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Die Hypothek ist zu groß: Hanauer A-Jugend braucht gegen Horneburg ein Wunder

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Von: Robert Giese

Torben Scholl und die HSG Hanau müssen im Rückspiel über sich hinauswachsen.
Torben Scholl und die HSG Hanau müssen im Rückspiel über sich hinauswachsen. © Xaver Spenkoch

Die A-Jugend der HSG Hanau steht nur noch ein Spiel vom Einzug ins Final Four des DHB-Pokals entfernt - und doch scheint dieses Endrundenturnier für die Hanauer Handballer schwerer zu erreichen denn je zuvor. Nach der klaren 32:44-Niederlage im Viertelfinal-Hinspiel gegen den VfL Horneburg bräuchte das Team von Adrian Schild im Rückspiel am Samstag - Anpfiff ist um 15 Uhr in der Doorner Halle - nämlich schon ein kleines Wunder, um sich durchzusetzen, will aber trotz der schwierigen Ausgangslage nichts unversucht lassen.

Hanau – Am vergangenen Wochenende erwischten die Hanauer bei den Niedersachsen einen gebrauchten Tag: Wegen einer irrwitzig hohen Fehlerquote bei der HSG hatte Horneburg leichtes Spiel und reist nun mit einem bequemen Polster von zwölf Toren zum Rückspiel in die Brüder-Grimm-Stadt. Die Chancen für Hanau, doch noch die nächste Runde zu erreichen und sich damit direkt für die A-Jugend-Bundesliga zu qualifizieren, sind dadurch nur noch verschwindend gering.

Dessen ist sich auch Schild bewusst, der sich aber dennoch kämpferisch gibt: „Wir werden das Spiel keinesfalls schon vorher abschreiben, sondern alles hineinwerfen und versuchen, was möglich ist - und dann müssen wir mal sehen, was dabei herauskommt.“ Ziel der Hanauer ist es, vor eigenem Publikum ein möglichst gutes Spiel abzuliefern und sich zumindest mit einer starken Leistung zu verabschieden. Schild und sein Team hätten aber selbstverständlich auch nichts dagegen, wenn ihnen die Sensation glückt und sie den Zwölf-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel wettmachen können.

HSG Hanau muss technische Fehler reduzieren

Dazu muss bei der HSG aber einiges anders laufen als am vergangenen Wochenende. „Wir hatten am Sonntag unglaublich viele technische Fehler und Fehlpässe, wodurch Horrneburg etliche Tore nach Tempo-Gegenstößen machen konnte“, spricht Schild das größte Manko seines Teams im Hinspiel an. Im Rückspiel wollen sich die Grimmstädter besser anstellen: „Wir wollen unnötige Fehler vermeiden und wieder so diszipliniert spielen wie gegen Allach“, erinnert der HSG-Coach an die starke Leistung seiner Mannschaft im Achtelfinale.

Hanau, das nach der Klatsche im Hinspiel nun klarer Außenseiter ist, will aber nicht nur das Tempospiel des Gegners besser unterbinden als im ersten Duell mit dem VfL. „Wir müssen in der Abwehr generell cleverer agieren“, fordert Schild, denn die 44 Gegentore im Hinspiel waren viel zu viele, um auf einen Erfolg hoffen zu können.

Einsatz von Leistungsträger Busse ungewiss

Personell gibt es bei Hanau im womöglich letzten Saisonspiel keine großen Veränderungen im Vergleich zur Vorwoche, allerdings ist der Einsatz von Leistungsträger Philipp Busse fraglich. Der Rückraumspieler war bereits angeschlagen ins Hinspiel gegen Horneburg gegangen und könnte nun ausfallen. „Bei ihm müssen wir sehen, wie es sich bis zum Wochenende entwickelt“, hat Schild einen Einsatz Busses noch nicht abgeschrieben. (Von Robert Giese)

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