Ex-HSG-Trainer Benedikt Müller. Archivfoto: Patrick Scheiber

Handball

Ex-HSG-Torwart Müller trotz "Sprachbarriere" gut integriert

Handball. Eine Saison lang stand Benedikt Müller bei der HSG Hanau zwischen den Pfosten, am Samstag empfängt der Torwart mit seinem neuen Verein HG Oftersheim/Schwetzingen nun die HSG Hanau.

Oftersheim/Schwetzingen steht mit 6:8 Punkten auf dem elften Platz. Wir haben mit Müller über Sprachprobleme, den durchwachsenen Saisonstart seines Teams und das Wiedersehen mit seinen alten Teamkollegen von der HSG Hanau gesprochen.

Herr Müller, Sie sind jetzt seit einigen Monaten bei Ihrem neuen Verein. Wie haben Sie sich bei der HG Oftersheim/Schwetzingen eingelebt – auch im Hinblick auf den Kurpfälzer Dialekt, der ja eine Herausforderung sein kann?

Insgesamt habe ich mich hier sehr gut eingelebt: Ich bin hier gut aufgenommen und integriert worden und kam auch sportlich nach meiner Verletzung gleich gut rein. Außerdem haben wir hier eine gute Truppe, auch wenn wir viele Verletzte haben. Der Dialekt ist wirklich nicht ganz einfach, obwohl ich mich da an einige Dinge schon recht gut gewöhnt habe. Aber gerade, wenn sich zwei Menschen von hier untereinander unterhalten, stehe ich manchmal nur daneben und verstehe eher wenig (lacht).

Der Saisonstart der HG war mit nur einem Sieg aus den ersten fünf Spielen eher durchwachsen, lag das am Verletzungspech? Schließlich sind Sie häufig nur mit neun Feldspielern angetreten.

Gerade bei den Feldspielern ist die Situation schwierig, das war auch schon in der Saisonvorbereitung so. Oft konnten wir im Training nur vier gegen vier spielen, was sich insbesondere in unserer Abwehrleistung in den ersten Spielen gezeigt hat. Inzwischen haben wir unser Abschlusstraining zusammen mit unserer zweiten Mannschaft, sodass wir da vollzählig trainieren können, und die personelle Situation wird ganz langsam besser. Gut ist, dass wir zuletzt eine kleine Serie gestartet haben: Gegen Elbflorenz war es zwar noch schleppend, aber auf den 37 Toren gegen Northeim können wir aufbauen.

Gegen Ihren alten Verein werden Sie diese Serie am Samstag sicher ausbauen wollen. Was für ein Spiel erwarten Sie gegen die HSG Hanau?

Wenn ich mir die letzten Ergebnisse aller Teams so anschaue, ist die Liga eine ziemliche Wundertüte, aber ich denke, dass das Spiel auf Augenhöhe stattfinden wird. Ähnlich wie wir hatte Hanau viele Verletzte, einige Spieler fallen sogar langfristig aus. Am Ende wird es daher sicher auf Kleinigkeiten ankommen, für uns spricht allerdings, dass wir uns dem Gegner sehr gut anpassen können: Gegen Nußloch oder auch gegen Großwallstadt haben wir zum Beispiel gut mitgehalten.

Das Interview führte Robert Giese

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema