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Der HFV will bis 16. Mai eine Entscheidung treffen.

Entscheidung wieder vertagt

HFV will am 16. Mai Entschluss fassen

Wie geht es mit der seit sechs Wochen ausgesetzten Saison in ganz Hessen weiter? Eine virtuelle Zusammenkunft des Verbandsvorstandes des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV) am Wochenende brachte wieder keine Entscheidung. Die Kicker im Fußballkreis werden zwei weitere Wochen im Ungewissen gelassen.

Zu einer vom HFV angeordneten Kreiskonferenz hat daher Kreisfußballwart Dirk Vereeken eingeladen. Die Videokonferenz findet am kommenden Freitag, 8. Mai, um 20 Uhr statt. Diverse Szenarien zum Thema Spielbetrieb und deren Auswirkungen seien am Wochenende diskutiert worden, teilte der HFV mit. Der Verbandsvorstand habe folgenden Empfehlungen des Präsidiums, die wohl in Richtung vorzeitiges Ende der Saison, zielen, zugestimmt: 

1. Der Spielbetrieb bleibt bis auf Weiteres ausgesetzt. 

2. Die für den 6. Mai 2020 angekündigten Regelungen der behördlichen Ebenen für den Sport werden abgewartet, um danach abschließende Beratungen des Verbandsvorstandes durchzuführen. 

3. Sollte nach dem 6. Mai 2020 keine behördliche Entscheidung hinsichtlich einer weiteren Lockerung für den Sport und insbesondere den Fußball erfolgen, wird ein Stimmungsbild unter den Mitgliedsvereinen eingeholt. Dazu werden Kreiskonferenzen durchgeführt, die von den Kreisfußballwarten geleitet und von mindestens einem Präsidiumsmitglied begleitet werden. Das Präsidium selbst führt am 9. Mai 2020 eine „Präsidiumssprechstunde“ online durch, zu der sich interessierte Vereine zuschalten können. 

4. Eine abschließende Entscheidung des Verbandsvorstandes wird für den 16. Mai 2020 im Rahmen einer erneuten Videokonferenz vorbereitet. 

5. Das Präsidium wird beauftragt, die Voraussetzungen zur Durchführung eines virtuellen Verbandstages in die Wege zu leiten. 

6. Voraussetzung für ein Auslaufen der Saison zum 30.06.2020 ist eine entsprechende Haftungsfreistellung für Präsidium und Verbandsvorstand durch den in Punkt fünf erwähnten Verbandstag. 

7. Die Regionalbeauftragten führen mit den Kreisfußballwarten ihrer Region entsprechende Beratungen durch, wie eine Wertung bei einem vorzeitigen Ende der Saison 2019/2020 vorgenommen werden sollte. Die Ergebnisse werden im Verbandsspielausschuss gebündelt und damit eine einheitliche Empfehlung für den gesamten Hessischen Fußball-Verband erarbeitet, da nur eine einheitliche Wertung sportpolitisch gerecht ist.


Noch keine Entscheidung zu der Regionalliga Südwest

„Eine Entscheidung über die Fortsetzung des Spielbetriebs des Hessischen Fußball-Verbandes oder den Abbruch beziehungsweise das Auslaufen der Runde zum 30.06.2020 ist nur unter Berücksichtigung behördlicher Verfügungen sowie der Entscheidungen übergeordneter Verbände möglich“, informiert der HFV. 

Die für den Hessischen Fußball-Verband zuständige Regionalliga Südwest habe bisher noch keine Entscheidung getroffen und sei abhängig von der Lösung der übergeordneten 3. Liga, um einen Aufsteiger hierfür zu benennen. Dies soll auf einem außerordentlichen DFB-Bundestag am 25. Mai 2020 entschieden werden. Als Grundlage der Diskussion und der Empfehlung des HFV-Präsidiums dienten die Ergebnisse der Arbeitsgruppe der Spielbetriebsausschüsse unter der Leitung von Prof. Dr. Silke Sinning (Frauen und Mädchen), Jürgen Radeck (Senioren) und Carsten Well (Junioren). „Diese enthielten unter anderem einen Rahmenterminplan mit unterschiedlichen Startzeitpunkten für eine mögliche Fortführung der Meisterschafts- und Pokalspiele der Saison 2019/2020 für alle Bereiche. Auch alternative Spielmodelle, beispielsweise in Form von Halbserien zur Überbrückung von Leerlaufzeiten, wurden in Betracht gezogen. Zudem flossen auch die Aussagen von beauftragten Rechtsexperten für unterschiedliche Szenarien in die Besprechung ein“, heißt es in der Mitteilung des HFV abschließend.

Kreisfußballwart lädt zu Videokonferenz ein

Kreisfußballwart Dirk Vereeken hat am Wochenende die Vereine in der Region zu einer Videokonferenz eingeladen. „Die Saison läuft kalendarisch langsam zu Ende, spielen können wir seit sechs Wochen nicht mehr und eine kurzfristige Besserung ist nicht abzusehen“, schreibt der Marköbeler.

Aus vielen Konferenzen und Gesprächen hätten sich verschiedene Vorschläge und Ideen ergeben, „die nicht alle rechtssicher oder umsetzbar sind“. Ziel sei es „mit reger Beteiligung der Vereine bis Ende Mai Deutlichkeit zu schaffen, wie wir einen Neuanfang, sobald er gestattet wird, angehen“, so Vereeken. Man strebe eine einheitliche Regelung, wenigstens für Hessen, an. Daher lädt er für kommenden Freitag um 20 Uhr zu einer Videokonferenz ein.

„Die Teilnahme ist per Telefon als Telefonkonferenz oder mit einem Computer mit Mikrofon und Lautsprecher möglich. Eine Kamera ist nicht notwendig.“ Details und eine Auflistung der Vorschläge und Ideen will er den Vereinen im Laufe der Woche zukommen lassen. „Weitere Vorschläge von eurer Seite können dann auch vorgebracht werden“, so Vereeken abschließend. tj

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