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Duell der Siebenmeter-Experten: HSG Hanau und Gegner Budenheim stellen die besten Strafwurfschützen

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Von: Robert Giese

Maximilian Bergold von der HSG Hanau hat in Staffel E der 3. Liga bisher die meisten Siebenmeter verwandelt - 43. Am Freitag kommt Budenheim mit der Nummer zwei dieser Statistik, Maximilian Grethen (41), nach Hanau.
Maximilian Bergold von der HSG Hanau hat in Staffel E der 3. Liga bisher die meisten Siebenmeter verwandelt - 43. Am Freitag kommt Budenheim mit der Nummer zwei dieser Statistik, Maximilian Grethen (41), nach Hanau. © Scheiber

Die Drittliga-Handballer der HSG Hanau fiebern dem Auftakt ins neue Handballjahr entgegen - und damit dem Start in die zweite, entscheidende Saisonhälfte. Da das für das vergangene Wochenende angesetzte Derby gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden verschoben werden musste, startet Hanau mit einwöchiger Verspätung am Freitag um 20.15 Uhr mit einem Heimspiel in der Main-Kinzig-Halle ins neue Handballjahr, Gegner ist DJK Sportfreunde Budenheim.

Hanau – Das Hinspiel gegen den Tabellenneunten war ein Schützenfest: Mit 38:21 setzte sich die Mannschaft von Hannes Geist damals durch, in keinem anderen Spiel gelangen dem Tabellenführer bisher mehr Treffer. Der HSG-Coach erwartet diesmal eine ausgeglichenere Partie: „Das wird ein ganz anderes Spiel als in der Hinrunde“, warnt Geist davor, die Aufgabe angesichts des Kantersiegs beim ersten Kräftemessen mit Budenheim auf die leichte Schulter zu nehmen.

Die DJK, die angesichts von sechs Punkten Rückstand auf Rang sechs bei fünf noch ausstehenden Spielen zwar nur noch geringe Chancen hat, der Abstiegsrunde zu entgehen, habe sich im Saisonverlauf klar verbessert und dürfte Hanau durchaus vor Aufgaben stellen. Geist spielt damit insbesondere auf die aggressive 6:0-Deckung des Tabellenneunten an, mit der die Budenheimer Hanau aus dem Konzept bringen wollen. „Sie verfügen aber auch noch über eine offensivere 5:1-Variante“, hat Geist beobachtet.

Entscheidend sei es für die HSG, nach eigenen Angriffen schnell umzuschalten, um das gegnerische Tempospiel frühzeitig zu unterbinden. „Wir müssen uns im Rückzug schnell ordnen und fokussiert sein“, fordert Geist von seinen Spielern, damit Budenheim nicht über die Erste und Zweite Welle zu einfachen Treffern kommt.

Im gebundenen Spiel geht bei den Gästen sehr viel über den Kreis, allerdings darf sich die Hanauer Defensive nicht nur darauf beschränken, die DJK-Kreisläufer im Zaum zu halten: „Sie haben auch einige wurfgewaltige Spieler im Rückraum“, hat Geist erkannt, zu defensiv darf die Hanauer Abwehr also nicht agieren. Der Budenheimer Toptorjäger Maximilian Grethen indes ist vor allem von der Siebenmeterlinie gefährlich: Er hat in der Staffel E die zweitmeisten Strafwürfe verwandelt - nach dem Hanauer Maximilian Bergold übrigens.

Anders als die HSG hatte Budenheim schon jede Menge Gelegenheit, in diesem Jahr in den Spielrhythmus zu kommen, denn die DJK hat 2022 schon zwei Partien absolviert. Während sie dabei auswärts in Bad Neustadt zwei Punkte holte, unterlag das Team in eigener Halle gegen den Hanauer Lokalrivalen TV Gelnhausen. Geist sieht Budenheim trotz dieser Pleite in dieser Hinsicht leicht im Vorteil, schließlich liegt über ein Monat ohne Punktspiel hinter der HSG.

„Wir müssen sehen, wie wir aus dieser Pause zurückkommen“, weiß der Hanauer Trainer noch nicht genau, wie gut sein Team die herausragende Form des Vorjahres mit zuletzt sechs Siegen in Folge konservieren konnte. Einerseits hatte Hanau durch die verlängerte Winterpause ausreichend Zeit für Regeneration und ausgiebige Trainingseinheiten, andererseits fehlt der Mannschaft nun ein bisschen die Spielpraxis, die Partie gegen Budenheim dürfte also gleich eine wichtige Standortbestimmung für den unangefochtenen Spitzenreiter der Staffel E der 3. Liga sein.

Angesichts des komfortablen Vorsprungs auf die nächsten Verfolger - der HC Erlangen II hat als Dritter fünf Verlustpunkte mehr auf dem Konto als die HSG, HaSpo Bayreuth, das eine Partie mehr absolviert hat, liegt als Tabellenzweiter schon sechs Verlustpunkte hinter Hanau - wollen die Grimmstädter die Tabellenführung in den noch ausstehenden sechs Spielen gerne verteidigen. Dem Start in die zweite Saisonhälfte fiebern Team und Trainerstab jedenfalls schon entgegen: „Wir freuen uns sehr“, betont Geist, „dass es für uns vor unseren Fans endlich wieder losgeht.“

Von Robert Giese

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