Aufstiegsjubel im provisorischen gelben Leibchen: Der Büdesheimer Dominik Fecke (Mitte) stimmt die Jubelgesänge im Kreise seiner Vereinskollegen an. Foto: Kalle

Fußball

FC Büdesheim steigt nach kleinem Fußballwunder auf

Fußball. Der FC Büdesheim spielt in der kommenden Saison in der Kreisliga A. Im Relegationsrückspiel setzte sich die Elf von Trainer Michael Resch mit 5:2 nach Verlängerung gegen den Dörnigheimer SV durch. Die Maintaler steigen in die B-Liga ab.

Von Michael Bellack

Zwei Tore mussten die Büdesheimer nach der 2:4-Pleite im Hinspiel aufholen. Und sie legten los wie die Feuerwehr. In der ersten Spielminute war Andreas Schneider mit dem Kopf zur Stelle und erzielte das 1:0. Die Gäste zeigten eine engagierte Leistung und bestimmten die Partie. Große Torraumszenen blieben aber bis zum 2:0 aus.

Die Dörnigheimer kamen erstmals nach zwanzig Minuten gefährlich vor das gegnerische Tor. Nach einem Foul an Neumann zeigte der Unparteiische auf den Punkt. El Idrissi ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte sicher zum 1:2-Anschluss. Bis auf ein Büdesheimer Abseitstor passierte bis zum Pausenpfiff wenig, die rund 250 Zuschauer sahen ein Spiel auf überschaubarem Niveau. In der Halbzeitpause kam es zu dann zu Diskussionen mit dem Schiedsrichtergespann. Dieses hatte ein dunkelblaues Outfit gewählt und war von den Büdesheimer Spielern kaum zu unterscheiden. Lange war nicht klar, wer nun die Trikots wechseln musste. Letztlich mussten sich die Gäste gelbe Leibchen überstreifen.

Neumann lässt den DSV hoffen

Nach dem Wiederanpfiff fanden beide Mannschaften nur schwer ins Spiel, das Geschehen spielte sich größtenteils im Mittelfeld ab. In der 58. Minute tauchte dann DSV-Spielertrainer Roger Neumann plötzlich frei vor dem Büdesheimer Kasten auf.

Der Routinier umkurvte Keeper Michael Jöhnk und sorgte für den umjubelten Ausgleich. Die Büdesheimer steckten jedoch nicht auf und kamen durch einen Kopfball von Rene Nowak zum 3:2. Eine Viertelstunde vor Schluss war es Marlyn Kropp, der im Strafraum genau richtig stand und einen Abpraller im Tor unterbrachte.

Spiel wird ruppiger

Nach dem 4:2 wurde das Spiel zunehmend härter, beiden Mannschaften sah man an, um was es ging. Nach 90 gespielten Minuten hieß es Verlängerung. Zehn Minuten waren gespielt, als Andreas Schneider die Büdesheimer mit dem entscheidenden Treffer zum Aufstieg schoss. Nach einer Ecke von Resch bekamen die Dörnigheimer den Ball nicht aus dem Strafraum. Aus dem Gewühl heraus reagierte Schneider am schnellsten und drosch das Leder aus sieben Metern ins Tor.

In der Folge warfen die Dörnigheimer alles nach vorne, große Torchancen ergaben sich aber nicht. Vielmehr hatten die Gäste noch einige Konterchancen, mit denen sie aber äußerst schlampig umgingen. Dem DSV fehlten am Ende die Kräfte, um noch einmal für Gefahr zu sorgen und das Elfmeterschießen zu erzwingen.

Büdesheimer Jubel kennt keine Grenzen

Charlie Müllers Platzverweis kurz vor Schluss fiel nicht weiter ins Gewicht. Nach dem Abpfiff kannte der Jubel bei den Büdesheimern keine Grenzen, während bei den Gastgebern Tristesse herrschte. „Wir haben nichts davon umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Das war das Gegenteil vom Hinspiel“, sagte ein niedergeschlagener Roger Neumann. „Büdesheim hat den Sieg am Ende verdient, weil sie einfach mehr gemacht haben. Uns hat die Kraft gefehlt“, meinte er.

Die Partie sei ein Spiegelbild der Saison gewesen. Dörnigheims Spielausschussvorsitzender Wolfgang Leinweber sprach nach der Partie von einer Katastrophe und zeigte sich enttäuscht von dem Auftritt der Maintaler.

Ganz anders natürlich die Stimmung bei den Büdesheimern. Resch berichtete vom Auf und Ab der Gefühle: „Wir wollten die frühe Führung, haben dann alles richtig gemacht. Dann waren wir eigentlich wieder raus, kriegen das 1:2 und das 2:2. Und wenn man dann noch einmal wiederkommt, dann kann ich nur sagen: Hut ab.“

Tore:0:1 Schneider (1.), 0:2 Philippi (23.), 1:2 El Idrissi (FE, 25.), 2:2 Neumann (56.), 2:3 Nowak (65.), 2:4 Kropp (76.), 2:5 Schneider (76.) – Zuschauer: 250 – Schiedsrichter:Ouali (Frankfurt) – Besondere Vorkommnisse:Gelb-Rote Karte für den Dörnigheimer Müller (115.) – Beste Spieler: geschlossene Mannschaftsleistung/Schneider, Kropp

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