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Die nächste Chance vergeben: A-Jugend der HSG Hanau jagt weiter einem Bundesliga-Ticket hinterher

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Von: Robert Giese

Weiter kämpfen heißt es für Hans Koppenhöfer und die A-Jugend der HSG Hanau in der Bundesliga-Quali.
Weiter kämpfen heißt es für Hans Koppenhöfer und die A-Jugend der HSG Hanau in der Bundesliga-Quali. © Scheiber

Die A-Jugend der HSG Hanau hat eine weitere Chance verpasst, sich für die kommende Handball-Saison in der A-Jugend-Bundesliga zu qualifizieren. Beim Vierer-Turnier am Samstag, an dem Vereine aus Hessen und Rheinland-Pfalz teilnahmen, gelang es der Mannschaft von Adrian Schild nicht, einen der ersten beiden Plätze zu belegen. Die Hanauer haben aber weiterhin die Möglichkeit, auch kommende Saison an der höchsten deutschen Spielklasse teilzunehmen.

Hanau – „Insgesamt viel zu verkrampft“ spielte die HSG in der Doorner Halle auf, leistete sich schon im Auftaktspiel gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen zahlreiche technische Fehler und stand deshalb bereits in der zweiten Partie gegen die mHSG Friesenheim/Hochdorf mit dem Rücken zur Wand. Diese Ausgangslage lähmte die Hanauer noch weiter, die auch im zweiten Spiel nicht ihr Potenzial abrufen konnten, erneut unterlagen und damit keine Chance mehr auf ein Weiterkommen hatten. Erst im letzten Spiel, das für die Gastgeber bedeutungslos war, zeigten sie ihr Können: Gegen den SV Zweibrücken, der noch eine Chance auf die Qualifikation hatte, zeigte Hanau die mit Abstand beste Leistung des Tages und gewann klar.

Während Schild von der spielerischen Leistung seiner Mannschaft enttäuscht war, ließ er auf die Moral seiner Spieler nichts kommen: „Was die Einstellung angeht, kann ich niemandem einen Vorwurf machen, alle haben gut gekämpft.“ Als Letzter des Vierer-Turniers konnte sich die HSG ebenso wie Zweibrücken vorerst kein Ticket für die A-Jugend-Bundesliga sichern, die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen und die mHSG Friesenheim/Hochdorf haben ihren Platz in der A-Jugend-Bundesliga hingegen bereits sicher. Die Hanauer könnten nächstes Wochenende allerdings nachziehen, denn dann findet ein weiteres Qualifikationsturnier mit Teams aus dem gesamten südwestdeutschen Raum statt.

HSG Hanau - HSG Dutenhofen/Münchholzhausen 14:18 (7:10): Über weite Strecken der ersten Hälfte waren beide Mannschaften praktisch gleichauf. „Wir haben leider schon in der ersten Halbzeit allein vier Tempo-Gegenstöße vergeben“, ärgerte sich Schild über die mangelhafte Chancenverwertung seines Teams. Die Gastgeber konnten durch drei Treffer in Folge zwar im Anschluss noch einmal ausgleichen, betrieben dann aber erneut Chancenwucher.

HSG Hanau: Durmic, Scholz; Csaba (1), Geiss (1), Hetzel (2), Jander, Just (1), Koppenhöfer (1), Kraft (3), Pogadl (5/1), Prüfert, Thanscheidt, Wittmer

mHSG Friesenheim/Hochdorf - HSG Hanau 17:11 (8:7): Die Hanauer kamen gut aus den Startlöchern und führten nach knapp zehn Minuten mit 5:3, hatten in der Folge jedoch gerade im Angriff große Probleme. Dank einer guten Abwehr hielten die Grimmstädter zumindest bis zur 30. Minute den Anschluss, „ehe wir eingebrochen sind. In diesem Spiel war unsere Fehlerquote noch höher als im Spiel gegen Dutenhofen“, so der Hanauer Trainer Schild, dessen Team diese Partie unbedingt hätte gewinnen müssen, um sich die Chance zu erhalten, auf einem der beiden ersten Plätze zu landen.

HSG Hanau: Durmic, Scholz; Csaba (3), Geiss, Hetzel (3), Jander, Just, Koppenhöfer, Kraft (2), Neukamp (1), Pogadl (1), Prüfert (1), Thanscheidt, Wittmer

HSG Hanau - SV Zweibrücken 24:16 (12:7): Zweibrücken hätte mit einem Unentschieden das Ticket für die A-Jugend-Bundesliga sicher gehabt. Daraus wurde jedoch nichts, weil die Hanauer nach einer deutlichen Ansprache Schilds eine „positive Reaktion zeigten. Wir haben lockerer, befreiter aufgespielt und viel weniger Fehler gemacht als in den beiden Spielen zuvor, das war der Unterschied“, freute sich HSG-Coach Schild. Weil die Hanauer anders als in den anderen Partien auch sehr konsequent im Abschluss waren, hatte Zweibrücken keine Chance. (Von Robert Giese)

HSG Hanau: Blümmel, Durmic, Scholz; Csaba (8/3), Geiss (2), Hetzel (3), Jander, Just (1), Koppenhöfer, Kraft (4), Neukamp, Prüfert (3), Wittmer (3)

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