt werden musste.

Großkrotzenburg: Sememy, Bucma, Ragaman, Neuendorf (61. Menge), Pock (55. Ennin), Khederzadeh, Erinc (39. Saniyeoglu), Fröb, Ucar, Rubin, Sungun - Tore: 0:1 Ünal (45. +7), 1:1 Fröb (45. + 19), Schwarz (45. + 20), 2:2 Sungun (49.), 2:3 Tewelde (60.), 2:4 Schneider ( 90. + 3)

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