Der erste Neuzugang für die White Wings: Ruben Spoden (Zweiter von links) setzt seine Unterschrift auf den Vertrag, Manager Jens Gottwald, Geschäftsführer Sebastian Bartholomäus, Headcoach Simon Cote und Stadtwerke-Chef Steffen Maiwald (von links) freut's sichtlich. Foto: Friebel

Hanau

Erster Neuzugang: White Wings holen Kämpfer aus 1. Liga

Basketball. Die Hebeisen White Wings arbeiten  schon mit Hochdruck am Kader für die kommende ProA-Saison: Ruben Spoden kommt vom Erstligist s.Oliver Baskets Würzburg. Der 2,03 Meter große Power Forward glaubt an Konzept der Hanauer.

Von Lukas Friebel

Die Offseason währt noch gar nicht so lange, doch hinter den Kulissen arbeiten die Hebeisen White Wings schon mit Hochdruck am Kader für die kommende ProA-Saison. Der erste Neuzugang ist eingetütet, mit Ruben Spoden (27) präsentieren die White Wings gleich zu Beginn einen Kracher.

Spoden kommt von Erstligist s.Oliver Baskets Würzburg und kann mehr als 100 Spiele BBL-Erfahrung vorweisen. Der HA war exklusiv dabei, als der 2,03 Meter große Power Forward einen Zweijahresvertrag bei den White Wings unterschrieb.Überzeugende Quote aus der Distanz„Es gab mehrere Gründe für den Wechsel nach Hanau“, erklärt Spoden. „In erster Linie haben die White Wings mit Simon Cote einen super Trainer, zudem vertraue ich darauf, dass das Konzept hier absolut entwicklungsfähig ist.“In der vergangenen Saison kam Spoden bei durchschnittlich knapp neun Minuten Spielzeit auf 2,5 Punkte und überzeugte vor allem mit seinem Distanzwurf (über 40 Prozent getroffene Dreier). Mit Würzburg stieg Spoden im vergangenen Jahr aus der ProA in Deutschlands höchste Spielklasse auf und durfte gleich im ersten Jahr Playoff-Luft gegen Bamberg schnuppern. Gegen den amtierenden Meister war dann allerdings nach drei Niederlagen Endstation.Abschied aus Würzburg fiel Spoden nicht einfach„Bamberg gehört zu den besten Mannschaften Europas. Ich habe durch solche Spiele einiges an Erfahrung gesammelt in den letzten Jahren und hoffe die nun in Hanau einbringen zu können“, sagt Spoden.Der Abschied aus Würzburg schien nicht einfach für ihn, auf Facebook veröffentlichte Spoden einen Abschiedspost, in dem er sich für die letzten drei Jahre bedankte. Dass die Würzburger Fans ihren Big Man vermissen werden, liegt wohl vor allem auch an den Attributen Kampf, Ehrgeiz und Wille, mit denen man Spodens Spiel wohl am besten beschreiben kann.Power Forward passt gut ins Anforderungsprofil der White Wings„Ich bin ein Fighter auf dem Feld, der immer alles gibt und jedem Ball hinterher hechtet. Mir geht es darum, das Team besser zu machen. Wenn mir das gelingt, dann bin ich zufrieden“, betont Spoden seine Teamplayer-Fähigkeiten. Worte, die seine künftigen Mitspieler sicher gerne hören werden.Als wurfsicherer Power Forward passt Spoden gut ins Anforderungsprofil der White Wings. „Es ist wichtig, die richtige Verbindung zwischen Präsenz unter dem Korb und Wurfgefahr von außen zu finden. Allerdings weiß ich auch, dass ich mich in der ProA nicht zu sehr auf meinen Wurf verlassen darf“, weiß Spoden, dass auch seine BBL-Erfahrung ihm keinen Freifahrtschein für die zweite Liga ausstellt."Ich werde alles aufsaugen wie ein Schwamm"Deshalb freue er sich auf die Arbeit mit dem Coaching-Team der White Wings: „Ryan Pannone ist bekannt dafür, Spieler auf der individuellen Ebene enorm weiter zu entwickeln. Ich werde alles aufsaugen wie ein Schwamm und würde mich riesig freuen, so einen Schritt nach vorne zu machen.“Spoden möchte seine Erfahrung nutzen, um die jüngeren Spieler zu führen. Immerhin weiß er, wie man in der ProA Erfolg hat. „Allerdings bin ich kein Spielertyp, der sich jetzt jedem aufdrängen möchte“, erklärt Spoden.Auch familiäre Gründe geben AusschlagDass seine Wahl auf Hanau gefallen ist, hat neben des von ihm gelobten White-Wings-Konzepts aber auch familiäre Gründe. Spoden, der unter anderem von 2007 bis 2009 für den TV Langen auf Korbjagd ging, ist fest mit dem Rhein-Main-Gebiet verwurzelt. Und nicht nur das: Sein Vater Frank Spoden trug in den 80ern zu Zweitligazeiten das Trikot der TG Hanau.

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