Wer darf jubeln? Am Sonntag trifft die Germania um Niklas Kröhl im Rodenbacher Derby auf die Eintracht.
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Wer darf jubeln? Am Sonntag trifft die Germania um Niklas Kröhl im Rodenbacher Derby auf die Eintracht.

KREISOBERLIGA

Germania geht als Favorit ins Rodenbach-Derby

  • VonLennart Nickel
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Derby-Zeit: Am Sonntag (31.10.2021) empfängt Eintracht Oberrodenbach Lokalrivale Germania Niederrodenbach in der Fußball-Kreisoberliga Hanau (15.30 Uhr). Während die gastgebende Eintracht aktuell ihre Form sucht, genießen die Niederrodenbacher seit der Übernahme von Spielertrainer Thomas Goldmann im September einen Lauf.

Rodenbach – „Sportlich wäre es mir lieber, wenn der Vierte gegen den Fünften spielt, als eben jetzt der Dritte gegen den 14.“, gesteht Carsten Frey, der gemeinsam mit Rico Kraut die in letzter Zeit nur mäßig erfolgreichen Oberrodenbacher trainiert.

Nach dem 3:3 in Neuberg und der 1:2-Niederlage gegen Niederissigheim lokalisiert Frey sein Team aktuell im „Abstiegsstrudel“. „Es spiegelt unsere Leistung wider, dass wir in den letzten zwei Spielen Punkte verschenkt haben“, bilanziert der 51-Jährige, der als aktiver Spieler knappe zehn Jahre bei Derbygegner Germania Niederrodenbach verbracht hat. Angesichts deren guter Form prognostiziert der Eintracht-Coach: „Ich gehe davon aus, dass Germania ein bisschen Oberwasser hat.“

In der Tat konnte die Elf von Spielertrainer Thomas Goldmann sechs der vergangenen sieben Spiele und auch das letzte Aufeinandertreffen der Rodenbacher Vereine im Oktober 2020 gewinnen. „Die Jungs haben Bock auf das Derby“, so sehr, dass der 33-Jährige gegensteuern muss: „Bei dem ein oder anderen muss man auf die Bremse drücken“, erzählt der seit 2017 bei der Germania bevorzugt auf der „Sechs“ spielende Goldmann.

Eintracht Oberrodenbach sieht sich auf Augenhöhe mit dem Nachbarn

Dabei taten sich die Niederrodenbacher gegen den Oberrodenbacher Nachbarn erstaunlich schwer. „Wir müssen aufpassen, letzte Woche gegen den KSV Langen-Bergheim war es sehr knapp. Ich hoffe, das war ein Warnschuss“, appelliert der Spielertrainer an sein Team, das in einer kuriosen Partie in der 85. Minute das 0:1 kassierte und dennoch mit 2:1 als Sieger vom Platz ging. Carsten Frey ist ebenso weit davon entfernt, den Derby-Ausgang schon vor Anpfiff abzuhaken: „Qualitativ ist die Mannschaft nicht besser oder schlechter als die der Niederrodenbacher. Ich hoffe also auf ein Derby auf Augenhöhe!“

Dafür können er und Trainerkollege Kraut immerhin endlich wieder auf alle Spieler zurückgreifen. Auch der vielseitige Kapitän Maximilian Robok sei einsatzfähig, gegen Neuberg reichte es für ihn nur zu einem Kurzeinsatz. Auf Germania-Seite werden hingegen Spieler fehlen, insgesamt sei der Kader aber gut besetzt, so Thomas Goldmann. Ob Top-Torjäger Marco Veit mit von der Partie sein wird, müsse beispielsweise noch entschieden werden.

Wie wichtig Veit für die Niederrodenbacher ist, zeigte sich bei jenem Spiel gegen Langen-Bergheim, als der Stürmer das späte Siegtor erzielte. Goldmann wünscht sich aber kein vergleichbares Szenario für Sonntag: „Ich hätte nichts dagegen, wenn wir nicht erst in der 90. Minute den Siegtreffer schießen.“ Anders sieht es in Oberrodenbach aus, für Frey gilt: „Unsere Priorität ist: Überhaupt mal wieder einen Sieg holen.“

Aber nur, weil die letzten Ergebnisse nicht zufriedenstellend waren, möchte der in Niederrodenbach wohnende Trainer der Eintracht nicht darauf verzichten, mit einer positiven Erwartungshaltung dem Derby am Sonntag entgegenzufiebern. Dementsprechend ordnet er ein: „Ein Derbysieg ist schon noch mal schöner als in Bischofsheim oder Hüttengesäß zu gewinnen.“ Eine Einschätzung, der sicherlich auch Germania-Fans und Thomas Goldmann folgen können.

Bis Sonntag bleibt aber offen, ob überhaupt, beziehungsweise welcher der beiden Rodenbacher Trainer in den Genuss eines Derbysieges kommt. (Von Lennart Nickel)

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