Wieder vereint: Henrik Saal und Hicham Abdessadki spielten einst schon erfolgreich für den FSV Bischofsheim. Mit Aufsteiger Germania Dörnigheim wollen sie nun die Gruppenliga Frankfurt Ost aufmischen. Archivfoto: TAP

Fußball

Germania Dörnigheim kehrt auf die Gruppenliga-Bühne zurück

Fußball. Fünf Jahre lang spielte Germania Dörnigheim nicht in der Gruppenliga Frankfurt Ost. Als souveräner Meister der Kreisoberliga Hanau kehren die Maintaler nun in die früher angestammte Spielklasse zurück.

Von Frank Schneider

Das Team von Spielertrainer Hicham Abdessadki ist aktuell die Nummer eins ins Maintal, hat die ehemaligen Gruppenliga-Stammgäste 1. FC Hochstadt und FSV Bischofsheim sportlich überflügelt und auch vor der Kewa aus Wachenbuchen die Nase vorne.

Doch nicht nur in Sachen fußballerischer Qualität ist derzeit bei der Germania alles in Butter. Der Verein, der vom früheren Sportgelände an der Eichenheege mittlerweile ans neue Sportzentrum an der Dicken Buche umgezogen ist, verfügt über so viel kickendes Personal, dass sogar eine dritte Mannschaft für den Spielbetrieb in der Kreisliga C angemeldet worden ist. „Wir hätten ansonsten zu viele junge Spieler verloren, die wir über zehn, zwölf Jahre in unserer Nachwuchsabteilung ausgebildet haben“, berichtet der Vereinsvorsitzende Wolfgang Marx.

Ernstzunehmender Gegner

Dass Germania Dörnigheim von der Konkurrenz in der Gruppenliga Frankfurt Ost als ernstzunehmender Gegner eingestuft wird, hat Spielertrainer Abdessadki zur Kenntnis genommen, in die Rolle eines Geheimfavoriten mag er sich aber nicht drängen lassen.

„Als Aufsteiger sollte man bescheiden bleiben. Die Gruppenliga Frankfurt Ost ist mit ihren vielen Absteigern immer eine schwierige Klasse und unser Startprogramm hat es mit den Spielen gegen die etablierten Gruppenligisten SG Marköbel und SG Rosenhöhe in sich“, sagt der 34-jährige Übungsleiter, wohlwissend, dass es gewiss kein Nachteil ist, in eben diesen beiden ersten Partien jeweils Heimrecht zu genießen.

Der Aufstiegstrainer, der in der kommenden Runde verstärkt das Team von der Außenlinie coachen will, kennt die Anforderungen der neuen Liga aus seiner langjährigen Zeit beim FSV Bischofsheim nur zu genüge. In technischer und taktischer Hinsicht bestehen laut Abdessadki die größten Unterschiede zwischen Gruppen- und Kreisoberliga, auch das Spieltempo ist höher.

Die ersten beiden Vorbereitungsspiele endeten mit Niederlagen. Gegen den Kreisoberligisten Rot-Weiß Großauheim unterlagen die Dörnigheimer mit 2:3, gegen Hessenliga-Aufsteiger FC Hanau 93 standen die Germanen gänzlich auf verlorenem Posten und gingen zweistellig mit 0:10 unter.

Kein Grund zur Panik

Kein Grund zur Panik für die Verantwortlichen, fehlten doch urlaubsbedingt einige Stammkräfte, wie etwa der von der SG Bruchköbel zur Germania gestoßene Offensivspieler Maximilian Walter. „Ich bin sehr glücklich mit der Zusammensetzung des Kaders“, sagt Abdessadki.

Den Klassenerhalt traut er seinen Mannen allemal zu. „Vielleicht können wir auch den einen oder anderen Großen der Liga ärgern, doch das primäre Ziel ist es, so schnell wie möglich die 40 bis 45 für den Klassenerhalt erforderlichen Punkte einzufahren.“

Abdessadkis junge Truppe wurde gezielt verstärkt. Neben Walter sind Ugur Erdogan und Gjorgi Trajanov, die beide vom Verbandsligisten SC 1960 Hanau kamen, die namhaftesten Transfers. Henrik Saal kam vom SV Gronau. Auch er spielte früher mit Abdessadki in Bischofsheim. Die Zahl der ehemaligen „Frösche“ im Kader der Germania steigt mit den Neuzugängen Walter, Saal und Trajanov auf insgesamt neun Akteure an.

Am morgigen Donnerstag steht für den Neuling an der Dicken Buche der nächste Test an. Gegner wird ab 20 Uhr der souverän als Meister der Kreisoberliga Maintaunus in die Gruppenliga Wiesbaden aufgestiegene FC Germania Okriftel sein.

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