Zurück in Nürnberg: Stürmer Pascal Köpke geht wieder in der 2. Bundesliga auf Torejagd und schnürte kürzlich in Braunschweig einen Doppelpack.
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Zurück in Nürnberg: Stürmer Pascal Köpke geht wieder in der 2. Bundesliga auf Torejagd und schnürte kürzlich in Braunschweig einen Doppelpack.

1. FC Nürnberg

Der unbekannte Hanauer: Profi-Fußballer Pascal Köpke kam in der Grimm-Stadt zur Welt

  • Thorsten Jung
    vonThorsten Jung
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Am 3. September 1995 wurde in Hanau ein Bundesliga-Fußballer geboren, den man gar nicht mit der Brüder-Grimm-Stadt in Verbindung bringt. Und auch Pascal Köpke selbst hat überhaupt keinen Bezug zu Hanau: „Ich weiß eigentlich sehr sehr wenig von der Stadt“, sagte er im Gespräch mit dem HANAUER ANZEIGER.

Nicht mal ein ganzes seiner inzwischen 24 vollendeten Lebensjahre verbrachte Pascal Köpke im Stadtteil Mittelbuchen, wo seine Familie wohnte, als Papa Andreas für Eintracht Frankfurt spielte.

Pascal Köpke hat keine Erinnerungen oder Verbindungen zu seiner Heimatstadt

Ganz wenig verbinde ihn mit Hanau. „Ich bin da im Krankenhaus auf die Welt gekommen und wir haben damals in einem kleinen Stadtteil gewohnt“, erzählt Pascal Köpke, dem während des Telefongesprächs auch nicht der Name des Stadtteils einfällt, in dem er seine ersten Monate verbrachte

„Wir sind ja ein Jahr später schon nach Frankreich gezogen. Seitdem war ich nie wieder in Hanau“, so Köpke. Und auch seine Eltern und die ältere Schwester hätten ihm später nie etwas von Hanau erzählt.

Profi-Fußballer sieht Marseille und Nürnberg als seine Heimat

Marseille, wo sein Vater, der Nationaltorhüter, nach dem EM-Titel 1996 für Olympique spielte, zählt Pascal Köpke dagegen zu einer seiner beiden Heimatstädte. Die andere ist Nürnberg. Dorthin zog es die Familie nach dem Frankreich-Abenteuer. „In Nürnberg bin ich aufgewachsen, nach drei Jahren in Frankreich. Aber nach Marseille ging es jedes Jahr in den Urlaub. Das sind meine Heimatstädte“, berichtet der Zweitligastürmer. In Marseille habe er auch noch den einen oder anderen Kindergartenfreund, französisch spricht er fließend.

Die Köpkes in Hanau: Der acht Monate alte Pascal im Mai 1996 mit Papa Andreas und Schwester Caroline (4).

Seit Sommer ist Pascal Köpke, der seine ersten fußballerischen Schritte in Herzogenaurach machte, zurück beim 1. FC Nürnberg, wo er in der Jugend zwischen 2003 und 2013 ausgebildet wurde. Im Aktivenbereich spielte er für die Spvgg. Unterhaching, den Karlsruher SC, Erzgebirge Aue und Hertha BSC. Für die Berliner absolvierte er in zwei Jahren aber nur elf Bundesligaspiele, weswegen er sich für die Rückkehr nach Franken entschied.

Profi-Fußballer hat strenge Vorgaben wegen Corona

Eine Eingewöhnungszeit war nicht von Nöten. „Das ging relativ schnell, auch wenn es anfangs ungewohnt war, wenn man Familie und Freunde öfter sieht“, erzählt er mit einem Schmunzeln. Ganz so intensiv ist der Kontakt nämlich in Corona-Zeiten doch nicht. „Wir müssen natürlich auch Kontakte vermeiden“, sagt er über die Vorgaben, die ein Profi-Fußballer derzeit hat.

„Ich sehe ab und an meinen besten Kumpel und meine Familie. Aber man kann nicht einfach mal Essen gehen. Das geht in der aktuellen Lage eben nicht anders.“

In Nürnberg schnell zurechtgefunden

Beim Club fand sich der Rückkehrer schnell zurecht, „auch wenn ich die ersten beiden Wochen am Sprunggelenk verletzt war“. Mit der Punktausbeute seiner Nürnberger ist der gebürtige Hanauer indes nicht zufrieden, aber „die zweimal 90 Minuten zuletzt mit den zwei Toren haben mir gutgetan“.

Die Länderspielpause nutzte sein Verein dieser Tage für ein Testspiel, das Pascal Köpke ganz in die Nähe seiner Geburtsstadt führte. Bei Eintracht Frankfurt gelang ein 2:0-Sieg. „Das hat uns gutgetan, gegen einen Bundesligisten zu gewinnen“, meint der Angreifer und richtet seinen Fokus auf Montag, wenn der FCN auf Osnabrück trifft.

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