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Ausgebremst: Emir Omerovic und der VfR Kesselstadt wären der größte Verlierer bei einem Saisonabbruch und der daraus folgenden Quotientenregelung.

VfR Kesselstadt wäre großer Verlierer

Diese Auswirkungen hätte ein Saisonabbruch auf die Hanauer Ligen

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Der Hessische Fußball-Verband macht sich in diesen Tagen ein Meinungsbild bei den Vereinen, wie mit der laufenden Saison verfahren werden soll. Vieles deutet daraufhin, dass es zu einem Saisonabbruch und zur Anwendung der Quotientenregel kommen wird, um eine möglichst faire Abschlusstabelle zu erstellen.

Das bevorzugte Szenario der Klubs unter anderem in den Fußballkreisen Offenbach und Hanau: Abbruch ohne Absteiger. Die derzeitige Tabelle zu werten, ist in den meisten Ligen nicht möglich, da Teams unterschiedlich viele Partien absolviert haben.

In der Kreisoberliga Hanau sind es sogar bis zu vier Spiele Differenz: Während der derzeitige Tabellenführer VfR Kesselstadt (47 Punkte) schon 22 Begegnungen gespielt hat, sind es beim Verfolger FSV Bischofsheim (39 Punkte) nur 18. Hier würde die Quotientenregel Abhilfe schaffen.

Tabellenführer Kesselstadt würde auf Rang vier abrutschen

Für ihre Anwendung hatte sich schon die Handball-Bundesliga im April und zuletzt auch der Schleswig-Holsteinische Fußball-Verband entschieden. Das Vorgehen im Norden könnte nun als Blaupause für die anderen Verbände dienen. KOL-Meister und einziger Gruppenliga-Aufsteiger wäre bei der Anwendung der Quotientenregel der FC Hanau 93 II, der einen Punkt hinter Kesselstadt liegt, aber zwei Partien weniger absolviert hat.

Auf den zweiten Platz würde der FSV Bischofsheim springen, den die Tabelle aktuell noch auf Rang vier führt. Kesselstadt wäre der große Verlierer und würde nur auf Rang drei landen. Besonders bitter: Als am letzten Spieltag vor der Winterpause viele Partien witterungsbedingt abgesagt wurden, trat der VfR zu Hause noch gegen den KSV Langen-Bergheim an – und verlor 3:4.

Im Tabellenkeller der Kreisoberliga würde sich auch mit Anwendung der Quotientenregel nichts ändern: Letzter bliebe der SV Oberdorfelden, der mit null Punkten die Klasse halten würde, falls es tatsächlich keine Absteiger geben sollte. Vorletzter wäre Safakspor Hanau, Drittletzter Rot-Weiß Großauheim.

Tabellenspitze in der A-Liga bliebe unverändert

In der Kreisliga A Hanau, wo die meisten Klubs 19 oder 20 Spiele absolviert haben, ändert sich kaum etwas an der Spitze und im Tabellenkeller: Erster wäre der FSV Neuberg, gefolgt von Victoria Heldenbergen. Beide Teams würden in die KOL aufrücken. Auf Rang drei würde anstelle von Germania Dörnigheim II die Spvgg. Hüttengesäß landen. 

Aus der der B-Liga würde Erster Germania Niederrodenbach II in die Kreisliga A aufsteigen, auf Platz zwei würde Hilalspor Hanau II die Saison beenden. Da bereits die erste Mannschaft der Hanauer in der Kreisliga A spielt, würden die Eintracht-Sportfreunde Windecken auf Rang drei nachrücken.

Eichen dürfte Rückkehr in B-Liga feiern

Anders sieht es in der Kreisliga C aus: Dort würde Türk Gücü Hanau II am KSV Eichen vorbeiziehen, der derzeit mit vier Punkten Vorsprung auf Rang eins der Tabelle steht – allerdings zwei Begegnungen mehr absolviert hat. Beide hätten aber den Sprung in die B-Liga geschafft. Die Mannschaften auf den Relegationsplätzen hätten bei einem Abbruch der Saison Pech gehabt. Diese Partien würden entfallen.

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