Mit der Arbeit von Aufstiegstrainer Ernst Jung ist man bei Victoria Heldenbergen vollauf zufrieden.
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Mit der Arbeit von Aufstiegstrainer Ernst Jung ist man bei Victoria Heldenbergen vollauf zufrieden.

Kreisoberligist setzt auf Kontinuität

Ernst Jung bleibt Trainer von Victoria Heldenbergen

  • vonLennart Nickel
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Über das sportliche Ziel für die erste Kreisoberliga-Saison seit 2007/08 musste bei Victoria Heldenbergen nicht gestritten werden: Klassenerhalt klarmachen!

Nidderau – Und siehe da, zum gewöhnlichen Rundenstart nach der Winterpause steht die Victoria zwei Plätze über dem Strich. Davon kann sie sich allerdings aus bekannten Gründen und nach nur zehn tatsächlich absolvierten Spielen rein gar nichts kaufen und blickt wie jeder andere Amateursportverein in eine Zukunft, die sich noch weniger als sonst schon planen lässt.

So erscheint es auf den ersten Blick etwas verwunderlich, dass Ulrich Stechno, stellvertretender Vorsitzender der Heldenbergener, selbstbewusst verkündet, man möchte mit Trainer Ernst Jung ganz offiziell bis zur Saison 2022/23 weiter zusammenarbeiten.

Genauer betrachtet passt diese Entscheidung allerdings bestens zum Konzept des Nidderauer Klubs, der im Gegensatz zu seinem eigenen hohen Alter von mittlerweile 111 Jahren konsequent auf die Jugend setzt. „Wir wollen weiter unseren Stil mit den Spielern aus der eigenen Jugend durchziehen“, erklärt Stechno.

Schon als Jung 2017 die Mannschaft übernahm, habe die Chemie und dessen frühere Betätigung als Jugendtrainer gepasst, ergänzt das langjährige Vorstandsmitglied.

Im Sommer sollen etwa sieben Jugendspieler neu zur ersten Mannschaft dazustoßen und nach und nach eingebaut werden – getreu dem von Stechno unterstrichenen Motto: „Wir wollen ortsständig bleiben!“

Hierbei wäre auch ein Kunstrasenplatz hilfreich, ohne den sich gerade im Jugendbereich viele Kicker nicht an den Verein binden ließen. „Wir hängen da in der Luft“, meint der Vereinsfunktionär bezüglich der Planung, für die hauptsächlich die Stadt Nidderau Verantwortung trägt. Die derzeitige Position der Heldenbergener dazu lässt sich wohl so zusammenfassen: Die Victoria wäre froh, wenn sie wüsste, wann und wie das mit dem Kunstrasen was wird.

Ebenso ungewiss ist, wie diese Kreisoberliga-Saison enden wird. Möglicherweise erwirkt so viel Planungsunsicherheit bei Stechno eine gewisse Trotzreaktion an anderer Stelle.

Bezüglich der Zusammenarbeit mit Trainer Jung wäre er nicht abgeneigt, neue Maßstäbe bei Vertragslaufzeiten im Amateurfußball zu setzen: „Wenn Ernst mag, kann er auch weitere fünf Jahre machen!“

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