Fussball Gruppenliga, SVG Steinheim - Tuerk Guecue Hanau
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Große Ambitionen: Tim Müller (rechts), Spielertrainer des Gruppenligisten Türk Gücü Hanau, will den Verein stärken und sich in der Stadt hinter Hessenligist Hanau 93 und Verbandsligist SC 1960 Hanau fest etablieren.

Aufstieg offiziell kein Thema

Türk Gücü will die dritte Kraft in Hanau werden - Kader soll verbreitert werden

  • vonFrank Schneider
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Die aktuelle Saison in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost ist für Türk Gücü Hanau keine einfache gewesen. Der bevorstehende Abbruch würde dem Team von Spielertrainer Tim Müller jedoch den Ligaerhalt sichern. 

In der Tabelle der Mitte März wegen des Ausbruchs der Corona-Pandemie unterbrochenen Runde nimmt Türk Gücü nur den viertletzten Platz ein. Ohne Corona hätte den Hanauern wahrscheinlich ein knüppelharter Abstiegskampf bevorgestanden.

"Hätte Klassenerhalt lieber sportlich geschafft"

Müller bedauert den Abbruch dennoch: „Ich hätte den Klassenerhalt lieber sportlich geschafft, wir hatten uns in der Winterpause einiges vorgenommen.“ Virtuell ist er mit seinen Jungs in der nun fast zehnwöchigen Zwangspause in Kontakt geblieben, einmal wöchentlich hat er über eine Zoom-Konferenz über einen Fitnesstrainer Übungen für seine Spieler angeboten.

Müller weiß jedoch, dass dies kein Ersatz für den gewohnten und regelmäßigen Trainings- und Wettkampfmodus ist. „Die Kabine fehlt, die Gespräche und Kontakte. Per Videobotschaft entsteht einfach nie diese starke Bindung zueinander, die man im Mannschaftssport braucht“, betont der 32-Jährige.

Türk Gücü mit ehrgeizigen Zielen

Müller hat dem Verein in schwierigen Zeiten für die neue Runde zugesagt und bastelt derzeit mit den Verantwortlichen eifrig am Kader für die neue Saison. Das Ziel ist klar formuliert: Die neue Saison soll besser laufen als die aktuelle. „Ich habe schon vor der jetzigen Runde gesagt, dass wir vor einer schweren Runde stehen und vorsichtig nur den Klassenerhalt als Ziel genannt. In der dritten Saison unter meiner Regie wollen wir aber wieder weiter vorne landen. Wir möchten uns als dritte Kraft in Hanau etablieren und wollen den Vorsprung von Hanau 93 und dem SC 1960 nicht zu groß werden lassen.“

Auch die beiden ranghöchsten Teams der Stadt würden vom Corona-Abbruch profitieren. Hessenliga-Aufsteiger Hanau 93 hätte den Klassenerhalt in der Tasche, der HSC darf eventuell als Tabellenzweiter der Verbandsliga Süd in die höchste Amateurspielklasse des Bundeslandes aufrücken.

Aufstieg ist offiziell kein Team

Vom Aufstieg in die Verbandsliga Süd wird bei Türk Gücü Hanau nicht offiziell geredet, reizvoll wäre der nächste sportliche Schritt aber schon. Zu- und Abgänge wird es sicherlich einige geben, doch was die Namen potenzieller Verstärkungen betrifft, will sich Tim Müller noch bedeckt halten. „Wir wollen zunächst mal den Verbandstag abwarten und danach die Zusagen fixieren“, berichtet der Spielertrainer.

Wachsen soll auch das Team hinter dem Team, für den Spielausschuss zusätzliche Personen gewonnen werden. Den Kader wollen die Hanauer etwas breiter aufstellen. Nicht nur Müller befürchtet eine Mammutsaison. „Wenn die Tabellenzweiten der Kreisoberligen aufsteigen dürfen, wären ja 23 Teams in der Liga, das wäre der Hammer. Wir brauchen daher definitiv ein paar Spieler mehr, um für die anstehenden Aufgaben gerüstet zu sein.“

Trainer nimmt Fußball-Verband in Schutz

Den Verband nimmt Tim Müller in der schweren Corona-Zeit ausdrücklich in Schutz, er weiß um die unterschiedlich gelagerten Interessen der Vereine. Sollte die Liga wirklich aufgebläht werden, wäre das für ihn kein Drama. „Man kann es in solch einer Situation nicht allen Klubs recht machen. Doch wenn die Vereine es rechtzeitig wissen, können sich ja alle auf eine Saison mit mehr Spielen einstellen. Im Süden Hessens gibt es viele Kunstrasenplätze, da spielt man eben mal bis Mitte Dezember und geht dann erst in eine kurze Winterpause“, sagt Müller.

Die Vorfreude auf die neue Saison ist groß, Spieler und Verantwortliche des 1979 gegründeten Vereins sehnen die Tage herbei, wenn an der Rudi-Völler-Sportanlage in Hanau-Lamboy wieder ein geregelter Trainings- und Spielbetrieb möglich sein wird.

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