Schwer vom Ball zu trennen: Tim Zimpel und der FC Erlensee haben gegen Alzenau in Sachen Tempo, Laufstärke und Emotionalität ein starkes Spiel abgeliefert. Das will das Team am Samstag gegen den KSV Baunatal wiederholen - und dann den Klassenerhalt gebührend feiern.
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Schwer vom Ball zu trennen: Tim Zimpel und der FC Erlensee haben gegen Alzenau in Sachen Tempo, Laufstärke und Emotionalität ein starkes Spiel abgeliefert. Das will das Team am Samstag gegen den KSV Baunatal wiederholen - und dann den Klassenerhalt gebührend feiern.

HESSENLIGA

FC Erlensee will mit Tempo, Laufstärke und Emotionen auch Baunatal bezwingen

Beim Fußball-Hessenligisten 1. FC Erlensee herrscht nach dem 1:0-Erfolg am Mittwochabend gegen Bayern Alzenau die pure Euphorie. Nur noch in rein theoretischen Rechenspielen ist ein Abrutschen der Breideband-Elf auf Platz sechs möglich. Die allerletzten rechnerischen Zweifel an der Teilnahme der Aufstiegsrunde kann der Hanauer Kreisvertreter am Samstag im Heimspiel gegen den KSV Baunatal aus eigener Kraft beseitigen.

Erlensee – Schon bei einem Unentschieden gegen die Nordhessen greifen keine anderen Rechenwege mehr. Das Duell gegen den früheren Zweitligisten aus der Autostadt gab es bereits am vergangenen Samstag. 1:1 hieß es am Ende im Parkstadion und im Lager des FCE waren sich viele einig, die schwächste Saisonleistung ihrer bislang so überzeugend auftretenden jungen Mannschaft gesehen zu haben. Anders der Auftritt am Mittwochabend.

„Wir haben gegen Alzenau von der ersten bis zur 90. Minute in Sachen Tempo, Laufstärke und Emotionalität ein Topspiel abgeliefert, dazu haben wir noch richtig gut Fußball gespielt“, geriet Jochen Breideband auch einen Tag nach dem 1:0-Erfolg gegen den Ex-Regionalligisten noch ins Schwärmen.

Während die Unterfranken mehr denn je um den Einzug in die Aufstiegsrunde bangen müssen, kann der 1. FC Erlensee gelassen die kommenden Wochen und Monate planen. „Es ist noch Oktober und wir haben jetzt schon unser Saisonziel Klassenerhalt erreicht. Wer das vor der Runde so vorhergesagt hätte, wäre als Märchenerzähler abgestempelt worden“, schmunzelt der FCE-Trainer. Breideband weiß, dass seine Truppe viel zu ehrgeizig ist, um jetzt die Zügel schleifen zu lassen. Mit dem KSV Baunatal kommt ja auch ein potenzieller Mit-Qualifikant für die Runde der besten zehn Teams an den Fliegerhorst - und die gegen die ersten fünf Teams erzielten Punkte werden ja bekanntlich mit in die im Jahr 2022 auszuspielende Runde genommen.

Nordhessen befinden sich im Aufwärtstrend

Lief es in den vergangenen Wochen für den KSV Baunatal nicht wirklich nach Plan, so setzte das Team von Trainer Tobias Nebe am Mittwochabend mit einem überraschenden 4:0-Auswärtssieg beim FSV Fernwald ein Ausrufezeichen. Schon vergangenen Samstag gegen Erlensee waren die Nordhessen gut in Schuss, weshalb das Heimspiel des Tabellenzweiten am Samstag gewiss kein Selbstläufer wird.

Jochen Breideband wird aufgrund der Strapazen der englischen Woche am Samstag Veränderungen in der Startelf vornehmen. Im Fall Dorian Ahouandjinou muss er das sogar, da sich der Offensivspieler auf Geschäftsreise befindet. Nico Hixt weilt noch im Urlaub.

„Wir brauchen am Samstag auch frische Beine“, untermauert der FCE-Trainer seine Rotationsidee. Unter Zugzwang stehen eher die Gäste. Es deutet sich an, dass der Kampf um die Plätze vier und fünf bis zum letzten Spieltag spannend bleiben könnte. Breidebands Zielvorgabe: Nach dem 1:1 im Hinspiel soll der direkte Vergleich gegen den KSV nicht verloren gehen und die starke Heimbilanz möglichst mit einem Sieg ausgebaut werden.

Gelingt der Dreier, dann werden die rechnerische Qualifikation für die Aufstiegsrunde und die Punkte 31 bis 33 wohl gebührend nach Spielschluss gefeiert werden. Und zwar völlig zu Recht. (Von Frank Schneider)

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