1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

SVG Steinheim: Gegen SV Ranstadt zählt nur ein Sieg

Erstellt:

Getrennte Wege gehen ab sofort Germania Dörnigheim und Ugur Erdogan. Aber auch ohne den Angreifer sind die Dörnigheimer am Sonntag in Alzenau Favorit.
Getrennte Wege gehen ab sofort Germania Dörnigheim und Ugur Erdogan. Aber auch ohne den Angreifer sind die Dörnigheimer am Sonntag in Alzenau Favorit. © scheiber

In der Gruppenliga treffen die Steinheimer im Kellerduell auf Ranstadt. Erlensee II fordert Marköbel heraus.

Hanau – In der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost treffen sich am Sonntag der 1. FC Erlensee II und die SG Marköbel zum Nachbarschaftsderby. Beide Teams wollen sich fernab der Abstiegsregion im gesicherten Mittelfeld etablieren, müssen für dieses ehrgeizige Ziel in den kommenden Wochen aber fleißig Punkte sammeln. Gleiches trifft auch auf Türk Gücü Hanau (Heimspiel gegen Klein-Krotzenburg) und die SG Bruchköbel zu. Die SGB muss im schweren Auswärtsspiel beim VfB Oberndorf Farbe bekennen. Richtig unter Zugzwang steht der auf den drittletzten Rang abgerutschte SVG Steinheim im Heimspiel gegen Außenseiter SV Ranstadt. Von den Hanauer Kreisvereinen kann derzeit nur Germania Dörnigheim die Spitzenränge ins Visier nehmen. Damit dies so bleibt, wollen die Maintaler im Match bei Bayern Alzenau II alle drei Punkte mit nach Hause nehmen.

SVG Steinheim - SV Ranstadt (So., 15.30 Uhr).

Nach acht Niederlagen in Folge zählen beim SVG Steinheim keine Ausreden mehr: Das am Pfaffenbrunnen anstehende Heimspiel gegen den noch sieglosen Tabellenletzten SV Ranstadt muss gewonnen werden. Ohne Wenn und Aber und am besten noch mit einem deutlichen Ergebnis. Die Personallage bei den Steinheimern bleibt aber unverändert schlecht. Torjäger Yves Böttler ist noch ein Spiel gesperrt, mit Julian Skok, Anil Sen und Louis Löffler weilen gleich drei Spieler in Urlaub. Weitere Akteure sind gesundheitlich angeschlagen oder verletzt.

„Neun bis zehn Leute werden sicher wieder fehlen“, berichtet SVG-Coach Jens Wöll, der zuletzt selbst regelmäßig seine Fußballschuhe an den Spieltagen geschnürt hat. Was den Steinheimern Mut macht: Zuletzt, beim 0:1 gegen den OSC Rosenhöhe, präsentierte sich der Rumpfkader des SVG ordentlich und hätte beinahe eine Überraschung geschafft. Gegen Ranstadt muss die Wöll-Elf vermutlich mehr selbst das Spiel machen. „Wir werden wieder alles in die Waagschale werfen“, verspricht der SVG-Trainer.

VfB Oberndorf - SG Bruchköbel (So., 15.30 Uhr).

Der 4:1-Erfolg im Derby gegen Türk Gücü Hanau war Balsam für die Fußballerseelen im Lager der SG Bruchköbel. Mit nun zwölf Punkten auf dem Konto fahren Trainer Andreas Redmann und seine Fußballer selbstbewusst zum zwei Punkte besser dastehenden VfB Oberndorf. Trotz der bekannten Heimstärke des Gegners sind die Gäste heiß auf die nächsten Zähler.

„Aufgrund der guten Leistung gegen Türk Gücü blicke ich dem Spiel positiv entgegen“, erzählt SGB-Trainer Andreas Redmann. Und noch aus einem weiteren Grund freut er sich auf die Fahrt in den Spessart: Redmann hat als aktiver Spieler noch nie in Oberndorf verloren. Eine starke persönliche Serie, die der 52-Jährige nun auch als Trainer gerne fortführen möchte. Die Personallage beim Hanauer Kreisvertreter bleibt dagegen unverändert schlecht. Von den angeschlagenen Akteuren könnte am ehesten Felix Tugend sein Comeback feiern.

Türk Gücü Hanau - Germania Klein-Krotzenburg (So., 15.30 Uhr).

Das Mittwochspiel bei der SG Bruchköbel hatten sich Spieler und Verantwortliche des FC Türk Gücü Hanau ganz anders vorgestellt. Nach der bitteren 1:4-Niederlage am Wald ist nun gegen Germania Klein-Krotzenburg Wiedergutmachung angesagt. Gegen einen Gegner auf Augenhöhe sind drei Zähler gewiss kein unmögliches Unterfangen.

„Die Niederlage in Bruchköbel war ärgerlich, da haben wir im Kollektiv versagt, während der Gegner am Limit gespielt hat“, blickt TG-Trainer Raduan Belaajel zurück. Der schwache Auftritt wird nicht ohne Folgen bleiben, eine weitreichende Personalrochade gilt als wahrscheinlich. „Es wird sicherlich Veränderungen in der Startelf geben und kein Spieler wird sich darüber beschweren können“, legt Belaajel nach. Vor seinem Startelf-Debüt steht unterdessen der letztjährige Hanau-93-Hessenligaspieler Kubilay Cetin.

FC Bayern Alzenau II - FC Germania Dörnigheim (So., 15.30 Uhr).

Vor dem anstehenden Match beim Tabellenvorletzten wartet der Tabellenfünfte Germania Dörnigheim mit einer Personalie auf. In „beidseitigem Einvernehmen“ hat sich der Verein von seinem Stürmer Ugur Erdogan getrennt. Ins Detail gehen wollte Germania-Coach Partrick Ofcarek nicht. Erdogan war zu Beginn der Saison 2019/20 vom Verbandsligisten SC 1960 Hanau nach Dörnigheim gewechselt. Dass die Maintaler auch ohne Erdogan favorisiert nach Alzenau reisen, dessen ist sich Ofcarek bewusst. Er hofft auf eine verbessere Chancenverwertung. In Bestbesetzung kann die Germania nicht bei der fehlgestarteten Hessenliga-Reserve antreten. Neben den Langzeitverletzten fehlen die Urlauber Mario Cardaci und Mimoun Attanin. Alen Okugic und Lukas Barfuss stehen dagegen wieder auf der Matte.

1. FC Erlensee II - SG Marköbel (So., 16 Uhr).

Aufsteiger 1. FC Erlensee II will nach zwei Niederlagen in Folge in die Erfolgsspur zurück, wird im Derby allerdings auf einen Gegner mit Widerstandskraft treffen. Durch jahrelange Ligaerfahrung weiß man bei der SG Marköbel, in welchen Spielen es um die Wurst geht. Der 1. FC Erlensee II, das bestätigt SGM-Trainer Marc Außenhof, wird als Konkurrent mit ähnlicher Kragenweite eingestuft.

„Gegen Alzenau II haben wir es beim 2:0-Sieg sehr gut gemacht und ich hoffe, dass die Jungs auch in Erlensee Gas geben“, meint Außenhof. Vor dem zweiten Duell in Folge gegen einen B-Kader eines Hessenligisten sieht es in personeller Hinsicht bei den Hammersbachern allerdings nicht rosig aus. Stammtorhüter Felix Sticher sowie Sascha Roloff und André Naumann werden fehlen. Christian Karges und Daniel Schabet waren unter der Woche angeschlagen, ihre Einsätze sind demnach fraglich. „Erlensee hat einige gute Jungs drin, diese Mannschaft ist schwer einzuschätzen“, meint Außenhof und stellt sich auf ein schweres Auswärtsspiel ein. (Frank Schneider)

Auch interessant