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Packendes Derby: Im Hinspiel setzte sich die HSG Hanau um Yaron Pillmann (am Ball) mit 37:34 gegen den TV Gelnhausen durch. Das Rückspiel musste aufgrund der Corona-Krise abgesagt werden. Unsere Leser sind aufgerufen, einen fiktiven Spielbericht zu schreiben.

Wie geht das Derby aus?

Mindderby: Leser schreiben fiktiven Spielbericht zum Derby der HSG Hanau gegen den TVG 

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Spitzen-Handball in der Main-Kinzig-Halle. Die HSG Hanau empfängt den TV Gelnhausen. Der „blaue Block“ macht mächtig Stimmung, aber auch der Gast aus der Barbarossastadt hat zu dem prestigeträchtigen Derby viele Fans mitgebracht:

Ganz klar, auch die „Hölle Süd“ des TVG ist richtig gut drauf. Es ist ein Hexenkessel. Auch beiden Mannschaften ist bereits beim Aufwärmen die Anspannung anzumerken. Der Schiedsrichter führt die Teams auf das Parkett, Shakehands und Anpfiff. 

Der Leser schreibt den Spielbericht

Und genau an dieser Stelle kommen Sie, liebe Leserinnen und Leser, ins Spiel – ins virtuelle, um genau zu sein. Wie ist das Derby, das eigentlich am 22. März hätte stattfinden sollen, aber wegen des sich ausbreitenden Coronavirus abgesagt wurde, Ihrer Meinung nach ausgegangen? Welches Team hat gewonnen? Gab es einen dramatischen Spielverlauf oder war es eine klare Sache? Gab es Rote Karten, Siebenmeter-Killer oder tragische Helden? Das liegt alles in Ihrer Hand, denn Sie schreiben den Spielbericht. 

Die beiden Teams der HSG Hanau und des TV Gelnhausen haben sich nämlich auf das erste Mindderby am Samstag, 11. April, um 20 Uhr geeinigt. Aufgerufen sind alle kreativen Köpfe, die Freude am Schreiben und am Sport haben. Schicken Sie Ihren fiktiven Spielbericht zum Derby an sport@hanauer.de. Ausgeschlossen von dem Wettbewerb sind Mitarbeiter einer Zeitung und deren Angehörige. Einsendeschluss ist Samstag, 11. April, um 24 Uhr. Der kreativste Spielbericht wird nach den Osterfeiertagen im HANAUER ANZEIGER veröffentlicht. Die drei besten Spielberichte erhalten einen Preis. 

Einnahmen gehen an die Hinterbliebenen des Anschlags 

Doch Achtung: Verfolgt bis zum 11. April die Berichterstattung im HA rund um das Mindderby, um keine Infos zu verpassen. Einzige Bedingung: Das Spielergebnis sollte für ein Handballspiel einigermaßen realistisch sein. Diese Aktion hat aber auch einen wohltätigen Hintergrund. Sämtliche Einnahmen rund um dieses Mindderby gehen an die Hinterbliebenen der Opfer des Anschlags in Hanau am 19. Februar 2020. Denn pro erzieltem (fiktiven) Tor des Siegerberichts spendet das Hanauer Unternehmen Terramag fünf Euro für die Hinterbliebenen des Terroranschlags vom 19. Februar 2020. 

Das war die ursprüngliche Idee von Thomas Müller, dem Geschäftsführer des Hanauer Unternehmens, der für dieses Heimspiel der HSG die Spieltagpartnerschaft übernommen hatte. Doch die Corona-Pandemie hat dafür gesorgt, dass das Spiel nicht stattfinden kann und auch das Thema des friedlichen Miteinanders aller Kulturen aus der täglichen Debatte verdrängt. 

„Als Spieltagpartner verbinden wir ein HSG-Derby traditionell mit einer Spendenaktion. Die Idee für das Mindderby ist die richtige Antwort auf das Virus, die Spendenbereitschaft gehört selbst in Krisenzeiten nicht auf die unternehmerische Streichliste. Wir wollen einfach nicht hinnehmen, dass die Corona-Pandemie dazu führt, dass der feige Terroranschlag des 19. Februar in Vergessenheit gerät und die Hilfe für die Opferfamilien darunter leidet“, sagt Müller. 

Alle Fans können mitmachen

Gemeinsam mit dem HA und der HSG Hanau ruft Müller dazu auf, sich am Mindderby zu beteiligen. Egal, ob als angehender Sportjournalist oder als Spender. Denn auch alle Fans können mitmachen. Erstmals in der Geschichte der HSG Hanau wird es zu diesem Spiel fiktive Online-Tickets geben. Unter www.mindderby.ticket.io kann jeder ein Ticket für drei Euro für das Mindderby erwerben. Auch sämtliche Ticketeinnahmen gehen an die Hinterbliebenen des Terroranschlags. Für jedes verkaufte Ticket legt die Terramag GmbH noch einmal einen Euro obendrauf. 

„Wir haben in den letzten Wochen nach dem Terroranschlag überlegt, wie wir einen Beitrag für unsere Hanauer Stadtgesellschaft leisten können. Auch, oder gerade weil das Corona-Virus derzeit alles andere aus dem Blickfeld verdrängt, wollen wir auf diesem Wege noch einmal unser Mitgefühl ausdrücken und für ein friedvolles Miteinander werben. Denn Hanau war immer ein Ort, an dem sich alle Nationalitäten wohlgefühlt haben. Und so soll es auch bleiben“, sagte HSG Hanaus Vorsitzender Uwe Just. „Jetzt hoffen wir, dass möglichst viel Geld zusammenkommt. Und natürlich sind wir auch gespannt, wer das Derby gewinnen wird“, so Just weiter.

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