SGB-Trainer Oliver Hubbert hat einige angeschlagene Spieler in seinem Kader. Archivfoto: TAP

Bruchköbel

SG Bruchköbel will Traditionsduell für sich entscheiden

Handball. Nach dem Heimsieg gegen die TSG Offenbach-Bürgel steht für die SG Bruchköbel am Sonntag um 17 Uhr in der Kahler Waldseehalle gleich das nächste Oberliga-Derby an – Gegner ist diesmal der Tabellenzwölfte HSG Kahl/Kleinostheim - ein Duell mit langer Tradition.

Von Robert GieseEbenso wie die Bruchköbeler tritt die HSG bereits seit Jahrzehnten in der Oberliga an. Obwohl Bruchköbel in der jüngeren Vergangenheit die besseren Platzierungen einheimsen konnte, sind die Kahler nicht zu unterschätzen – in der letzten Saison rang die um den Klassenerhalt kämpfende Kahler Mannschaft dem Aufstiegsaspiranten in eigener Halle ein Unentschieden ab.Die Vorzeichen sind diesmal ähnlich: Die SGB liegt nur einen Punkt hinter dem Spitzenreiter HSG Dutenhofen/Münchholzhausen auf Platz zwei, die Unterfranken hingegen auf dem zwölften Rang und somit in der Abstiegszone.Flexibilität beeindruckt Hubbert „Kahl dürfen wir keinesfalls unterschätzen“, warnt SGB-Coach Oliver Hubbert daher, „nicht nur wegen des Ergebnisses aus der Vorsaison, sondern auch, weil sie im Abstiegskampf nach dem Sieg gegen Münster letzte Woche Morgenluft geschnuppert haben.“In eigener Halle rufe die HSG zudem meist starke Leistungen ab, wie ihr Remis gegen Bürgel oder der Sieg gegen Wiesbaden zeigten. Hubbert zeigt sich vor allem von der spielerischen Flexibilität der Kahler Offensive beeindruckt, welche häufig die Positionen wechseln würde.Ludwig ist "abgezockt"„In Fabian Roth haben sie einen guten Rückraumschützen und mit Nicola Ludwig einen abgezockten Spieler, der zuletzt sehr gute Leistungen am Kreis gezeigt hat“, so Hubbert zu den weiteren Stärken der Unterfranken, „allerdings dürfte er gegen unseren körperlich überlegenen Mittelblock einen schweren Stand haben.“Dass Torjäger Yannick Bardina der HSG verletzt fehlt, sieht Hubbert trotz dessen individueller Stärke nicht zwangsläufig als Schwächung: „Eventuell rückt das restliche Team dann noch mehr zusammen, das könnte sie also durchaus stärker machen.“Kleine Blessuren im TeamOb bei den Bruchköbelern neben den Langzeitverletzen Jannik Bachus und Jens Heuser noch weitere Spieler gegen Kahl ausfallen, stehe noch nicht fest – aktuell gebe es im Kader Einige, die sich mit einer Erkältung oder kleineren Blessuren herumschlagen.So oder so erwartet Hubbert von seiner Mannschaft aber eine konzentrierte, solide Leistung, um auswärts zwei Punkte einzufahren. „Wenn wir oben dran bleiben wollen, müssen wir solche Spiele gewinnen – und wir wollen oben dran bleiben.“

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