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Willkommen: Matthias Filbrich begeistert Dennis Rauch (links) für Germania Großkrotzenburg und hieß den neuen Co-Trainer bereits vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie willkommen.

Von der Gruppenliga in die Verbandsliga

Co-Trainer Dennis Rauch wechselt von der SG Bruchköbel zu Germania Großkrotzenburg

Dennis Rauch hofft, dass die Saison im Amateurfußball nicht wegen des Coronavirus abgebrochen wird, denn sonst wäre sein Abschied beim Gruppenligisten SG Bruchköbel bereits vollzogen. Zur kommenden Saison wechselt der Co-Trainer von Claus Schäfer eine Liga nach oben.

Er wird in gleicher Funktion im Trainerteam von Christos Tsifnas beim Verbandsligisten FC Germania Großkrotzenburg arbeiten. „Wir hätten sehr gerne mit Dennis weitergearbeitet, respektieren seine Entscheidung aber“, betont Schäfer. 

Die Trennung erfolge absolut im Guten. „Ich gehe ja nicht, weil die SG Bruchköbel ein schlechter Verein ist oder weil ich mich nicht wohlfühle, sondern weil ich in Großkrotzenburg etwas Neues unter noch professionelleren Strukturen in einer höheren Spielklasse kennenlernen kann.“

Rauch beendet Karriere wegen Verletzungen früh

Als Spieler hatte Rauch großes Verletzungspech. Nach der vierten Kreuzbandverletzung kam das Karriere-Aus schon mit Mitte 20. Über Albert Repp, seinen Ex-Trainer beim SV Kilianstädten, kam Rauch ins Trainergeschäft. Der erfahrene Übungsleiter nahm Rauch als Co-Trainer mit zum heutigen Bayernligisten Viktoria Kahl und setzte die Zusammenarbeit mit ihm auch bei der nächsten Station in Bruchköbel fort.

„Ich habe von Albert sehr viel lernen können und wir sind nach wie vor noch freundschaftlich verbunden“, erzählt der 30-jährige Physiotherapeut. „Es hat seine Zeit gebraucht, bis wir Dennis von unserem mittelfristigen Weg überzeugen konnten, am Ende war es dann die neue sportliche Herausforderung, die ihn reizte. Ich persönlich freue mich riesig, da er mit seiner Erfahrung genau unser Anforderungsprofil erfüllt und hierbei auch menschlich genau in die Germaniafamilie passt!“, so Matthias Filbrich von der Sportlichen Leitung der Germania.

Filbrich war es auch, der den Kontakt zu Rauch knüpfte und ihn vom Vereinswechsel überzeugte. „Dennis Rauch steht schon länger auf der Wunschliste von Germania Großkrotzenburg“, verrät Filbrich. „Es war eine der schwierigsten Entscheidungen, die ich bis dato in meiner Trainerlaufbahn getroffen habe, am Ende war es die sportliche Perspektive, sich mit dem aufgezeigten Konzept in der Verbandsliga im oberen Drittel zu etablieren.“

Leistungsträger bleiben Großkrotzenburg erhalten

Laut Filbrich ist die Germania mit ihren Planungen für die kommende Saison schon sehr weit fortgeschritten, die Leistungsträger hätten dem Verbandsligisten allesamt schon für eine weitere Spielzeit zugesagt. Rauch will sich in seinem künftigen Vereinsumfeld am Oberwaldstadion nach der Sommerpause möglichst schnell integrieren und ist auch zuversichtlich, dass ihm das gelingt. „Ich bin ein offener und umgänglicher Typ und kenne einen Großteil der Jungs bereits“, so der in Klein-Auheim lebende Rauch. Auch die ersten Gespräche mit Cheftrainer Tsifnas liefen gut, man funke auf gleicher Wellenlänge.

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