Der SC 1960 Hanau hat die SG Bruchköbel im Derby bezwungen. Foto: TAP

Bruchköbel

Derby: HSC revanchiert sich bei der SGB für Hinspielniederlage

Fußball. Die Revanche ist geglückt: Mit einem 2:0 (0:0)-Sieg bei der SG Bruchköbel gelang dem SC 1960 Hanau die Revanche für die 0:2-Hinspielpleite. Gleichzeitig machten die Gäste mit jetzt 44 Punkten einen Riesenschritt Richtung Klassenerhalt in der Verbandsliga Süd.

Den auch Andreas Arr-You gerne gemacht hätte. Der SGB-Trainer war nach Spielschluss sichtlich geknickt. „Wenn man sieht, welches Potenzial beim Gegner noch auf der Bank saß, da kann man nur neidisch werden“, meinte der 45-Jährige in Anbetracht der eigenen Möglichkeiten.

Und die waren am Sonntag noch begrenzter als in den Spielen zuvor. Ugur Erdogan meldete sich mit einer schmerzhaften Leistenzerrung ab und droht für die restlichen Spiele auszufallen. Da auch Antonio Sbano nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war, aber auf die Zähne biss, war die Offensive der Gastgeber über weite Strecken nur ein laues Lüftchen.

Mehr BissZu allem Überfluss kam Maximilian Walter wegen eines Staus auf der Autobahn zu spät und kam erst ab der 46. Minute zum Einsatz. Trotz aller Misslichkeiten erwartete Arr-You einfach mehr Biss von seiner Mannschaft. „Wir haben uns teilweise versteckt, so kann man einem spielstarken Gegner nicht Paroli bieten“, kritisierte er nach Spielschluss. Während sein Kollege Seref Zangir über das ganze Gesicht strahlte. „Wir haben unser Ziel, aus den vergangenen drei Spielen neun Punkte zu holen, erreicht. Die Jungs waren heiß auf das Derby, sie wussten um was es geht.“

Dabei erwiesen sich die Gäste zunächst als zurückhaltender  Gegner. Hätten sie ihre Chancen konsequenter genutzt, wäre das Ergebnis wesentlich höher ausgefallen. Besonders Kaan Köksal entpuppte sich vor dem Seitenwechsel als Chancentod. Allein dem HSC-Torjäger boten sich drei Hochkaräter, die er alle versiebte. In der 12. Minute wurde sein Schuss noch von Konstantin Büdinger auf der Linie geklärt, zehn Minuten später blockte erneut Büdinger einen Schuss Köksals (22.) zur Ecke ab, das gleiche wiederholte sich in der 44. Minute.

ZurückhaltungDazwischen lagen noch zwei gefährliche Aktionen der Gäste, die jeweils SGB-Keeper Marcel Dumann (25./34.) bereinigte. Erst in der 36. Minute kreuzten die Gastgeber gefährlich vor dem Gästetor auf, doch HSC-Torwart Abdul Ersöz fischte Sbano das Leder noch vom Fuß. Sechs Minuten später tankte sich Sbano rechts durch, seine Flanke konnte Ricardo Marra (42.) nicht verarbeiten. 

In Durchgang zwei legte das Zangir-Team seine vornehme Zurückhaltung ab. Nachdem Strahinja Pajic (48.) eine flache Hereingabe von Jonatan Tesfaldet nur knapp verpasst hatte, gingen die Gäste wenig später in Führung. Giorgi Piranashvili (53.) umkurvte Büdinger und traf aus 16 Metern flach ins kurze Eck. Pech hatte Tesfaldet in der 67. Minute mit einem Pfostenschuss. Was in der 70. Minute fast bestraft wurde. Aus dem Nichts bot sich Lukas Gottwalt eine Riesenchance, doch Timo Dauber klärte im letzten Moment.

AbstiegskampfNur vier Zeigerumdrehungen später hatte Gottwalt (74.) erneut den Ausgleich vor Augen, sein Schuss ging jedoch am langen Eck vorbei. Nachdem Köksal (76.) und Travis Parker (78.) weitere gute Gelegenheiten ausgelassen hatten, machte Köksal in der 82. Minute mit einem schönen Heber alles klar.

Obwohl sich für Bruchköbel die Lage im Abstiegskampf nach den Niederlagen von Bensheim und Kalbach nicht verschlechtert hat und weiter ein Polster von fünf Punkten auf den ersten Abstiegsplatz besteht, blickt Arr-You mit Sorge den restlichen vier Punktspielen entgegen. Ein Endspiel im letzten Spiel zuhause gegen den VfR Fehlheim wäre das Letzte, was der SGB-Coach nach eigenen Aussagen brauche.       

Bruchköbel:Dumann – Sekeric, Büdinger, Braus, Gottwalt – Marra (73. Muratoglu), Nowak, Werner, El-Kaddouri (46. Walter), Arslan - Sbano HSC: Ersöz – Pajic, Mahboob,, Yildiz, Dauber – Travis Parker, Usta (80. Okutan), Tesfaldet, Aydilek (87. Antonio Parker) -  Piranashvili, Köksal (88. Grammel) Tore: 0:1 Piranashvili (53.), 0:2 Köksal (82.) – Schiedsrichter: Vonderschmidt (Mühlheim) – Zuschauer: 200 – Beste Spieler: Büdinger, Gottwalt, Braus/Geschlossen -geb

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