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„Die eigene Spielidee einbringen“: White Wings Hanau empfangen BBC Coburg

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Von: Julia Meiss

Der Gameplan steht: Kamil Piechucki, Headcoach der White Wings Hanau, hat sich und sein Team auf die „Small Ball“-Aufstellung des BBC Coburg vorbereitet.
Der Gameplan steht: Kamil Piechucki, Headcoach der White Wings Hanau, hat sich und sein Team auf die „Small Ball“-Aufstellung des BBC Coburg vorbereitet. © Scheiber

Agieren statt reagieren lautet das Motto des Basketball-Drittligisten White Wings Hanau am Samstag im Heimspiel der Division Pro B Süd gegen den BBC Coburg (Sprungball 19 Uhr, Main-Kinzig-Halle). Sebastian Lübeck, Geschäftsführer der Hanauer Basketballer, erwartet nämlich einen agilen Gegner, der das Spiel schnell macht.

Hanau – „Wir müssen Coburg unser Spiel aufdrängen und dürfen sie nicht zur Entfaltung kommen lassen. Dabei sollten wir das schnelle Spiel nicht nur mitgehen, sondern müssen unsere eigene Spielidee einbringen“, so Lübeck.

Ansonsten kennen sich die White Wings mit der Ausgangslage mittlerweile bestens aus: Wieder ein direkter Tabellennachbar, wieder ein Vier-Punkte-Spiel, wieder ein Konkurrent um die Play-off-Plätze. Die Situation ist also die gleiche wie vor dem vergangenen Spiel gegen die Arvato College Wizards Karlsruhe, das die Hanauer nach einem Nervenkrimi mit 77:74 gewonnen haben. „Wenn wir gegen Coburg gewinnen, haben wir sie nicht nur grundsätzlich distanziert, sondern auch den direkten Vergleich gewonnen“, sagt Lübeck mit Blick auf die Tabelle, in der die beiden Konkurrenten jeweils zwölf Punkte aufweisen, Coburg aber ein Spiel mehr absolviert hat. Im Hinspiel setzten sich die Hanauer in Coburg knapp mit 77:73 durch. Aber, und auch diese Mahnung hat Lübeck bereits vor dem Duell in Karlsruhe ausgesprochen, ist die aktuelle Coburger Mannschaft nicht mehr mit der aus der Hinrunde zu vergleichen.

Coburger sind durch zwei Neuzugänge deutlich stärker geworden

Mit zwei starken Neuzugängen haben die Coburger ihr Spiel deutlich stabilisiert, wie Lübeck und Hanaus Headcoach Kamil Piechucki beobachtet haben. „Beide Spieler sind eine klare Verstärkung und sorgen für mehr Tiefe im Coburger Kader und machen sie somit zu einem anderen Team als in der Vorrunde“, so Piechucki. Die Rede ist von dem Spanier Jose Carrasco Martin und Nicolas Wolf, Bruder des am Knie verletzten BBC-Kapitäns Christopher Wolf, die sich kurz vor Ende der Transferperiode den Oberfranken angeschlossen.

Carrasco Martin kommt vom spanischen Drittligisten CB Villarrobledo und trägt als Point Guard zu mehr Stabilität im Coburger Spiel bei. Small Forward Nicolas Wolf ist von den Baunach Young Pikes gekommen und nach Ansicht von Lübeck ein sehr athletischer Spieler: „Sie haben sich ordentlich verstärkt und meiner Meinung nach deswegen auch die beiden letzten Spiele gewonnen. Wir müssen trotzdem keine Panik haben.“

Dem stimmt Piechucki zu. Immerhin seien die White Wings darauf vorbereitet, dass die Bayern auf eine sogenannte „Small Ball“-Aufstellung, also auf kleinere beweglichere Spieler auf einer großen Position, setzen. „Wir haben ihr Spiel gründlich analysiert und werden in jedem Fall einen passenden Gameplan haben, um das Spiel kontrollieren zu können“, so der Hanauer Coach.

Um das umsetzen zu können, stimmen bisher die Vorzeichen bei den White Wings. Der Hanauer Geschäftsführer berichtet von einer guten Trainingswoche ohne Ausfälle. „Dass alle gesund bleiben, ist bei einem kleinen Kader das A und O. Und außerdem trainiert es sich mit einem Sieg im Rücken natürlich auch einfacher“, sagt Lübeck lachend. Außerdem hätte das Team aus dem spannenden Duell gegen Karlsruhe eine wichtige Erkenntnis mitgenommen: „Dass wir die Krimis gewinnen können.“

Geht es nach den Nerven des White-Wings-Geschäftsführers, darf die Partie gegen Coburg gerne weniger spannend werden - natürlich mit dem besseren Ausgang für Hanau. (Von Julia Meiss)

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