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Gemeinsamen Rhythmus finden: Sportstadtachter Hanau feilt vor Saisonstart an der Form

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Erster Härtetest für den Sportstadtachter Hanau auf der heimischen Main-Sprintstrecke.
Erster Härtetest für den Sportstadtachter Hanau auf der heimischen Main-Sprintstrecke. © Per Bergmann

Im Rahmen eines Testrennens brachten mehrere Achter der Ruder-Bundesliga am Wochenende den Main zum Kochen. Am Bootshaus des Ruderclubs Möve 1919 in Großauheim drehten die Teams rund einen Monat vor dem Bundesligastart in Kassel an den letzten Stellschrauben. Das Hanauer Boot startete mit zwei Neuzgängen.

Hanau – Mit den ersten Leistungen zeigte sich der neue Coach des Hanauer Sportstadtachters Marko Wanke am Wochenende zufrieden. Wanke übernahm die Mannschaft der Renngemeinschaft, bestehend aus dem RC Möve und der Hanauer Rudergesellschaft 1879, nach Ablauf der letzten Saison im vergangenen Jahr. Im letzten von drei Rennen der abgelaufenen Saison „hatten wir mehrere Ausfälle im Team und sind noch auf Platz zehn abgerutscht“, erinnert sich Wanke.

Trotz einer aufgrund von Corona verkürzten Saison waren die Hanauer Ruderer mit ihrem Abschneiden nicht zufrieden, doch der Blick geht längst wieder nach vorne. Die teilweise guten Ansätze aus der vergangenen Saison hat Wanke mit seiner Mannschaft über den Winter ausgebaut, kleinere Fehler konnten behoben werden. Das Ziel vor dem ersten Renntag am 18. Juni in Kassel sei es, sich in diesem Jahr „in der oberen Tabellenhälfte zu platzieren.“

Die neue Bundesliga-Saison fest im Blick hat Marko Wanke, Trainer des Sportstadtachters Hanau.
Die neue Bundesliga-Saison fest im Blick hat Marko Wanke, Trainer des Sportstadtachters Hanau. © Bergmann

Ein Kernthema während der Vorbereitung ist, „im Winter früher anzufangen“, erinnert sich Wanke an die ersten Stellschrauben, an denen gedreht wurde. „Die Herausforderung im Winter ist es, die Trainingsmotivation hochzuhalten“, denn auch bei Eiseskälte muss der Sportstadtachter fünfmal pro Woche trainieren. Wöchentlich gab es jeweils zwei Kraft- und zwei Ausdauereinheiten, einmal ging es zum Praxistest auf den Main, „auch bei einem Grad Außentemperatur“.

„Wenn wir es machen, dann richtig“, habe Wanke seinem insgesamt 15-köpfigen Team vor Beginn der Wintervorbereitung deutlich gemacht. Auch wenn bei den Rennen acht Ruder durchs Wasser peitschen, gehe es darum, „an einem Strang zu ziehen“, den gemeinsamen Rhythmus zu finden „und das Bootsgefühl aufzubauen“. Dafür macht der Sportstadtachter seit einigen Wochen „immer mehr Meter auf dem Wasser“.

Am Wochenende waren die Bundesligateams aus Frankfurt, Mainz und Kassel zu Besuch am Großauheimer Mainufer. Bei herrlichem Wetter peitschten sie ihre Boote in mehreren Durchläufen über die 400 Meter lange Sprintstrecke. Die Ergebnisse der einzelnen Rennen seien dabei „nicht besonders aussagekräftig“, kleinere Überraschungen während der Saisonvorbereitung sind „völlig normal“, weiß Wanke. „Wir probieren alle viel aus.“ Schließlich gehe es jetzt darum, „die richtige Besetzung für den Saisonstart zu finden“.

Der Hanauer Sportstadtachter hat sich teilweise neu formiert. Mehrere Abgänge wurden durch die Neuzugänge Paul Wagner (Hanauer Ruderclub Hassia) und Marian Laukamp (RC Möve) kompensiert. Mit Katharina Golüke steht im Kader jetzt zudem eine zweite Steuerfrau neben Kerstin Büttner zur Verfügung. Golüke ist aus Nordrhein-Westfalen zugezogen und bringt Bundesligaerfahrung mit. Neuzugang Wagner ist mit 18 Jahren der Jüngste in seinem neuen Team.

Die vier hessischen Bundesliga-Achter konnten ihre künftigen Besetzungen beim ersten Testrennen ein wenig anpassen. Kleinere Probleme brachte die Generalprobe aber auch mit sich, wie der Bruch eines Auslegers am neuen Boot der Mannschaft aus Mainz. Ob dabei das Material Schuld war oder ob die Mainzer aus Versehen eine Boje gerammt hatten, ließ sich beim Testrennen jedoch nicht abschließend klären.

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