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Corona-Maßnahmen: Kreisliga-Start verschoben - Saisonstart der Gruppenliga bleibt offen

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Fussball, Training mit Hygienevorschriften Corona Covid-19
Wie geht es weiter mit dem Amateurfußball? Darüber diskutierten die Vertreter der Hanauer Vereine in einer Videokonferenz. © Patrick Scheiber

Neben dem Fußballkreis Hanau ist auch die Gruppenliga Frankfurt Ost start von den neuen Corona-Maßnahmen betroffen. Daher wurde nun für Montag (31. August) eine Videokonferenz angekündigt

Hanau - Steigende Corona-Fallzahlen zum Trotz stehen die Fußballer in Hessen nach langer Pflichtspielpause in den Startlöchern. Am Montagabend tagte der Verbandsspielausschuss mit allen Kreisfußballwarten. Tenor der zweieinhalbstündigen Videokonferenz: Am Saisonstart 6. September soll in Hessen grundsätzlich festgehalten werden. Allerdings gibt es Ausnahmen: Im Fußballkreis Hanau ist derzeit an einen regulären Spielbetrieb nicht zu denken, da sämtliche Vereine der Städte Hanau, Maintal, Bruchköbel, Erlensee, Nidderau und der Gemeinde Neuberg bis zum 24. September ein behördliches verhängtes Spiel- beziehungsweise Wettkampfverbot einhalten müssen. Der Saisonstart wird daher auf den 27. September verschoben. „Die bis dahin ursprünglich terminierten Spieltage versuchen wir irgendwann nachzuholen“, sagt Hanaus Kreisfußballwart Dirk Vereeken. Einzelne Spiele anzusetzen, war für den Marköbeler keine Alternative: „Es sind einfach zu viele Vereine betroffen. An den ersten beiden Spieltagen der Kreisoberliga hätte ein Spiel stattfinden können, am dritten wären es gerade mal zwei Partien gewesen.“ Vereekens bittere Erkenntnis: „Derzeit sind wir einfach blockiert. Aber wer weiß schon, was in vier Wochen ist. Die Nachrichtenlage kann sich ja täglich ändern.“

Am stärksten von behördlichen Entscheidungen betroffen ist derzeit neben dem Fußballkreis Hanau die Gruppenliga Frankfurt Ost. Dort dürfen die Vereine Türk Gücü Hanau, FC Hanau 93 II, Germania Dörnigheim, SG Bruchköbel und SVG Steinheim bis zum 24. September keine Fußballspiele austragen, weder zuhause noch auswärts. Aktuell ebenso mit einem Spielverbot auf der eigenen Sportanlage belegt sind in dieser Liga weiterhin der VfB Offenbach, die SG Rosenhöhe und der FC Bayern Alzenau II.

Klassenleiter lädt die Vereine der Gruppenliga Frankfurt Ost zur Videokonferenz

Klassenleiter Thorsten Bastian hat für kommenden Montagabend (31. August 2020) um 19 Uhr zu einer Videokonferenz eingeladen und will gemeinsam mit den Clubvertretern erörtern, wie der immerhin 38 Spieltage umfassende Terminplan abgehandelt werden könnte. Eine Ligateilung wie beispielsweise im Fußballkreis Gelnhausen praktiziert, oder das Spielen einer Einfachrunde, seien laut Bastian keine Wunschoptionen. Dies habe er aus zahlreichen Gesprächen mit Vereinsvertretern bereits so vernommen. Mehrere Modelle scheinen zur Lösung des aktuell bestehenden Problems derzeit denkbar: Zum Beispiel eine Regelung analog zum Fußballkreis Hanau mit einem generellen Start erst Ende September. Möglich sei es aber auch, lediglich die Spiele der betroffenen Vereine abzusetzen und die anderen möglichen Paarungen zwischen zwei nicht betroffenen Vereinen regulär austragen zu lassen. Im Gegensatz zum Fußballkreis Hanau könnten pro Spieltag je nach Konstellation etwa die Hälfte aller Partien ausgetragen werden. Dass es nach Ablauf des Spielverbots für die Vereine aus dem Kreis Hanau noch einmal eine kleine Vorbereitungsphase für diese geben wird, schließt Bastian nahezu aus.

Aufgrund des dichten Terminkalenders hält er einen „Kaltstart“ für die Vereine für unumgänglich. „Sicherlich haben durch die politischen Entscheidungen nicht alle Vereine die gleichen Wettbewerbsvoraussetzungen, doch wir befinden uns durch die Pandemie auch in einer außergewöhnlichen Situation“, so Bastian, der eben genau diese am Montagabend nochmals ausführlich und ergebnisoffen mit den Vereinen beleuchten möchte.

Ohne Hanau oder Erlensee: Saisonstart am 6. September in der Hessenliga gilt als wahrscheinlich

Dass am 6. September der Startschuss fällt, gilt in der Hessenliga und in der Verbandsliga Süd als wahrscheinlich. Im Gegensatz zur Gruppenliga betreffen die behördlichen Spielverbote in diesen Klassen nur einzelne Vereine. In der Hessenliga sind dies der FC Hanau 93 und der 1. FC Erlensee, in der Verbandsliga Süd lediglich der SC 1960 Hanau. Final wollen sich die Klassenleiter auch hier noch einmal untereinander abstimmen und dann die Vereine informieren.

Im Stadtgebiet Offenbach dürfen Vereine laut der dort geltenden Verordnung bis zum 3. September keine Spiele austragen. Auswärts nur mit Zustimmung der jeweiligen Kommune. „Ich hoffe, dass wir am 6. September in die Runde starten können, doch natürlich kann es auch sein, dass die Verordnung nochmal verlängert wird“, blickt Tevfik Kilinc, der Trainer des Gruppenligisten SG Rosenhöhe, ins Ungewisse.

Von Frank Schneider

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