Till-Joscha Jönke (links) will es mit seinen Hanauer Kollegen besser machen als im Februar und die Gladiators aus Trier um Thomas Grün heute Abend besiegen. Vergangene Saison ging das Heimspiel mit 67:73 verloren. Archivfoto: TAP

Basketball

Pro A: Coach Simon Cote fordert noch acht Saisonsiege

Basketball. Die Hinrunde der ProA-Saison 2018/19 endet für die Hebeisen White Wings am Wochenende mit einem Doppelspieltag. Heute Abend erwarten die Hanauer die Gladiators Trier in der Main-Kinzig-Halle (Sprungball um 20 Uhr, live und kostenlos im Internetstream unter airtango.live).

Von Dominik Sharaf

Keine 46 Stunden später laufen sie zum Kellerduell bei den Karlsruhe Lions auf. Cheftrainer Simon Cote und seine Spieler sind zunächst voll auf den Vergleich mit dem Tabellendritten konzentriert – obwohl sie als Außenseiter in die Partie gehen.

Mut macht den White Wings, dass sie sich gegen die vermeintlich stärksten Mannschaften der Liga meistens gut präsentierten – auch wenn nicht immer Zählbares heraussprang. „Uns müssen zum Ende der Partie die Schlüsselspielzüge gelingen“, weiß Headcoach Cote um die Bedeutung der sogenannten „Crunch-Time“, in der seinen Schützlingen schon mancher Sieg durch die Lappen ging. „Dazu müssen wir unsere Würfe treffen und Trier defensiv unter Kontrolle halten.“ Es bräuchte Intensität und Konzentration von der ersten Minute an.

Gladiators Trier sind eingespielte Truppe, jedoch zurzeit formschwach

Gut möglich, dass dann den formschwachen Gladiators die Nerven versagen. Denn nach einem furiosen Saisonbeginn kassierten sie jüngst drei Niederlagen in fünf ‧Spielen, darunter eine 68:102-Klatsche gegen die Hamburg Towers – einen Gegner, den die White Wings schlugen. Wenn der kanadische Profispieler Jermaine Bucknor, der frühere Bundesliga-Forward Johannes Joos und der auf einem US-College ausgebildete Deutsche Till Gloger aber ins Rollen kommen, wird es schwierig. Triers beste Werfer kommen auf 14,8, auf 14,3 und auf 14,1 Punkte pro Partie.

Das System ist offensiv variabel und kaum auszurechnen. Cote warnt vor Bucknor: „Er ist ein extrem wichtiger Schütze, aber er verteilt auch Bälle und führt die Mannschaft an.“ Insgesamt sind die Gladiators eine eingespielte Truppe. Viele der Aktiven sind seit mindestens drei Jahren mit an Bord und trugen dazu bei, dass es die Gladiators in der Vorsaison bis in das Playoff-Halbfinale schafften und an einem Aufstieg in die BBL schnupperten. „Es wird ein harter Kampf für uns“, warnt Hanaus Trainer.

Druck auf Tabellenletzten ist gestiegen

Hinzu kommt: Der Druck auf den Schultern des Tabellenletzten ist nach vermeidbaren Pleiten gegen Chemnitz und Schalke gestiegen. „Wir müssen Spiele gewinnen, aber so ist es eben“, meint Cote angesichts sechs Punkten Rückstand auf die die Nicht-Abstiegsplätze.

„In der Situation, in der wir uns befinden, ist es sinnlos, sich selbst unter Druck zu setzen. Es hilft nicht.“ Er versuche daher, sich über die Tabelle so wenig Gedanken wie möglich zu machen und rate seinen Spielern, sich auf das zu konzentrieren, was in ihrer Macht liegt. „Klar, wir haben nur zwei Siege auf dem Konto. Ich sehe es aber so: Wenn wir zehn Partien gewinnen, sollte es möglich sein, in der Liga zu bleiben. Also haben wir 17 Spiele für acht Erfolge. Aus meiner Sicht ist das gut machbar.“

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