Damir Hundur wird die Landesliga-Handballerinnen des TV Langenselbold nur noch bis zum Saisonende coachen. Die Entscheidung ist dem Übungsleiter schwergefallen. Archivfoto: Adrian

Langenselbold

Damir Hundur verlässt TV Langenselbold

Handball. Damir Hundur und Frauenhandball-Landesligist TV Langenselbold gehen am Saisonende getrennte Wege. „Ich habe dem Verein mitgeteilt, dass ich nach dieser Saison aufhöre“, sagte Damir Hundur auf Nachfrage unserer Zeitung. Auch die Mannschaft wisse schon Bescheid.

Von Julia Meiss

Grund für den frühzeitigen Entschluss, den TVL nach nur einer Saison als Cheftrainer wieder zu verlassen, seien laut Hundur interne Unstimmigkeiten. „Über Weihnachten und zwischen den Jahren habe ich gründlich über die Situation nachgedacht und mich schließlich entschlossen, den Verein nach der Saison zu verlassen“, gibt der ehemalige Zweitliga-Spieler einen Einblick in seine Entscheidungsfindung.

Schwere Entscheidung

Der Entschluss, den Trainerposten nach einer Saison wieder frei zu machen, ist dem gebürtigen Bosnier in jedem Fall nicht leichtgefallen. Denn Damir Hundur ist niemand, der schnell das Handtuch wirft. In den vergangenen Jahren stand er in Diensten des TV Gelnhausen und half jeder Mannschaft auf und neben dem Parkett, die gerade Hilfe brauchte. Als der zweifache Familienvater eigentlich mit dem Handball aufhören wollte, fand er sich wenige Wochen später als Spielertrainer des B-Teams wieder, schaffte mit der Mannschaft den Aufstieg und half auch in der ersten Mannschaft in der Oberliga aus.

Aufgabe mit PerspektiveDie Aufgabe beim TV Langenselbold hatte der Niedermittlauer im Sommer von Hanne Koch übernommen und es ist seine erste Station im Frauenhandball. Das Amt hatte er mit der Gewissheit übernommen, dass es eine langfristige Station sein kann. Denn nach der vergangenen Spielzeit hatten einige Führungsspielerinnen die Handballschuhe an den Nagel gehängt und genau dieser Aspekt, junge Spielerinnen zu Leistungsträgerinnen zu formen, hatte Hundur an der Aufgabe in Langenselbold gereizt. „Mir tun die Mädels leid, sie sind die Leidtragenden“, ist dem ehemaligen Zweitliga-Spieler die Tragweite seiner Entscheidung bewusst und zeigt, wie sehr ihm die Mädels ans Herz gewachsen sind. „Die Arbeit mit den Mädels macht mir Spaß und es tut mir unendlich leid“, so Hundur.

Chemie zwischen Trainer und Team stimmtDass die Chemie zwischen Mannschaft und Trainer stimmt, zeigt der bisherige Saisonverlauf. Nach 13 von 22 Spieltagen rangiert der TV Langenselbold auf dem dritten Platz und ist punktgleich mit dem Tabellenzweiten HSG Bensheim/Auerbach II, der allerdings eine Partie weniger ausgetragen hat. Der Rückstand auf Tabellenführer TSG Offenbach-Bürgel beträgt nur zwei Punkte – bisher spielen die Langenselbolderinnen in der Landesliga Süd eine gute und starke Saison.

Konzentration auf RestrundeDennoch gehen Damir Hundur und der TV Langenselbold am Saisonende getrennte Wege. Immerhin hat der TV Langenselbold durch die frühe Absage nun genügend Zeit, um einen Nachfolger für Damir Hundur zufinden. Wo der Niedermittlauer ab Sommer an der Seitenlinie stehen wird, steht noch nicht fest – seine volle Konzentration gilt zunächst dem TV Langenselbold in der Landesliga Süd.

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