Sven Reuter wird im Sommer die Germania übernehmen. Archivfoto: Patrick Scheiber

Fußball

Germania Dörnigheim: Reuter übernimmt im Sommer von Abdessadki

​Fußball. Sven Reuter wird in der kommenden Saison Trainer des Gruppenligisten FC Germania Dörnigheim. Der bevorstehende Wechsel beim aktuellen Tabellenzweiten kommt überraschend und ist dem Wunsch des bisherigen Spielertrainers Hicham Abdessadki geschuldet, künftig kürzer treten zu wollen.

Abdessadki führte die Maintaler in der vergangenen Saison als souveräner Meister der Kreisoberliga Hanau in die Gruppenliga Frankfurt Ost und gewann mit der Germania auch zwei Mal das Hanauer Hallenmasters. Reuter übernahm vor der aktuellen Saison den Kreisoberligisten Spvgg. Roßdorf und belegt mit seinem Team derzeit den sechsten Rang. „Der Abschied in Roßdorf wird mir schwer fallen, denn ich hinterlasse dort eine tolle Mannschaft“, sagt der 49-Jährige.

Dem Lockruf der Germania, für die Reuter vor über 20 Jahren mal eine Saison in der damaligen Landesliga Süd spielte, konnte der Trainer dann aber nicht wiederstehen. Die Perspektiven hinsichtlich Kader und Sportgelände sind in Dörnigheim derzeit glänzend, zudem trifft Reuter bei seinem künftigen Verein auf etliche Spieler, mit denen er schon über mehrere Jahre beim FSV Bischofsheim zusammengearbeitet hat.

Abdessadki will Zeitaufwand einschränken

Bei den „Fröschen“ begann die Trainerlaufbahn von Sven Reuter. Als Aktiver wurde seinerzeit zum Spielertrainer befördert, um dann kurze Zeit später als reiner Coach zu fungieren. Reuter etablierte den FSV in der Spitzengruppe der Gruppenliga Frankfurt Ost und war insgesamt zwei Mal am Fechenheimer Weg Trainer. In der vergangenen Spielzeit trainierte Reuter für wenige Monate den damaligen Verbandsligisten SV Altwiedermus, ehe sich diese Akte nach dem freiwilligen Rückzug der Ronneburger vorzeitig schloss.

Für Hicham Abdessadki, der aus beruflichen und familiären Gründen den Zeitaufwand in seinem Hobby Fußball etwas einschränken möchte, ist Reuter eine logische Nachfolge-Lösung. Nicht nur, weil er das Gros der Mannschaft und den Verein kennt, sondern weil sich die Spielphilosophie von Abdessadki und Reuter ähneln.

„Ich werde bis Sommer keinen Millimeter nachlassen“

Für die derzeit sehr erfolgreiche Truppe der Germania wird es so vermutlich im Sommer einen fließenden Übergang ohne Paradigmenwechsel geben. Ungewiss ist noch die Spielklasse. Als aktueller Tabellenzweiter dürfen die Maintaler vom Durchmarsch in die Verbandsliga Süd träumen.

Bei der Spvgg. Roßdorf ist die Suche nach einem neuen Trainer angelaufen. „Ich werde bis Sommer keinen Millimeter nachlassen“, sagt Reuter. Nach einer guten Vorrunde dürfen die Roßdorfer sogar noch ein wenig auf Platz zwei schielen. „Die Mannschaft hat meine Entscheidung verstanden und auch mit dem Vorstand sind die Gespräche sauber abgelaufen. Der Verein ist gut aufgestellt und wird keine Probleme haben, einen geeigneten Nachfolger für mich zu finden“, denkt Reuter.

Die jüngste Entwicklung beim FC Germania Dörnigheim bezeichnet Sven Reuter als „sensationell“. Die gute Jugendarbeit, drei Seniorenteams im Spielbetrieb und eine vorzeigbare Sportanlage waren neben dem offensivfreudigen und spielstarken Team gewichtige Argumente pro Germania. „Ich habe mich relativ schnell entschieden, das Angebot anzunehmen und freue mich sehr auf meine künftige Aufgabe“, so Reuter abschließend.

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