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FC Hanau 93 rüstet sich für Abstiegskampf

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Die Hinrunde war holprig: Kristijan Bejic (rechts) und der FC Hanau 93 haben das Training wieder aufgenommen und wollen besser aus den Startlöchern kommen als im Sommer.
Die Hinrunde war holprig: Kristijan Bejic (rechts) und der FC Hanau 93 haben das Training wieder aufgenommen und wollen besser aus den Startlöchern kommen als im Sommer. © Scheiber

Vor dem FC Hanau 93 liegt ein heißes Fußballhalbjahr. Der ambitioniert in die vor der Runde zweigeteilte Hessenliga gestartete Traditionsverein will den Super-GAU, sprich den Abstieg in die Verbandsliga Süd, verhindern. Die Ausgangslage ist dabei nicht gut, denn von den 20 in der Gruppe A erzielten Punkten durften die 93er nur zehn mit in die Abstiegsrunde nehmen.

Hanau – Der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt vor dem Startschuss in die letzten zwölf Saisonspiele bereits vier Zähler. Los geht es am 5. März mit einem Heimspiel gegen den VfB Ginsheim. Die Zielsetzung ist klar: Die Hanauer wollen nicht zu jenen sechs Teams gehören, die am Saisonende die höchste hessische Amateurspielklasse verlassen müssen.

Trainer Kreso Ljubicic treibt seit dieser Woche seine Jungs in der Vorbereitung an. Fitnessdefizite wie zu Beginn der ersten Halbserie darf sich der HFC diesmal nicht erlauben, schon ein Fehlstart hätte wohl fatale Folgen. Die erste Woche steht ganz im Zeichen der Grundlagenausdauer.

Das erste Testspiel am kommenden Samstag um 16 Uhr beim 1. FC Erlensee hat Ljubicic kurzfristig in den Plan aufgenommen. Ursprünglich wollten die Erlenseer an diesem Tag gegen den Verbandsligisten Germania Großkrotzenburg testen. Nach der Absage der Germania sprangen die 93er, die in der Hinrunde als glatter 0:4-Verlierer in Erlensee vom Feld gingen, ein. „Dann bewegen sich die Jungs eben auf dem Spielfeld“, scherzt Ljubicic, wohlwissend, dass nach der längeren Pause die Erkenntnisse der ersten Vorbereitungsspiele nur bedingt aussagekräftig sind.

Ebenso unklar ist, wie genau der Kader des abstiegsbedrohten Hessenligisten nach dem Schließen des Wintertransferfensters am 31. Januar aussehen wird. Fix ist bislang nur, dass vom Stammpersonal der ersten Mannschaft Stürmer Dominik Wüst zur SG Barockstadt Fulda-Lehnerz gewechselt ist. Wessam Abdel-Ghani und Ardian Shoshaj haben sich zwar fristgerecht abgemeldet, doch in beiden Fällen sind Wechsel zu einem anderen Verein noch nicht besiegelt. Das Verpflichten von Neuzugängen gestaltet sich schwierig. „Es ist nicht so einfach, Spieler im Winter bei anderen Vereinen loszueisen“, berichtet Ljubicic.

93er testen unter anderem gegen das neue Ries’ Team und 1960 Hanau

Nach dem Testspielauftakt an diesem Samstag beim 1. FC Erlensee (16 Uhr) stehen für die Fußballer des FC Hanau 93 vor dem Start der Abstiegsrunde (5. März) noch einige weitere Vorbereitungsspiele auf dem Programm. Am Samstag, 29. Januar, testet die Ljubicic-Elf gegen den Verbandsligisten VfB Marburg (Ort noch offen). Am 5. Februar kommt es in Dudenhofen im Spiel gegen Germania Ober-Roden (Verbandsliga Süd) zum Wiedersehen mit Sascha Ries. Einen Tag später geht es zum Kreisoberligisten FC Posavina Frankfurt. Weitere terminierte Vorbereitungsspiele (jeweils auswärts) sind gegen die Verbandsligisten Spvgg. Oberrad (19. Februar), SV Dersim Rüsselsheim (25. Februar) und SC 1960 Hanau (27. Februar) angesetzt. Für Sonntag, 13. Februar, wird noch ein Testgegner gesucht. fs

Der Kader ist zwar recht dünn aufgestellt, doch der Spielertrainer schielt nicht auf Ergänzungen, sondern auf Verstärkungen. „So viele Spiele sind es ja nicht mehr. Ich arbeitete dann lieber konzentriert mit einem kleinen, starken Kader“, so Ljubicic. Natürlich weiß der Ex-Profi auch um das Risiko eines solchen Modells. Gibt es verletzungsbedingte Ausfälle oder setzt das Coronavirus vereinzelt Akteure außer Gefecht, können die 93er nicht aus dem Handumdrehen nachlegen. Eine A-Jugend gibt es nicht, das mit vielen jungen Spielern gespickte B-Team ist in der Gruppenliga Frankfurt Ost im Tabellenkeller angesiedelt und verfügt kaum über Kicker mit höherklassiger Erfahrung im Seniorenbereich.

„Unser Fokus liegt auf den offensiven Positionen. Im Sturm wollen wir uns auf jeden Fall noch verstärken“, skizziert der stellvertretende Vorsitzende Adolfo Alonso die Planungsprioritäten. In den Trainingseinheiten mischten vereinzelt Probespieler mit, Neuzugänge hat der HFC bislang aber noch keine verkündet.

Im administrativen Bereich gibt es ebenfalls zu Jahresbeginn noch keine neuen Gesichter. Hinsichtlich der Nachfolge des ausgeschiedenen Sportlichen Leiters Giovanni Fallacara gab es Ideen und Gespräche, die passende Lösung konnte bislang aber nicht präsentiert werden. Alonso setzt in dieser Hinsicht weiter auf ein vereinsinternes Kräfte bündeln. „Auch Ersoy Yalcin und ich werden als Trainer der zweiten Mannschaft Kreso bestmöglich unterstützen“, betont Alonso. (Von Frank Schneider)

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