Am Korb kaum zu stoppen: Josef Eichler (Mitte) steuerte 14 Punkte zum Sieg der White Wings in Erfurt bei.
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Am Korb kaum zu stoppen: Josef Eichler (Mitte) steuerte 14 Punkte zum Sieg der White Wings in Erfurt bei.

Pro B: 82:65-Arbeitssieg bei ersatzgeschwächten Erfurtern

Dreier-Serie bringt White Wings auf Kurs

  • Jörn Polzin
    VonJörn Polzin
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Bei einem 82:65-Endstand von „Arbeitssieg“ zu sprechen, kommt eigentlich nicht in den Sinn. Dennoch nahm Sebastian Lübeck, Geschäftsführer der Ebbecke White Wings, genau dieses Wort am Sonntagabend in den Mund. Zuvor hatten die Hanauer in der 3. Basketball-Liga Pro B die Begegnung beim Schlusslicht aus Erfurt mit jenem Ergebnis für sich entschieden und den vierten Sieg in Serie erzielt.

Hanau – Damit festigten sie den siebten Tabellenplatz und steuern einer Play-off-Teilnahme mit riesigen Schritten entgegen.

Dennoch traf Lübecks Einschätzung zu, denn drei Viertel lang mühten sich die Hanauer mit einem Gegner, der erst eine Partie gewonnen hat und stark ersatzgeschwächt ins Spiel ging. Neben Jonathan Arnold und Lorenz Schiller (Quarantäne nach Corona-Fall im Umfeld der Mannschaft) mussten die Löwen auch kurzfristig auf ihren angeschlagenen Spielmacher Ricky Alonzo Price Jr. verzichten, der im Hinspiel noch mit 23 Punkten glänzte und die Verteidigung der White Wings vor größere Probleme stellte. So kamen bei den Gastgebern gerade mal sieben Spieler zum Einsatz, was letztlich den Hanauern in die Karten spielte.

Zunächst bewahrheitete sich jedoch das, was Kamil Piechucki klar angesprochen hatte: „Zu Hause spielt Erfurt noch einmal deutlich stärker. Entsprechend müssen wir von Anfang an besser auftreten“, hatte der White-Wings-Coach seinen Spielern auf den Weg gegeben und den Kampfgeist des auf dem Papier beinahe chancenlosen Gegners hingewiesen. Genau den zeigten die Löwen auch, während die Gäste schläfrig in die Partie starteten und in Rückstand gerieten.

Piechucki beorderte erstmals Philip Hecker in die Startformation und ließ dessen Bruder Felix draußen. Möglicherweise eine zusätzliche Motivationsspritze. Denn mit seinen erfolgreichen Dreiern sorgte Felix Hecker später dafür, dass die White Wings den Anschluss hielten. Auch Matthias Fichtner traf sicher von draußen, während sonst aus der Distanz zunächst wenig zusammenlief. Unterm Korb hatten die Hanauer ihre liebe Mühe mit dem britischen Kraftpaket Rowell Graham-Bell, der im Hinspiel noch verletzt gefehlt hatte. Pausenstand: 30:36.

Deutlich wacher kamen die Gäste in die zweite Hälfte und übernahmen beim 44:42 durch Hecker die Führung. Richtig absetzen konnte sich der Favorit erst im Schlussviertel und das auf beeindruckende Art und Weise. Vier Dreier in Serie durch Hecker (2), Omari Knox und Josef Eichler brachten die Vorentscheidung gegen nachlassende Erfurter, denen nun auch die Kräfte ausgingen. Till-Joscha Jönke tat sich mit sechs Punkten im Schlussviertel hervor, das die Hanauer mit 28:12 für sich entschieden. Am Samstag dürfte die Aufgabe um einiges schwieriger werden. Dann treffen die White Wings auf den Tabellennachbarn Karlsruhe.

White Wings: F. Hecker (16), Jönke (15), Eichler (14), Fichtner (11), Peuser (7), Knox (6), Acosta (4), Arques (4), P. Hecker (3), Kudic (2), Stenger, Dordevic

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